Die primäre Meniskopathie als anerkannte Berufskrankheit
Laut Berufskrankheitenverordnung zählt ein Meniskusschaden offiziell zu den anerkannten Berufskrankheiten, die auch auf eben dieser Liste vermerkt sind. Dies gilt allerdings nur für die primäre, nicht aber für die sekundäre Meniskopathie. Grundsätzlich werden jegliche krankhafte beziehungsweise verschleißbedingte Veränderungen am Meniskus unter dem Begriff Meniskopathien zusammengefasst. Dabei handelt es sich bei der primären Art nicht nur […]
Berufskrankheiten der Kategorie 2102: Definition und Entstehung von Meniskusschäden
Unter die Bezeichnung Berufskrankheit Nummer 2102 fallen üblicherweise alle Schäden, die am Meniskus auftreten. Diese müssen durch Tätigkeiten entstehen, die zum einen überdurchschnittlich belastend sind sowie über mehrere Jahre hinweg oder mit einer Vielzahl an Wiederholungen auf die Kniegelenke einwirken. Dabei ist die Mindestdauer der Belastung genau definiert: Über ein Drittel der Arbeitsschicht oder mehr […]
Neue Krankheitsbilder aus der Kategorie BK 2101
Die Kategorie BK 2101 in der Liste der Berufskrankheiten steht seit jeher für alle gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die an der Sehnenscheide, den Sehnen- und Muskelansätzen sowie dem Sehnengleitgewebe auftreten. Dabei müssen diese in einem Maß auftreten, dass die betroffene Person dazu zwingt, bestimmte als Auslöser infrage kommende Tätigkeiten dauerhaft zu unterlassen. Eine Berufskrankheit aus dieser Kategorie […]
Feststellung des Krankheitsbildes im Falle einer BK 2101 durch einen Gutachter für Berufskrankheiten
Zieht ein Gutachter bei der Beurteilung eines Krankheitsbildes in Erwägung, dass es sich dabei um eine Berufskrankheit aus der Kategorie mit der Nummer 2101 handeln könnte, sind nachfolgende Punkte zu prüfen. So gelten bestimmte arbeitstechnische Voraussetzungen, die ausschlaggebend dafür sind, dass eine solche Erkrankung überhaupt erst entsteht. Werden die Bewegungsabläufe analysiert, muss beispielsweise festgestellt werden, […]
Listenerkrankungen und Differenzialdiagnosen bei der Begutachtung von Berufskrankheiten am Beispiel der BK 2101
Wird ein Gutachter damit beauftragt, einen Fall von berufsbedingter Erkrankung zu überprüfen, geht er in der Regel zuallererst der Frage nach, ob es sich bei dem vorliegenden Krankheitsbild um eine sogenannte Listenerkrankung handeln könnte. Ist die Sachlage unklar und die Symptome nicht eindeutig, werden gegebenenfalls Differenzialdiagnosen gestellt, also ähnlich ausfallende Krankheitsbilder gegenübergestellt. Beschwerden, die unter […]
Das Laarmann-Modell von 1977: Berufskrankheiten aus Sicht der Pathophysiologie
Die Ansichten und Definitionen der pathologischen Physiologie bezüglich der Entstehung von Berufskrankheiten und deren Ausprägung decken sich nicht immer mit der politischen beziehungsweise juristischen Betrachtungsweise. So hat Alois Laarmann, damals Chefarzt und Autor einiger Fachbücher, im Jahr 1977 ein Modell ins Leben gerufen, nach welchem eine Berufskrankheit als Anpassungsstörung eingestuft wird. Seiner Ansicht nach könnte […]
Die Entwicklung der Berufskrankheiten-Verordnung bis zum Jahr 1977
Nachdem in einer späteren Version der Verordnung für Berufskrankheiten aus dem Jahr 1961 noch generell von der zwingenden Aufgabe einer beruflichen Tätigkeit durch Erkrankung die Rede war, wurde auch im Jahr 1963 bezüglich der Auslöser lediglich allgemein von ungewohnten Arbeiten gesprochen, bei denen die notwendige Anpassung fehlt oder gestört ist. Dabei gab es weiterhin keinerlei […]
Kritik an der Berufskrankheiten-Verordnung der frühen 50er Jahre
An der Verordnung bezüglich Berufskrankheiten aus den frühen 50ern wurde vieles bemängelt. Auch von Seiten F. Reischauer hagelte es damals jede Menge Kritik. So kreidete er beispielsweise an, dass zum Zeitpunkt der Ausarbeitung keinerlei Statistiken vorlagen, auf denen das Ganze basierte, und des Weiteren jegliche Grundlagenforschung fehlte. Außerdem war er der Meinung, dass durch diese […]
Vorschriften zu Berufskrankheiten zwischen 1950 und 1952 in DDR und BRD
Im Jahr 150 wurden in den Vorschriften zu Berufskrankheiten der DDR folgende gesundheitliche Schäden festgehalten: Neben Ermüdungsbrüchen und beschädigten Schleimbeuteln, körperlichen Beeinträchtigungen durch die Erschütterung von Pressluftwerkzeugen sowie Krankheiten aufgrund von Tätigkeiten in Druckluft, wurden dort auch chronische Defizite an Muskel- und Sehnenansätzen, Menisken und Bandscheiben sowie den Sehnenscheiden aufgeführt. Hierzu lagen zwar keinerlei wissenschaftliche […]
Geschichtlicher Hintergrund von orthopädisch-chirurgischen Berufskrankheiten
Bereits im Jahr 1913 wurde in der damals gerade verabschiedeten Reichsversicherungsordnung festgelegt, dass die Unfallversicherung im Falle einer Verordnung durch die Reichsregierung auf spezielle Berufskrankheiten, die gewerblich bedingt sind, erweitert werden kann. Die RVO bildete in Deutschland bis 1992 die Grundlage des Sozialrechts. Ab 1975 wurde sie allerdings nach und nach vom Sozialgesetzbuch abgelöst wurde. […]
