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Aus Sicht der Pathophysiologie gibt es keine Zweifel daran, wie eine Berufskrankheit der Kategorie 2109 entsteht. Schließlich wird durch das Tragen von schweren Lasten auf der Schulter nicht nur eine Vorwärts- und Seitwärtsneigung des Kopfes erzwungen, sondern es kommt ebenso zu einer Zwangsrotation und -schiefhaltung der Halswirbelsäule. Dadurch wiederum ist die Nackenmuskulatur stark angespannt und es erfolgt eine Hyperlordosierung der Halswirbelsäule, womit eine hohe Druckbelastung auf alle dort befindlichen Bandscheiben erfolgt.

Das Schadensbild bei einer BK 2109 zeigt sich in der Regel belastungskonform. Während Diskusschäden in zwei oder mehr Halswirbelsäulen-Segmenten, die dem Lebensalter vorauseilen, normalerweise von oben nach unten zunehmen, leiden Betroffene häufig unter einer mehretagigen, über das Altersmaß hinaus gehenden Spondylose mit der entsprechenden klinischen Symptomatik.

Bei der Abgrenzung dieser Berufskrankheit zu einer Erkrankung mit ähnlichen Symptomen, gibt es verschiedene Aspekte zu beachten. So können beispielsweise lediglich mono- oder bi-segmentale Diskusschäden vorliegen, nur die untere Halswirbelsäule kann betroffen sein oder in den nicht erkrankten Segmenten fehlen die Belastungsspuren komplett. Genauso kann es sich ganz einfach um Verletzungsfolgen oder strukturelle Skoliosen handeln oder es bildet sich ein Blockwirbel, der eine funktionelle Mehrbelastung der Nachbarsegmente mit sich bringt.

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