Abwägungskriterien zu Ursachen der BK 2112

Liegen bei der Begutachtung einer möglichen BK 2112 konkurrierende Ursachen vor, die ebenfalls aus Auslöser der Erkrankung angesehen werden können, muss der Sachverhalt anhand bestimmter Kriterien abgewogen werden. So wird zum Beispiel untersucht, wie stark die jeweilige Prägonarthrose ausgeprägt ist. Sind erworbene Veränderungen wie beispielsweise die Folgen von Verletzungen erkennbar, sollte außerdem unbedingt abgeklärt werden, […]

Konkurrierende Ursachen einer Gonarthrose

Wird bei einem Patienten eine Gonarthrose festgestellt und soll diese durch bestimmte Belastungen im Beruf entstanden sein, so wird in der Regel ein medizinischer Gutachter zurate gezogen. Für eine Entscheidung, ob die Erkrankung als Berufskrankheit der Kategorie 2112 anerkannt wird oder nicht, muss der Mediziner nicht nur das Krankheitsbild an sich beurteilen, sondern in diesem […]

Konsens zu zeitlichem Verlauf und Seitenverteilung bei der BK 2112

Wenn es um die Entstehung der Berufskrankheit Nr. 2112 geht, so ist man sich bezüglich des zeitlichen Verlaufs relativ einig. So muss zum Beispiel einer Erkrankung mit Grad 2 (nach Kellgren) oder höher eine entsprechend hohe berufliche Belastung vorausgegangen sein, die einer Einwirkung von mindestens 13.000 Stunden entspricht. Tritt die Arthrose dieses Ausmaßes bereits vor […]

Besonderheiten bei der Begutachtung einer BK 2112

Ist ein Gutachter damit beauftragt, eine Berufskrankheit der Kategorie 2112 zu beurteilen, gibt es dabei einige Besonderheiten zu beachten. So muss beispielsweise die Gonarthrose derartig stark sein, dass sie das alterstypische Ausmaß eindeutig übersteigt, also nach Kellgren mindestens Grad 2 aufweist. Alternativ dazu müssen entsprechend ausgeprägte Knorpelschäden feststellbar sein. Dazu gehört, dass bei einer Berufskrankheit […]

Bewertung von Knorpelschäden bei Feststellung einer BK 2112

Kann bei Vorliegen einer Berufskrankheit der Kategorie 2112 durch die Untersuchung per Tasthaken keine eindeutige Zuordnung der vorliegenden Knorpelschäden zu Grad 2 oder 3 erfolgen, gibt es für den Arthroskopeur mehrere Optionen zur weiteren Vorgehensweise. Neben der Untersuchung per MRT sowie der Möglichkeit zur Verlaufsbeobachtung mit später anschließender Nachbegutachtung, gibt es einen dritten Lösungsansatz. So […]

Die arthroskopische Klassifikation von Knorpelschäden bei einer BK 2112

Gemäß der arthroskopischen Klassifikation von Knorpelschäden bei Vorliegen einer Berufskrankheit der Kategorie 2112, die im Jahr 2003 durch die International Cartilage Repair Society (kurz IRCS) veröffentlicht wurde, erfolgt eine Einteilung der Erkrankung in vier Stufen. Während bei Grad 1 die Knorpeloberfläche noch weich ist, findet man bei Grad 2 eine aufgeraute Oberfläche vor. Bei Grad […]

Konsens bezüglich Knorpelschäden im Falle einer BK 2112

Ähnlich wie beim Thema Gelenkspaltverschmälerungen ist man sich in Sachen Knorpelschäden, die im Zusammenhang mit einer Berufskrankheit der Kategorie 2112 auftreten, weitestgehend einig. So zeigen sich bei Aufnahmen mittels MRT eindeutige Abstufungen, die zusammengefasst in folgende fünf verschiedene Stufen unterteilt werden: Bei Grad 0 sind keinerlei Veränderungen sichtbar, sodass dieser als „normal“ bezeichnet wird. Beim […]

Konsens bezüglich Gelenkspalt-Verschmälerungen bei der BK 2112

Auch wenn es aus den verschiedenen Forschungsbereichen teils stark divergierende Ansichten zur Entstehung einer Berufskrankheit der Kategorie 2112 gibt, so stimmen die Meinungen hinsichtlich einiger Punkte doch eindeutig überein. Betrachtet man zum Beispiel die Erfahrungswerte und Beurteilungen zum Thema Gelenkspaltverschmälerung, werden als Basis die Normwerte nach Lanyon aus dem Jahr 1998 verwendet. Hierfür wurden mithilfe […]

Fazit: Pathophysiologische und biomechanische Beurteilung der BK 2112

Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass die Meinungen der Pathophysiologie und der Biomechanik bezüglich der Gründe für die Entstehung einer Berufskrankheit der Kategorie 2112 teilweise stark auseinandergehen. Vor allem die pathophysiologischen Vermutungen hinsichtlich der erhöhten Druckkraft als Ursache werden durch die Erkenntnisse aus der Biomechanik beim Knie-Hauptgelenk überhaupt nicht und im Falle des Patellofemoral-Gelenks nur teilweise […]

Die BK 2112 aus Sicht von Pathophysiologie und Biomechanik

Betrachtet man die Berufskrankheit der Kategorie 2112 aus dem pathopysiologischen Blickwinkel, so gibt es zeitlich versetzt unterschiedlich ausfallende wissenschaftliche Begründungen für deren Entstehung. 2005 sah man als Ursache dafür an, dass Arbeiten im Hocken, Kriechen, Knien oder Feriensitz die Druckkraft auf den Gelenkflächen beziehungsweise in den Knorpeln im Tibiofemoral- sowie im Retropatellar-Gelenk erhöht. Zwei Jahre […]