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Besteht der Verdacht auf Vorliegen einer Berufskrankheit der Kategorie 2104, muss diesbezüglich eine konkrete Diagnostik erfolgen. Besonders leicht fällt die Diagnose natürlich dann, wenn gerade ein akuter Anfall auftritt. Andernfalls müssen bestimmte Tests und Untersuchungen durchgeführt werden. Generell ist eine Begutachtung eher zur kälteren Jahreszeit zu empfehlen, da ein Test während der wärmeren Monate unter Umständen zu falsch-negativen Ergebnissen führen kann.
So kann im Rahmen einer gutachterlichen Diagnostik mithilfe von kaltem Wasser zum Beispiel ein sogenannter Kälteprovokationstest angewandt werden. Nach zwei Minuten bei zwölf Grad Celsius erfolgt dann eine Fingerkuppen-Thermometrie, anhand derer die Wiedererwärmungszeit bestimmt wird, die entweder normal, mäßig oder stark verzögert ausfallen kann. Bei einer Pallästhesiometrie hingegen werden an den Fingerkuppen die Vibrationswahrnehmungsschwellen gemessen.
Zusätzlich müssen andere in Frage kommende Ursachen organischer Art ausgeschlossen werden. Hierfür wird beispielsweise eine Handdynamometrie, mit der man die Handmuskelkraft bewerten kann, oder eine Dopplersonographie der Aa. rad.+ulnaris unternommen. Darüber hinaus werden normalerweise auch diverse neurologische Untersuchungen wie NLG und EMG sowie solche zur taktilen Empfindlichkeit oder zur Vibrationswärmeempfindung durchgeführt.

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