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Wird bei einem Patienten eine Gonarthrose festgestellt und soll diese durch bestimmte Belastungen im Beruf entstanden sein, so wird in der Regel ein medizinischer Gutachter zurate gezogen. Für eine Entscheidung, ob die Erkrankung als Berufskrankheit der Kategorie 2112 anerkannt wird oder nicht, muss der Mediziner nicht nur das Krankheitsbild an sich beurteilen, sondern in diesem Zusammenhang auch eventuell konkurrierende Ursachen ausschließen.

Als ebensolche Ursachen kommen beispielsweise Instabilitäten, Knorpelschäden und Inkongruenzen nach Kniegelenkstraumen, aber auch aseptische Knochennekrosen, posttraumatische Achsfehlstellungen oder Kniegelenksinfektionen infrage. Genauso gut kann es sich dabei um eine Polyarthrose beziehungsweise generalisierte Arthrose der großen Gelenke, eine Hämophilie oder eine Erkrankung des rheumatischen Formenkreises handeln. Aber auch eine Osteochondrosis dissecans sowie der Zustand nach der Entfernung eines Meniskus oder größeren Teilen hiervon kann dafür verantwortlich sein.

Andere konkurrierende Ursachenfaktoren, die aktuell nicht belegt werden können, sind isolierte Kreuzbandschäden, anlagebedingte Achsfehlstellungen wie O- oder X-Beine sowie eine Patella alta.

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