Empfehlungen für die Begutachtung von Berufskrankheiten
Generell gelten Empfehlungen im Medizinrecht als unverbindliche Vorschläge oder Ratschläge. Sie können aber gleichzeitig auch die übereinstimmende Meinung aller beteiligten Personen widerspiegeln. Im Bereich der Privaten Unfallversicherung gibt es seit 2009 beispielsweise die sogenannten Bemessungsempfehlungen für Unfallfolgen, welche regelmäßig überprüft sowie gegebenenfalls überarbeitet oder erweitert sowie an aktuelle Entwicklungen angepasst werden. Darüber hinaus haben die […]
Einwirkungskausalität vs. haftungsbegründende / haftungsausfüllende Kausalität
Der Begriff Einwirkungskausalität wird im Berufskrankheiten-Recht verwendet, genauer gesagt im Bereich der Gesetzlichen Unfallversicherung. Man versteht darunter den Zusammenhang zwischen einer versicherten Tätigkeit und der dadurch entstehenden, möglicherweise schädigenden Einwirkung auf den Körper. Ein typisches Beispiel hierfür ist, wenn aufgrund schweren Hebens ein Bandscheibenschaden entsteht. Von der haftungsbegründenden Kausalität dagegen spricht man im Zivilrecht, aber […]
Die Einwilligung von Patienten als Rechtfertigungsgrund
Laut Gesetz sind Ärzte generell dazu verpflichtet, vor jeder medizinischen Maßnahme die entsprechende Einwilligung der Patientin oder des Patienten einzuholen. Dies gilt vor allem dann, wenn ein Eingriff in deren oder dessen Gesundheit beziehungsweise in den Körper vorgesehen ist. Wurde keine Einwilligung erteilt oder hat der Behandler das Einholen derselbigen versäumt, begeht er Körperverletzung und […]
Einsichtsrecht von Patienten
Jede Patientin und jeder Patient hat laut Paragraf 630 g des Bürgerlichen Gesetzbuches ein sogenanntes Einsichtsrecht in seine Patientenakte. Behandelnde Ärzte müssen also jederzeit unverzüglich Einsicht in die betreffenden Behandlungsunterlagen gewähren, sofern dies gewünscht wird oder aus irgendeinem Grund notwendig ist. Genauso besteht darüber hinaus eine Herausgabepflicht, was bedeutet, dass auf Verlangen Abschriften oder Kopien […]
Bedeutung von Eigenbewegungen in der Unfallversicherung
Der Begriff Eigenbewegung bezieht sich auf durch eine Person selbst koordinierte und kontrollierte Bewegungen, die einzig und allein auf dem Willen des oder der Ausführenden beruhen. Es findet dabei kein Ereignis statt, wodurch von außen eine Einwirkung auf den Körper erfolgt. Entsteht durch eine solche Eigenbewegung also ein gesundheitlicher Schaden, so ist dieser laut Gesetzlicher […]
Ärztliche Dokumentation
Alle Ärztinnen und Ärzte in Deutschland sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Behandlungen ihrer Patientinnen und Patienten beziehungsweise deren Entwicklung ausreichend zu dokumentieren. Zur Dokumentation werden neben fotografischen und sprachlichen Belegen auch gegenständliche verwendet, die allesamt in einer geordneten Sammlung – der Patientenakte – aufbewahrt werden sollen. Zu den relevanten Maßnahmen und Ergebnissen zählen unter anderem […]
Dienstunfall – Definition und Bedeutung
Im Gegensatz zum Begriff Arbeitsunfall, der in der Gesetzlichen Unfallversicherung gebraucht wird, spricht man im Beamtenrecht (sowie im Zusammenhang mit dem Recht der Soldaten und dem Richterrecht) vom sogenannten Dienstunfall. Laut Beamtenversorgungsgesetz handelt es sich dabei sinngemäß um ein plötzlich während der und / oder durch die Dienstausübung eingetretenes Ereignis, das zeitlich und örtlich bestimmbar […]
Bedeutung von Distorsion in der ärztlichen Begutachtung
Der Begriff Distorsion hat seine Wurzeln im Lateinischen und bedeutet ursprünglich Verdrehung, Zerrung oder Verrenkung, wird allerdings nicht einheitlich hierfür benutzt. Während er manchmal nur pathomechanisch verwendet wird, und zwar beschreibend für den Ablauf beziehungsweise Hergang einer äußeren indirekten Krafteinwirkung, dient er im Bereich der Orthopädie und Unfallchirurgie als Beschreibung für die Diagnose. So werden […]
Dienstfähigkeit von Beamten
Der Begriff Dienstfähigkeit – auch Diensttauglichkeit genannt – wird üblicherweise vorwiegend im Beamtentum gebraucht und betrifft somit Beamte wie auch Soldaten und Richter. Er wird einerseits im Zusammenhang mit der Verbeamtung auf Lebenszeit verwendet, da die gesundheitliche Eignung der jeweiligen Person eine grundlegende Voraussetzung für die lebenslange Übernahme darstellt. Andererseits wird damit der geistige und […]
Relevanz der Deutschen Wirbelsäulenstudie
Die Deutsche Wirbelsäulenstudie – kurz DWS genannt – wurde bei ihrer Durchführung von der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) gefördert. Es handelte sich hierbei um eine sogenannte Fall-Kontroll-Studie, anhand derer das Mainz-Dortmunder-Dosismodell – abgekürzt MDD – weiterentwickelt werden sollte. Die Studie steht jedoch stark in der Kritik, unter anderem wegen einigen methodischen Mängeln. Sowohl die Ergebnisse […]
