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Auch wenn eine Berufskrankheit der Kategorie 2105 vergleichsweise einfach zu diagnostizieren beziehungsweise zu begutachten ist, ist sie dennoch relativ schwierig zu therapieren. Werden allerdings alle für die Genesung notwendigen Maßnahmen konsequent und korrekt umgesetzt, sind die Heilungsaussichten wiederum sehr gut, da die Erkrankung dann in der Regel so gut wie folgenlos bleibt.
Zu diesen unumgänglichen Schritten gehört zunächst eine temporäre Ruhigstellung der geschädigten Region. Außerdem muss aufgrund der Infektionsgefahr unter aseptischen Kautelen eine Punktion erfolgen. Darüber hinaus wird normalerweise neben einer Instillation von Kortikoiden auch eine radikale Exstirpation vorgenommen.
Im Regelfall führt eine derartige therapeutische Behandlung also zu einer kompletten Sanierung. So liegt der Grad der Minderung der Erwerbsfähigkeit anschließend bei einem Wert von unter zehn Prozent und gilt damit als nicht messbar.
Im Ausnahmefall können im Heilverlauf allerdings auch Komplikationen auftreten, wie zum Beispiel bei einer Infektausbreitung in das Kniegelenk. Dann muss die Einschätzung der Minderung der Erwerbsfähigkeit nach der verbliebenen Funktionsstörung erfolgen, indem der Unfallgutachter sich an entsprechenden Erfahrungswerten orientiert.

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