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Medizinische Schulungen wurden in ihrer Wertigkeit häufig belächelt. Aber seit 2007 sind gute Studien zu dem Ergebnis gekommen, dass Schulungen einen hohen Stellenwert in der Evidenzbasierung haben.

Die Patientenschulung hat sich in den vergangenen dreißig Jahren zu einem wichtigen Baustein in der Medizin, insbesondere in der Rehabilitation entwickelt.

Neben der Diagnostik und Therapie stellt sie mittlerweile ein gleichrangiges Behandlungsmodul in allen Indikationsbereichen dar. Gut strukturierte, didaktisch ausgereifte, entsprechend evaluierte Schulungsprogramme entstanden zunächst für Diabetes mellitus. Bereits 1979 gründete die Europäische Diabetesgesellschaft EASD eine spezielle Arbeitsgruppe mit dem Ziel, Grundlagen, Strukturen und Probleme der Patientenschulung auf internationaler Ebene zu diskutieren (Bott 2000).

Verschiedene Arbeitsgruppen von verschiedenen Trägern haben Seminarprogramme und Schulungsprogramme entwickelt. So erschien als Überarbeitung und Erweiterung dieses Konzeptes des VdR 2000 die Seminarreihe „Aktiv gesundheitsfördernd“, 1995 von der BfA ein eigenes Konzept: „Gesundheitstraining in der medizinischen Rehabilitation“.

Im Januar 2003 wurde von der Arbeitsgruppe Gesundheitstraining der DRV Bund eine wesentlich erweiterte Version des Schulungskonzeptes „Gesundheitstraining in der medizinischen Rehabilitation“ herausgegeben und laut Rahmenkonzept zur Med. Rehabilitation in der gesetzlichen Rentenversicherung 2009 weiterentwickelt.

Das Gesundheitstraining „Gelenkerkrankung“ der DGOOC wurde 2002 von der Sektion Physikalische Medizin und Rehabilitation als integrativer Bestandteil einer stationären Rehabilitations- und Anschlussheilbehandlung neben dem Bereich Diagnostik und Therapie entwickelt, um das Selbstmanagement von Patienten im Umgang mit Gelenkerkrankungen während eines klinischen Aufenthaltes zu stärken.

In Anlehnung an diese Programme finden bei uns in den Kliniken auch entsprechende Schulungsprogramme in Kleingruppen statt. Unsere Intentionen der orthopädischen Schulungen sind:

 

•     Besserung der Gelenkbeweglichkeit und Muskelkraft

•     Schaffung eines flüssigen und koordinierten Gangbildes

•     Gangsicherheit, auch auf unebenem Gelände und Treppen

•     Rückgewinnung des Vertrauens in die körperliche Leistungsfähigkeit

•     Selbstmanagement und Verständnis im Umgang mit Gelenkerkrankungen

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