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Wird eine Berufskrankheit der Kategorie 2106 diagnostiziert, können fast alle Nerven davon betroffen sein. Gemäß der Erfahrung von Gutachtern werden bestimmte Areale allerdings besonders häufig geschädigt.
Während zum Beispiel Uhrmacher, Diamantenschleifer und Feinmechaniker meist unter einer Erkrankung des Nervus ulnaris (Ellennerv) leiden, wird bei Metallprägern vor allem der Nervus axillaris (Achselnerv) in Mitleidenschaft gezogen. Beim Tragen von Lasten auf den Schultern kann es dagegen zur sogenannten Tornisterlähmung kommen. In diesem Fall wird in erster Linie der Nervus thoracicus longus (langer Brustkorbnerv) stark beeinträchtigt. Lastenträger im Allgemeinen leiden allerdings auch häufig an einer Schädigung des Nervus accessorius (elfter Hirnnerv). Ferienarbeiter, die den Arm ungewohnt belasten, ziehen sich dagegen oft ein Leiden am Nervus radiales raus profundus (Speichennerv) zu. Bei Arbeiten, die mit einem extrem gebeugten Kniegelenk einhergehen, ist wiederum nicht selten der Nervus peroneus (Wadenbeinnerv) von einer derartigen Erkrankung betroffen.
Krankheitsbilder, die als BK 2106 nicht infrage kommen, sind beispielsweise Nervenschäden akuter traumatischer Art oder solche, die durch bandscheibenbedingte Erkrankungen der Wirbelsäule entstehen. Genauso sind das Carpaltunnel-Syndrom sowie Schädigungen der Nerven, die durch toxische Substanzen verursacht werden, generell ausgeschlossen.

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