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Wie bei jeder Begutachtung einer eventuell vorliegenden Berufskrankheit, muss auch im Falle der Kategorie 2105 eine gründliche differentialdiagnostische Abgrenzung zu anderen möglichen Ursachen und Erkrankungen erfolgen.
Sind die Schleimbeutel an den Schultern, Ellenbogen oder Knien geschwollen und werden Patienten in genau diesen Arealen von entsprechenden Schmerzen geplagt, kann zum Beispiel auch eine Entzündung vorliegen, die durch Rheuma, Tuberkulose oder Gicht verursacht wurde. Genauso können derartige Druckschädigungen beispielsweise durch Exostosen entstehen oder die Folge einer Kontusion sein. Darüber hinaus kommen neben einer metastatischen Bursitis auch noch benigne Myome, Endotheliome oder Papillome infrage. Maligne Schleimbeutel-Tumore sind ebenfalls möglich, treten allerdings äußerst selten auf.
Alles in allem ist die Abgrenzung zu anderen Erkrankungen mit einem ähnlichen Krankheitsbild wie dem der BK 2105 aber relativ einfach durchführbar. Die Hyperkeratose des Hautmantels tritt nämlich nur bei einer „echten“ Berufskrankheit der Kategorie 2105 und ist somit ein eindeutiges Indiz dafür, dass genau diese Krankheit vorliegt.

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