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Die Kategorie BK 2101 in der Liste der Berufskrankheiten steht seit jeher für alle gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die an der Sehnenscheide, den Sehnen- und Muskelansätzen sowie dem Sehnengleitgewebe auftreten. Dabei müssen diese in einem Maß auftreten, dass die betroffene Person dazu zwingt, bestimmte als Auslöser infrage kommende Tätigkeiten dauerhaft zu unterlassen. Eine Berufskrankheit aus dieser Kategorie entsteht in den meisten Fällen im Bereich der oberen Extremitäten, genauer gesagt an den Unterarmen. Dies passiert vor allem dann, wenn die Anpassung an nicht gewohnte Arbeiten fehlt oder gestört ist beziehungsweise eine bestimmte einseitige Beanspruchung mechanischer Art über längere Zeit erfolgt. Beispielhaft zu nennen wäre hier der sogenannte Mausarm, wie er in Deutschland häufig genannt wird. Ähnliche Beschwerden werden in Australien als Repitive Strain Injury - kurz RSI - und in den USA als Cumulative Trauma Diaorders - abgekürzt CTD - bezeichnet. Solche Krankheiten gehen meist mit vielen verschiedenen Symptomen wie zum Beispiel Kopf- und Herz-, Zahn- und Kieferschmerzen sowie Muskelverhärtungen, Kraftschwund oder auch dem weit verbreiteten Karpaltunnelsyndrom einher. Problem bei diesen neuartigen Krankheitsbildern ist, dass validierte Diagnosen generell fehlen und es dazu keinerlei objektivierbare Befunde gibt. Somit ist aus wissenschaftlicher Sicht nicht nachgewiesen, dass solche Schäden durch repetitive Arbeitsabläufe entstehen. Zudem mildert es die Beschwerden oft kaum oder gar nicht, wenn Bewegungen ergonomischer gestaltet oder gewisse Tätigkeiten vermieden werden. Darüber hinaus können auch häufig psychosoziale oder psychische Faktoren verantwortlich für derartige Beschwerden sein, sodass diese Krankheiten offiziell nicht als Listenerkrankung gelten.

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