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Aus epidemiologischer Sicht gibt es hinsichtlich des Schulter-Arm-Syndroms oder auch Subacromialsyndroms (SAS) beziehungsweise der „Periarthritis humeroscapularis“ einige Fakten, die unumstritten sind. 

So ist die Inzidenz von Schulterbeschwerden generell offensichtlich erhöht. Dies ist in erster Linie eine Folge von repetitiven Arbeiten in Abduktion oder Flexion mit Werkzeugen, kann aber auch durch das Schieben oder Ziehen von Gewichten mit den Armen entstehen. Darüber hinaus gelten das Anheben von mittleren oder schweren Lasten über Schulter-Niveau, Über-Kopf-Arbeiten im Allgemeinen sowie eine Zwangshaltung mit erhobenen Armen als mögliche Ursachen. Somit gibt es einen unübersehbaren Trend hin zur Annahme, dass ein Zusammenhang zur beruflichen Exposition besteht. 

Nach heutigem Stand besteht zwar ein eindeutiger Anfangsverdacht, es ist jedoch noch einiges an Grundlagenforschung erforderlich, die ein zielgenaues Studiendesign bedarf. Neben der Definition der geeigneten beruflichen Belastungen sowie einer Aufklärung der mechanischen Genese der Degeneration, ist nämlich ebenfalls die Entwicklung eines gutachtlichen Algorithmus sowie die Ermittlung der genauen Dosis-Wirkung-Beziehung erforderlich. Somit ist aktuell noch keine Listenreife erreicht und deshalb auch noch keine entsprechende Anerkennung nach § 9 Absatz 2 SGB VII möglich.  

 

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