Die Merkzeichen „H“ und „RF“
Das Merkzeichen „H“ steht im Schwerbehinderten-Ausweis für den Begriff „Hilflosigkeit“. Als hilflos gilt eine Person dann, wenn diese permanent beziehungsweise in ständiger Wiederholung Hilfe anderer Menschen benötigt, um ihre täglichen, existenziellen Erledigungen bewerkstelligen zu können. Als Ausgleich für die benachteiligte Lage erhalten Betroffene neben steuerlichen Vorteilen und Befreiungen zusätzlich Behinderten-Parkausweise, freie Fahrt im ÖPNV sowie […]
Die Merkzeichen „aG“ und „B“
Das Merkzeichen mit dem Kürzel „aG“ ist eines der neun Merkzeichen, die bei betroffenen Personen entsprechend im Schwerbehindertenausweis vermerkt werden. Es steht für eine sogenannte „außergewöhnliche Gehbehinderung“. Damit sind schwerbehinderte Personen gemeint, welche unter einer dauerhaften Einschränkung leiden, aufgrund derer sie sich außerhalb eines Fahrzeugs ohne fremde Hilfe kaum fortbewegen können. Nach dem Zurücklegen kurzer […]
Die Merkzeichen „dE“ und „G“
Es gibt neun verschiedene Merkzeichen, die bei Erfüllung der jeweiligen Voraussetzungen im Schwerbehindertenausweis eingetragen werden. „dE“ und „G“ sind zwei Merkzeichen, die sich vorwiegend auf körperliche Beeinträchtigungen beziehen, mit denen eine eingeschränkte Mobilität einhergeht. „dE“ steht hier für die „dauernde Einbuße der körperlichen Beweglichkeit“. Auch wenn der Ausdruck weit gesteckt ist, sind die betroffenen Personen […]
Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis
Als schwerbehindert werden Menschen bezeichnet, die mindestens über einen Grad der Behinderung — kurz: GdB — von 50 verfügen. Die Feststellung des selbigen muss zunächst beim zuständigen Amt beantragt werden. Nach Vergabe des GdB erhält die betroffene Person einen Schwerbehinderten-Ausweis. In diesem werden gegebenenfalls bestimmte gesundheitliche Merkmale eingetragen, sofern vorhanden, und zwar in Form von […]
Herrschende Meinung = ärztlicher Standard
Zwei völlig unterschiedliche Begrifflichkeiten aus dem juristischen und medizinischen Kontext, die im Endeffekt dasselbe bedeuten, sind die sogenannte „herrschende Meinung“ und der „ärztliche Standard“. Letzteres entspricht dem Erstgenannten unter anderem deshalb, da sich beide am jeweils aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand (unter anderem aus Publikationen, Merkblättern oder Leitlinien) orientieren, der wiederum einem äußerst hohen Maß an Anforderungen […]
MDK — Entstehung + Zuständigkeit
Die Abkürzung MDK steht für den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung, welchen es in dieser Form seit dem Jahr 1989 gibt. Er löste damals den VäD, den Vertrauensärztlichen Dienst ab, der 1934 mit der Intention gegründet wurde, Arbeitsunfähigkeit kontrollieren zu können. In diesem Zug fand auch eine Neuorganisation statt, sodass der Aufgabenbereich seitdem gemäß den Paragrafen […]
Medikamentenspiegel als Kriterium in medizinischen Gutachten
Über die Laborkontrolle kann ein bestimmtes Medikament im Blut, im Urin oder in beidem nachgewiesen werden und es können Rückschlüsse auf die eingenommene Menge sowie damit zusammenhängende Beeinträchtigungen gezogen werden. Die Bestimmung erfolgt dabei anhand eines chromatographischen Verfahrens, also entweder durch eine HPLC (ausgeschrieben: high performance liquid chromatography; übersetzt: Hochleistungsflüssigkeitschromatographie) oder mithilfe einer Gas-Chromatographie. Gemäß […]
Erfahrungswerte zur Minderung der Erwerbsfähigkeit
Bei den sogenannten MdE-Erfahrungswerten handelt es sich um ein Tabellen-Werk der GUV. Der Beginn seiner Entwicklung geht bis ins Jahr 1884 zurück, als es aus einzelnen Entscheidungen des RVA (Reichsversicherungsamt) heraus entstanden ist. Aufgrund des langen Bestehens und da der Kern im Wesentlichen gleichgeblieben ist, werden die darin enthaltenen Werte mittlerweile nach und nach überprüft, […]
Die rentenberechtigende MdE
Liegt mehr als 26 Wochen nach einem Versicherungsfall eine Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 20 Prozent vor, bildet dies in der Gesetzlichen Unfallversicherung die Voraussetzung für den Erhalt einer Rente beziehungsweise rentenberechtigten Entschädigung. Lediglich bei Vorliegen eines Stützrenten-Tatbestands wird laut den gesetzlichen Vorgaben auch eine MdE unter diesem Prozentsatz akzeptiert. Der Begriff Stützrente steht für […]
Minderung der Erwerbsfähigkeit — Bedeutung + Berechnung
Die Minderung der Erwerbsfähigkeit — kurz MdE genannt — ist ein Rechtsbegriff, der sowohl im Dienstunfallrecht als auch in der GUV (Gesetzlichen Unfallversicherung) Verwendung findet. Es handelt sich dabei um den Prozentsatz, anhand dessen entweder der Unfallausgleich oder die Höhe der Rentenleistung berechnet wird. Früher kam die MdE auch im SER (Soziales Entschädigungsrecht) zum Einsatz. […]
