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Das Vorliegen eines Carpaltunnelsyndroms festzustellen, ist in der Regel recht einfach. Während der Druck im Handgelenk bei Normalstellung etwa 30 bis 40 mmHg beträgt, liegt er bei betroffenen Patienten bei einer Volarflexion zwischen 90 und 100 mmHg sowie bei einer Dorsalextension ungefähr zwischen 110 und 120 mmHg.

 Nicht möglich ist es jedoch normalerweise, über eine konkrete Dosis-Wirkungsbeziehung eine Abgrenzung zur schicksalshaften Verursachung herzuleiten. Dies hat vor allem damit zu tun, dass im Falle eines solchen Syndroms kein belastungskonformes Schadensbild auftritt. Am plausibelsten ist eine Verknüpfung dann, wenn zeitlich eine enge Beziehung zwischen dem Beginn der beruflich bedingten Exposition sowie dem erstmaligen Auftreten der Krankheitssymptome besteht. Epidemiologisch betrachtet ist eine solche Beurteilung allerdings trotzdem nicht gesichert.

 In den meisten Fällen ist übrigens keine Minderung der Erwerbsfähigkeit zu erwarten, die die betroffene Person als rentenfähig einstufen würde. Erst ein kompletter Medianausfall würde nämlich eine MdE von 25 % bewirken.

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