Das Mainz-Dortmunder Dosismodell

Bei der Berufskrankheit mit der Nummer 2108 handelt es sich um eine Erkrankung im Bereich der Lendenwirbelsäule, bei der die Bandscheiben betroffen sind. Um die arbeitstechnischen beziehungsweise beruflichen Voraussetzungen für diese Krankheit zu ermitteln, wurde 1999 eine Methode zu deren Berechnung veröffentlicht, die unter dem Namen Mainz-Dortmunder-Dosismodell — kurz MDD — bekannt ist. Diese funktioniert […]

Die Lohmüller`sche Formel

Theoretisch gäbe es, sofern bereits ein Vorschaden besteht, eine mathematische Formel für die Berechnung des Grades der Minderung der Erwerbsfähigkeit. Praktisch ist es jedoch so, dass das Bundessozialgericht generell kein mathematisches Errechnen, wie dies hier der Fall wäre, für die MdE-Einschätzung zulässt. Die Lohmüller`sche Formel sieht folgende Berechnung vor: X= [(y-z) x 100] : a […]

Zur Aktualität und Evidenz von Leitlinien

Eine Leitlinie muss stets dem neuesten Stand entsprechen, damit diese tatsächlich als verlässliche Entscheidungshilfe verwendet werden kann. Spätestens zum individuellen Verfallsdatum müssen ihre Inhalte aktualisiert werden, wie es die AWMF vorschreibt. Ist eine Leitlinie nicht aktuell, darf oder muss ausnahmsweise von ihr abgewichen werden. Das Maß ihrer Nachweisbarkeit oder auch Evidenz wird ebenfalls an der […]

Leitlinien als Fachbegriff der ärztlichen Begutachtung

Der Begriff „Leitlinien“ entstammt dem Medizinrecht. Es handelt sich dabei um Entscheidungshilfen für Ärzte, wenn es darum geht, bei bestimmten gesundheitsbedingten Problemen angemessen vorzugehen. Diese werden von Expertengruppen systematisch entwickelt, durch eine wissenschaftliche Begründung belegt und sollen praxisorientiert formuliert sein. Die zuständigen Experten werden meistens durch eine medizinische Fachgesellschaft beauftragt, beziehungsweise handeln in deren Einvernehmen. […]

Leistungsfähigkeit vs. Leistungsvermögen

Die beiden Begriffe Leistungsfähigkeit und Leistungsvermögen erscheinen auf den ersten Blick wie Synonyme, sind im Rahmen der ärztlichen Gutachtenerstellung jedoch keinesfalls als solche zu gebrauchen. Während es sich bei dem erstgenannten um einen unbestimmten Rechtsbegriff handelt, stammt der zweite Begriff aus dem Bereich der Berufsunfähigkeits- sowie der Gesetzlichen Rentenversicherung (abgekürzt: BUV und GRV): Leistungsfähigkeit: Damit […]

Leistungsfall

Bei dem Wort Leistungsfall handelt es sich um einen Fachbegriff aus dem Versicherungsrecht, der die Einwirkung oder das Ereignis beschreibt, wodurch ein Dritter zur Leistungserbringung verpflichtet wird. Normalerweise ist der Zeitpunkt von Leistungsfall und Versicherungsfall ein und derselbe, aber trotzdem sind beide separat zu betrachten. Grundsätzlich ist der Versicherungsfall die Voraussetzung dafür, dass der Leistungsfall […]

Das Leistungsbild als Bestandteil von Gutachten

Der Begriff „Leistungsbild“ steht für die Belastbarkeit einer versicherten Person bezüglich einer passenden beruflichen Tätigkeit, und zwar sowohl in psychischer als auch in physischer Hinsicht. Besonders im Rahmen von Wiedereingliederungsmaßnahmen oder in einer Phase der Umorientierung spielt das Leistungsbild eine wichtige Rolle — das positive üblicherweise mehr als das negative. Erstellt wird diese auf der […]

Übernahme von Kosten + Haftung bei einer Lebendspende

Erklärt sich jemand dazu bereit, über eine Lebendspende einer ihm nahestehenden Person ein Organ zur Verfügung zu stellen, ist gesetzlich klar geregelt, wer die dadurch entstehenden Kosten übernimmt: Die Krankenkasse des jeweiligen Empfängers übernimmt sämtliche ärztliche Kosten für Behandlungen des Spenders oder der Spenderin, die regelhaft verlaufen. Genauso tritt sie für ihre oder seine Ansprüche […]

Rahmenbedingungen für die Lebendspende von Organen

In Deutschland bildet das sogenannte Transplantationsgesetz (kurz: TPG) die gesetzliche Grundlage für die Lebendspende von Gewebe oder eines Organs, mit dem Ziel, dieses auf eine andere Person zu übertragen. Organe, die für eine Lebendspende infrage kommen, sind beispielsweise Teile der Leber oder eine Niere sowie andere Organe, die nicht dazu in der Lage sind, sich […]

Definition: Dienstlich bedingte Krankheiten

Unter einer dienstlich bedingten Erkrankung eines Beamten oder einer Beamtin versteht man auch eine dienstlich erworbene Krankheit, womit diese – analog zu den Berufskrankheiten der Gesetzlichen Unfallversicherung – quasi einem Dienstunfall gleichgestellt werden kann. Gemäß § 31 Absatz 3 des Beamtenversorgungsgesetzes – kurz BeamtVG – gelten in diesem Zusammenhang die dort formulierten Regelungen. Darüber hinaus […]