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Was die Gefährdung hinsichtlich der Entstehung einer Berufskrankheit der Kategorie 2103 angeht, gibt es derzeit kein gültiges Dosis-Modell. Auch wenn feststeht, dass die Arbeit mit Druckluftwerkzeugen oder ähnlichen Maschinen derartige Erkrankungen auslösen kann, gilt sie grundsätzlich als zur Ausübung geeignet. Die Werte der gegebenenfalls vorliegenden Exposition werden dabei einzig und allein aus der Arbeitsschutzverordnung zur Prävention abgeleitet. Zwei Jahre Arbeitszeit gelten hier aus rechtlicher Sicht allerdings keinesfalls als verbindlich. Zudem kann der jeweilige Erfahrungswert in einzelnen Fällen durchaus widerlegt werden.
Betrachtet man epidemiologische Untersuchungen zu diesem Thema, so erkranken tatsächlich nur wenige gefährdete Arbeiter an einer derartigen Krankheit. Während innerhalb des Bergbaus ungefähr 1 % davon betroffen ist, spricht man außerhalb der Branche sogar nur von etwa 0,2 %. Da aber selbst in solchen Fällen kein Beweis vorliegt, der belegt, dass zwischen der Belastung und der Erkrankung ein direkter Zusammenhang besteht, kann es sich dabei genauso gut um eine Fehlbeschaffenheit handeln, die aufgrund einer individuellen Veranlagung auftritt.

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