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Bei einer Berufskrankheit der Kategorie 2107 handelt es sich um Abrissbrüche der Wirbelfortsätze, die auch unter dem Begriff Schipperkrankheit bekannt sind. Zum ersten Mal dokumentiert wurde diese Art der Erkrankung in den Jahren 1887 bis 1895 und zwar während dem Bau des Nordostseekanals. Später trat sie beispielsweise auch im Jahr 1916 bei Armierungsbataillonen oder 1939 beim Bau der Reichsautobahn auf.

Als typische Belastungen, die diese Krankheit auslösen können, gelten in erster Linie Schaufelarbeiten, die mit überweiten und / oder überhohen Würfen verbunden sind, wie sie beim Straßen- oder Tiefbau üblicherweise ausgeübt werden. Darüber hinaus können genauso ungewöhnliche Bewegungsbelastungen eine Gefährdung darstellen, die zum Beispiel beim Aufheben von Lasten durchgeführt werden. Aber auch im Hochleistungssport sind derartige Abrissbrüche keine Seltenheit und treten vor allem bei Gewichthebern, Ringern sowie Hammer- und Diskus-Werfern auf. In den meisten Fällen ist allerdings lediglich ein Dornfortsatz betroffen und nur äußerst selten tritt die Erkrankung an mehreren gleichzeitig auf.

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