Fall-Kontroll-Studien vs. Kohortenstudien
Im Zusammenhang mit Berufskrankheiten werden regelmäßig Studien durchgeführt, um herauszufinden, welche Risiken welche Krankheiten verursachen. Hierfür gibt es zwei unterschiedliche Verfahren. Bei der sogenannten Fall-Kontroll-Studie werden zwei Gruppen in einem bereits vergangenen Zeitraum untersucht. In einer Gruppe befinden sich die erkrankten Personen, also der „Fall“. Die andere Gruppe umfasst, zur „Kontrolle“, die gesunden Personen. Relevant […]
Definition von Fahrlässigkeit im Zivil- und Strafrecht
Der Begriff Fahrlässigkeit wird im Bürgerlichen Gesetzbuch so umschrieben, als dass sich eine Person fahrlässig verhält, sobald sie ihrer Sorgfaltspflicht, die bei der Teilnahme am Verkehr grundsätzlich erforderlich ist, nicht oder nicht ausreichend nachkommt. Allgemein spricht man von einer vorsätzlichen Tat, wen deren Folgen vom eigenen Willen eines Menschen umfasst sind. Im Zivilrecht bedeutet dies […]
Die Bedeutung von Evidenz in medizinischen Gutachten
Das Wort Evidenz wird von Medizinern und Juristen häufig im Zusammenhang mit der Gutachtenerstellung verwendet. Dies geschieht jedoch in unterschiedlichen Bereichen beziehungsweise mit abweichenden Bedeutungen: Ursprünglich stammt der Begriff aus dem Lateinischen und steht generell für einen offensichtlichen Sachverhalt, entspricht also in etwa der völligen Klarheit. Situationen und Umstände, die keiner zusätzlichen Erklärungen bedürfen, werden […]
EFL – Evaluation funktioneller Leistungsfähigkeit
Das ergonomische Assessment-Verfahren „EFL“ wurde in den 80er-Jahren von Susan Isernhagen in den USA entwickelt und anschließend von der SAR (Schweizer Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation) in Europa eingeführt. Sinn und Zweck dieses Bewertungssystems ist die Testung des Leistungsvermögens von einzelnen Personen in Bezug auf die entsprechenden Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt. Hierfür werden den Probanden in speziellen […]
Die völlige Erwerbsunfähigkeit – Definition, Verwendung und Abgrenzung
Der Begriff Erwerbsunfähigkeit an sich wurde bis zum Jahr 2001 im Bereich der Gesetzlichen Rentenversicherung verwendet und anschließend durch die Bezeichnung Erwerbsminderung ersetzt. Bei privaten Versicherungsunternehmern lässt sich allerdings auch heute noch eine sogenannte Erwerbsunfähigkeitsversicherung abschließen. Spricht man dagegen von der völligen Erwerbsunfähigkeit, ist damit ein Rechtsbegriff der Gesetzlichen Unfallversicherung gemeint. Dabei wird für eine […]
Erwerbsminderung
Um von der Gesetzlichen Rentenversicherung eine Rentenzahlung beziehen zu können, bevor man die entsprechende gesetzlich vorgegebene Altersgrenze erreicht hat, ist die sogenannte Erwerbsminderung absolut elementar. Voraussetzungen hierfür sind Funktionseinbußen, die durch einen Unfall, ein Gebrechen oder eine Krankheit entstanden sind und die länger als ein halbes Jahr andauern beziehungsweise deren Ende nicht absehbar ist. Zudem […]
Erstbemessung – Begriffsdefinition und Rahmenbedingungen
Bei dem Wort Erstbemessung handelt es sich um einen Rechtsbegriff, der im Bereich der Privaten Unfallversicherung zum Einsatz kommt. Er wird dann gebraucht, wenn es um eine erste Festlegung des Invaliditätsgrades geht. Dies passiert, sobald sich die beiden betroffenen Parteien geeinigt haben oder der individuelle Anspruch auf die geforderte Versicherungsleistung anerkannt wurde. Der Grad der […]
Über das Ermittlungsrecht des ärztlichen Gutachters
Wenn es im Rahmen einer Gutachtenerstellung um einen Sachverhalt geht, der keinerlei medizinischen Hintergrund hat, dann verfügt der Arzt in seiner Rolle als Gutachter über kein eigenes Ermittlungsrecht. Als nicht-medizinische Tatsachen bezeichnet man dabei in erster Linie alles, was mit dem Ablauf beziehungsweise Hergang zu tun hat. Diese Tatsachen müssen normalerweise ausdrücklich vom jeweiligen Auftraggeber […]
Das äußere Ereignis im ärztlichen Gutachten
Äußert sich ein Arzt im Rahmen der Begutachtung zu einem „äußeren Ereignis“, geht es in diesem Zusammenhang meist um einen koordinierten alltäglichen Ablauf, der durch einen ungeplanten externen Störfaktor beeinflusst wird. Der Begriff Ereignis stammt ursprünglich von dem althochdeutschen Wort „irougen“ beziehungsweise dem neuhochdeutschen „Eräugen“ ab, was beides so viel bedeutet wie „vor Augen stellen“. […]
Das Soziale Entschädigungsrecht
Das SER (Soziales Entschädigungsrecht) ist Teil des Sozialrechts und sorgt auf Grundlage der Versorgungsmedizinischen Grundsätze für eine Entschädigung gemäß dem GdS (Grad der Schädigungsfolgen). Um diese zu erhalten, muss die oder der Geschädigte einen entsprechenden Antrag stellen, auf welchen hin anhand der Beweisregeln des Sozialrechts und der Kausalitätstheorie entschieden wird. Basierend auf dem Opfergedanken werden […]
