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Unter die Bezeichnung Berufskrankheit Nummer 2102 fallen üblicherweise alle Schäden, die am Meniskus auftreten. Diese müssen durch Tätigkeiten entstehen, die zum einen überdurchschnittlich belastend sind sowie über mehrere Jahre hinweg oder mit einer Vielzahl an Wiederholungen auf die Kniegelenke einwirken. Dabei ist die Mindestdauer der Belastung genau definiert: Über ein Drittel der Arbeitsschicht oder mehr muss die Einwirkung stattfinden beziehungsweise stattgefunden haben. Dagegen gibt es zu der Vorgabe bezüglich einer mehrjährigen Belastung keine genauen Angaben. Während häufig bereits eine zweijährige Tätigkeit solche Beschwerden auslösen kann, dauert es allerdings in den meisten eher mehr als drei und teilweise sogar über 20 Jahre oder länger. Besonders gefährdet sind Personen, die im Bergbau, als Ofenmaurer, Fliesen- oder Bodenleger sowie Gärtner oder Pflasterer arbeiten. Aber auch Profifußballer oder Rangierarbeiter sind vermehrt davon betroffen. Dabei sind vor allem Zwangshaltungen in der Hocke oder auf den Fersen sitzend, bei denen möglicherweise auch noch Unter- und Oberschenkel verdreht werden, besonders schädlich. Was bei einer solch rauen Bewegungsbeanspruchung passiert, ist, dass Druck und Zugspannung im Übermaß auf die Menisken einwirken, wodurch eine Ernährungsstörung derselbigen entsteht. Da der Innenmeniskus weniger Möglichkeiten hat, einer Fixierung an der Gelenkkapsel auszuweichen, ist dieser im Übrigen deutlich häufiger betroffen als der Außenmeniskus.

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