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Betrachtet man die Berufskrankheit der Kategorie 2112 aus dem pathopysiologischen Blickwinkel, so gibt es zeitlich versetzt unterschiedlich ausfallende wissenschaftliche Begründungen für deren Entstehung.

2005 sah man als Ursache dafür an, dass Arbeiten im Hocken, Kriechen, Knien oder Feriensitz die Druckkraft auf den Gelenkflächen beziehungsweise in den Knorpeln im Tibiofemoral- sowie im Retropatellar-Gelenk erhöht. Zwei Jahre später stand dagegen ein patellofemoraler Knorpelaufbrauch im Fokus, der sich auch in den dorsalen Anteilen des Kniegelenks widerspiegelte. Tatsächlich gilt das Aufbrauchen der Meniskus-Hinterhörner als potenzieller Beginn für eine Gonarthrose.

Spätere biomechanische Untersuchungen rücken diese Thematik im Jahr 2012 allerdings in ein etwas anderes Licht. Hier wurde nämlich festgestellt, dass die Gelenkkräfte bei Tätigkeiten wie Hocken, Knien oder Fersensitz im Hauptgelenk des Knies deutlich geringer und im Patellofemoral-Gelenk nur wenig höher als beim Stehen oder Gehen ausfallen. Der Grund dafür ist, dass im Fersensitz oder in der Hocke die Kraftübertragung im Wesentlichen über die dorsalen Weichteile erfolgt.

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