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Häufig wird die Frage gestellt, wodurch eigentlich die sogenannten Abrissbrüche an den Wirbelfortsätzen entstehen, wie sie bei einer Berufskrankheit aus der Kategorie 2108 auftreten. Die Biomechanik liefert hierzu detailliertere Informationen.

Trägt man nämlich schwere Gegenstände in aufrechter Körperhaltung, so sind die Kräfte der Kompression an sämtlichen lumbalen Bandscheiben in etwa von derselben Intension. Befindet sich die Person beim Tragen dagegen in der Rumpfbeuge, entsteht unweigerlich eine Hebelwirkung, sodass die Kompressionskräfte entsprechend höher ausfallen. Dies hat wiederum zur Folge, dass die untere Lendenwirbelsäule verhältnismäßig stärker belastet wird als die obere und mittlere Lendenwirbelsäule. Um diesen Effekt zumindest teilweise auszugleichen, nimmt der Querschnitt der Bandscheiben an der Lendenwirbelsäule nach unten hin zu. Im Zuge dessen kann außerdem die Scherbelastung an den oben befindlichen Segmenten höher sein und somit gegebenenfalls ein Belastungsprofil aufweisen, das dem entgegengesetzt ist.

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