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Struktur-/Prozess-/Ergebnisqualität ist der Grad, in dem (je) ein Satz inhärenter Merkmale der Struktur, der Prozesse bzw. des (Behandlungs-) Ergebnisses Anforderungen erfüllt. Die international gebräuchliche Einteilung in Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität als "Ebenen der Qualitätsbeobachtung und -beurteilung im Gesundheitswesen" geht auf Donabedian zurück. Er unterscheidet Struktur, Prozess und Ergebnis.

 

Danach sind

Strukturqualität Rahmenbedingungen und das Umfeld für die rehabilitative Versorgung, personelle und materielle Ressourcen, organisatorische und finanzielle Gegebenheiten einschließlich der Zugangsmöglichkeiten für die Patienten,

Prozessqualität alle medizinischen/pflegerischen/therapeutischen Tätigkeiten, die zwischen Anbietern und Verbrauchern von Gesundheitsleistungen ablaufen,

Ergebnisqualität die dem medizinischen/pflegerischen/therapeutischen Handeln zuschreibbaren Veränderungen des Gesundheitszustandes der Patienten einschließlich der von diesem Veränderungen ausgehenden Wirkungen.

Ein Aspekt der Qualität der medizinischen Versorgung, der bestimmt wird durch die Rahmenbedingungen im Einzelfall und durch die politischen und ökonomischen Faktoren, unter denen Gesundheitsversorgung stattfindet (z. B. technische Ausstattung der Praxis, Zugangsmöglichkeiten für Patienten, Fähigkeiten des Praxispersonals, Genauigkeit der Datendokumentation, Ausbildungsstand des Arztes).

 

Strukturqualität benennt die Rahmenbedingungen, die notwendig sind, um die vereinbarte Leistung zur Teilhabe erbringen zu können. Zu den Strukturmerkmalen zählen insbesondere:

  • Vorhandensein eines Konzeptes,
  • räumliche und sächliche Ausstattung,
  • personelle Ausstattung,
  • Leistungsangebote,
  • Qualifikation, Aus-, Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter,
  • Einbindung in Versorgungsstrukturen einschließlich der Selbsthilfe,
  • interne Vernetzung (z.B. regelmäßige Teambesprechungen).

 

Prozessqualität bezieht sich auf die Planung, Strukturierung und den Ablauf der Leistungserbringung sowie die Beurteilung der sachgerechten Durchführung.

Insbesondere werden hierunter erfasst:

  • interdisziplinäre Feststellung des individuellen Rehabilitations-, Förder- bzw. Hilfebedarfs,
  • Vereinbarung individueller Rehabilitationsziele mit den Leistungsberechtigten,
  • Erstellung und Fortschreibung eines Rehabilitations-/Teilhabeplans unter Berücksichtigung der Rehabilitationsziele der jeweils notwendigen Leistungen,
  • sachgerechte Durchführung der Leistung,
  • Dokumentation und Bewertung des Verlaufs,
  • interdisziplinäre Zusammenarbeit in den Einrichtungen sowie einrichtungsübergreifend,
  • Kooperation mit den vor- und nachbehandelnden Einrichtungen, Diensten und der Selbsthilfe.

 

Ergebnisqualität bezieht sich darauf, in welchem Ausmaß die mit der Leistung angestrebten individuellen und generellen Ziele erreicht werden.

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