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Wird eine Berufskrankheit der Kategorie 2112 diagnostiziert, so handelt es sich dabei um eine durch physikalische Einwirkungen verursachte Gonarthrose. Entstehen kann diese in erster Linie bei Tätigkeiten im Knien wie Hocken oder Kriechen, dem Fersensitz oder einer vergleichbaren Kniebelastung. Die kumulative Einwirkdauer muss dabei während des gesamten Arbeitslebens mindestens 13.000 Stunden betragen, wobei pro Schicht eine Mindestdauer von einer Stunde gegeben sein sollte. In diesem Fall würde die erforderliche Mindesteinwirkdauer nach etwa 60 Jahren erreicht werden.

Bei der Entstehung der Erkrankung spielen diverse Risikofaktoren eine Rolle. Zu den systematischen Faktoren gehören beispielsweise Geschlecht und Alter, Genetik und ethnische Charakteristika, Östrogenmangel nach der Menopause oder das metabolische Syndrom, die Knochendichte sowie ein eventueller Mangel an Vitamin C oder D. Diese erhöhen generell die Empfänglichkeit für Arthrose. Über die Lokalisation und Ausprägung der Krankheit entscheiden zudem lokale biochemische Faktoren wie etwa ein Meniskusverlust oder eine Gelenkverletzung, Instabilität, Muskelschwäche oder Übergewicht. Genauso können eine Inkongruenz der Gelenkflächen oder posttraumatische Achsabweichungen sowie neuromuskuläre Imbalance und eine kumulative unphysiologische Belastung des Kniegelenks im Beruf oder durch Sport ausschlaggebend sein.

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