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In der Neurologie basiert die Diagnostik prinzipiell auf zwei wichtigen Grundbausteinen: Dies ist zum einen die Anamnese und zum anderen die klinische Untersuchung. Dabei liegt ein besonderer Fokus darauf, sämtliche Symptome und eventuelle Kombinationen zu erfassen und zu analysieren sowie anhand dieser Erkenntnisse eine sogenannte Arbeitsdiagnose zu formulieren. Im Anschluss daran wird das Ergebnis durch nochmalige Untersuchungen und gegebenenfalls mithilfe einer zusätzlichen technischen oder laborgestützten Diagnostik überprüft und so die besagte Arbeitsdiagnose gesichert oder ausgeschlossen.

Bezüglich neurologischer Krankheiten lassen sich die Beschwerden und Symptome auf nur wenige Leitsymptome beziehungsweise Gruppen beschränken. Anstelle einer Einteilung nach bestimmten Arten von Erkrankungen bilden genau diese Leitsymptome die Struktur des vorliegenden Buches. Aus klinischer Sicht werden Symptome beschrieben, in Frage kommende Diagnosen hinterfragt und verglichen. Darüber hinaus werden Arbeitsdiagnosen generiert und zusätzliche Diagnostik-Verfahren vorgeschlagen. Insofern ist dieses Buch sowohl für Medizinstudenten interessant, um in die Thematik einzusteigen und sich ein solides Grundwissen anzueignen. Es ist aber genauso ein hilfreiches Nachschlagewerk für erfahrene Allgemeinmediziner zur Analyse und Definition von Symptomen. Auch Neurologen können das Werk nutzen, um sich beispielsweise hinsichtlich ihrer diagnostischen Vorgehensweise abzusichern.

Der Inhalt des Buches gliedert sich in 15 Kapitel, die wie folgt betitelt sind, wobei die hier verwendete Reihenfolge der tatsächlichen entspricht: „Lähmungen und Bewegungsstörungen von Gesichts- und Kopfmuskeln“, „Akut aufgetretene Doppelbilder“, „Akute Sehstörungen – Beeinträchtigung von Visus und Gesichtsfeld, „Schmerz“, „Halbseitenlähmung“, „Querschnittsyndrome“, „Gangstörungen“, „Generalisierte Muskelschwäche“, „Lokalisierte Lähmungen an Extremitäten“, „Sensibilitätsstörungen“, „Anfälle“, „Bewegungsstörungen“, „Bewusstseinsstörungen und Koma“, „Schwindel“ und „Kognitive Störungen“. Ergänzend folgen abschließend einige Literaturhinweise sowie ein praktisches Sachverzeichnis.

Durch seine übersichtliche Strukturierung und den systematischen Aufbau vermittelt das Buch „Neurologische Leitsymptome und diagnostische Entscheidungen“ selbst komplizierte Inhalte auf verständliche Art und Weise. Jedes Leitsymptom wird ausführlich beschrieben und anhand klinischer Untersuchungen thematisch vertieft. Dabei werden Überlappungen verschiedener Leitsymptome sowie ein mögliches Vorgehen bei der Diagnostik und eventuell notwendige zusätzliche Schritte besprochen. Zudem wird hinterfragt, in welchen Situationen ein Notfall vorliegt und welche klinischen Diagnosen und Ursachen für die Erkrankung in Frage kommen. Besonderes Augenmerk liegt außerdem darauf, wie der Weg zur richtigen Diagnose aussehen kann oder sollte.

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