Aus Sicht der pathologischen Physiologie ist die Sachlage bei der Entstehung einer Berufskrankheit aus der Kategorie 2103 relativ eindeutig. Da gefährdete Arbeiter eine Art Kraftbogen mit dem Werkzeug bilden, wird zum einen ein starker Anpressdruck sowie durch den Griff eine immense Ankopplung beider Hände bewirkt. Zum anderen erfolgen durch den Rückstoß entsprechende Erschütterungen und tieffrequente Schwingungen. Wenn dabei nun das Hand-Arm-System unweigerlich mitschwingt, werden die Gelenke durch den andauernden Wechsel zwischen Zug und Druck enorm belastet und ständig sowohl gestaucht als auch gestreckt.
Was darauf letzten Endes folgt, sind beispielsweise Defizite wie Entzündungen, Knorpelabbau, Rissbildungen oder Verschmälerungen von Gelenkspalten. Aus diesen gesundheitlichen Beeinträchtigungen wiederum resultiert in der Regel eine Arthrose, bei der kaum bis gar nicht diagnostiziert werden kann, was ursprünglich deren Ursache war. Eine Belastungspezifität ist hier also grundsätzlich nicht möglich.

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