Headline zweiter Instanz

Suchfunktion:

Abduktion ist die Seitwärtsführung, bzw. Abspreizung eines Körperteils von der Körperlängsachse oder von der Gliedmaßenlängsachse in einem Gelenk.

Abduktionsbehinderung ist die mechanische Behinderung einer Abspreizbewegung (Abduktionsbewegung).

Abduktionsinnenrotationsorthese bezeichnet eine Orthese (medizinisches Hilfsmittel, das zur Unterstützung von eingeschränkt funktionstüchtigen Körperteilen zum Einsatz gebracht wird), die das Hüftgelenk in Abduktion (Abspreizung) und Innenrotation (Drehbewegung nach Innen) fixiert.

Abduktionskeil ist ein Keil der das Hüftgelenk in Abduktion (Seitwärtsführung) fixiert.

Abnutzungserkrankung, auch Verschleißerkrankung/ Abnutzung / Alterung von Zellen dadurch entstandene Erkrankungen z. B. Arthrose.

Abriß eines kleinen Knochenstücks durch den Zug der daran befestigter Sehnen und Bänder.

Absolute Immobilisation ist die absolute Bewegungsunfähigkeit, bzw. -verbot aufgrund von Erkrankungen.

Die Achillessehne (Tendo calcaneus oder Tendo Achillis) ist die gemeinsame Endsehne des dreiköpfigen Wadenmuskels (Musculus triceps surae), bestehend aus dem zweiköpfigen Waden- (Musculus gastrocnemius) und dem Schollenmuskel (Musculus soleus), zur Ferse.

Achselstütze bezeichnet eine Gehstütze die bis unter die Achselhöhe des Patienten geht.

Achsenabweichung ist eine Abweichung von der normalen anatomischen Achse im Knochen- oder Gelenkbereich.

Adduktion = heranführen eines Körperteils an die Körperlängsachse oder Gliedmaßenlängsachse

Mit dem Begriff Anschluss-Rehabilitation, früher als Anschluss-Heilbehandlung bezeichnet, wird ein besonderes Verfahren der Renten- und Krankenversicherung zur Einleitung und Durchführung von ambulanten und / oder stationären Leistungen zur medizinischen Rehabilitation im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt gekennzeichnet. Der Zeitraum zwischen der Akutbehandlung und AHB sollte in der Regel bis zu 14 Tage nach Entlassung aus dem Krankenhaus sein (www.deutsche-rentenversicherung.de).

Aktiveinlage - Einlage für den Schuh bei der die Muskulatur sensomotorisch stimuliert wird

Aktivitäten des täglichen Lebens oder ATL oder ADL ist ein Fachbegriff für Aktivitäten, die sich auf die täglichen Verrichtungen des Menschen beziehen und sich aus Grundbedürfnissen ableiten. Hierzu gehört z. B. Essen, Baden, Körperpflege, An- und Auskleiden, Harn- und Stuhlkontrolle, Toilettenbenutzung, Bett- und Stuhltransfer, Mobilität, Treppensteigen.

Aktivspreizhöschen bezeichnet eine Trägerhose zur funktionellen Abspreizbehandlung der angeborenen Hüftdysplasie.

Die klassische Nadelakupunktur ist ein Teil der Jahrtausende alten traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Neben dem Einsatz heilender Kräuter, diätetischer Maßnahmen, spezieller Massagetechniken und Einflussnahme auf Lebensgewohnheiten ist der Einsatz von Nadelstichen (Akupunktur) und Wärme (Moxibustion) an bestimmten Punkten der Haut (Akupunktur-Punkte) ein wichtiger Therapieteil.

Das Krankheitsverständnis entsteht in der TCM aus einer ganzheitlichen Betrachtung und Untersuchung. Dabei spielen vor allem die Puls- und Zungendiagnostik, aber auch eine umfassende Erhebung der Krankheitsgeschichte mit allen Begleitumständen eine bedeutende Rolle.

Die "Krankheit" entsteht danach aus einer Störung der im Körper fließenden "Lebensenergie Qi" (gesprochen "Tschi").Diese Energie hat verschiedenen Ursprung (angeborenes Qi, Ernährungs-Qi, Atem-Qi, Himmels- und Erd-Qi u.a.). Beeinflusst wird die Energie von vielen Faktoren und dem Wandel in der Umwelt ("Tao"). Neben dem Tao und dem Qi ist als dritter Pfeiler der chinesischen Naturphilosophie das Yin und Yang von großer Bedeutung. Diese bedeuten eine gleichzeitige Existenz von polaren Gegenspielern, z.B. kalt und heiß, hell und dunkel, Mann und Frau, innen und außen, aktiv und passiv usw.

Die Lebensenergie Qi fließt in dem menschlichen Körper in bestimmten Bahnen ("Meridiane") großteils an der ganzen Körperoberfläche. Es bestehen teilweise Verbindungen der Meridiane untereinander und auch mit inneren Organen, die aber in der TCM manchmal eine etwas andere funktionelle Bedeutung haben wie in der Schulmedizin. "Lebensenergie Qi"

Auf den Meridianen liegen die meisten der Akupunkturpunkte (ca. 672). Zusätzliche Akupunkturpunkte existieren vor allem am Ohr, dem Kopf und den Händen. Mit Stimulation oder Beruhigung mittels Nadelstich, Erwärmung oder auch Druck bestimmter, dem Krankheitsbild entsprechender ausgewählter Punkte, kann der Qi-Energiefluss reguliert werden. Damit lässt sich eine Vielzahl von Krankheitsbildern, Schmerzsyndromen oder Funktionsstörungen positiv beeinflussen, oft sogar ganz heilen innerhalb weniger Sitzungen.

Die Akupunktur und Moxibustion ist bis auf seltene leichte Kreislaufreaktionen und sehr seltene Einstich-Entzündungen nebenwirkungsfrei. Die Nadeln sind nicht medikamentenbeschichtet, sehr spitz (kaum schmerzend) und als Einmalnadeln steril.

Akuter Schiefhals / Nackensteife: Zwangshaltung der Halswirbelsäule durch muskulären Hartspann.

Bezeichnet aus volkswirtschaftlicher Sicht das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften. Unterschieden nach dem ersten Arbeitsmarkt, der den betriebswirtschaftlich begründeten Bedarf nach Arbeitskräften von Unternehmen mit einer Nachfrage geeigneter freier Arbeitskräfte zusammenführt und einen zweiten Arbeitsmarkt, der über arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zusätzlich Anreize für Arbeitgeber schafft, Arbeitsplätze anzubieten, um damit einen Marktausgleich von Angebot und Nachfrage herbeizuführen.

Amputation/Gliedmaßenverlust: Angeborener oder auch erworbener Verlust einer Extremität oder eines Teiles einer Extremität

Festgelegtes Erfordernis oder üblicherweise vorausgesetzte Erwartung an ein Produkt oder eine Dienstleistung; „üblicherweise vorausgesetzt“ bezieht sich auf das gesellschaftliche Umfeld. Anforderungen sind aus der Sicht des Kunden formuliert und können von verschiedenen Interessengruppen aufgestellt werden, deren Vorstellungen einander widersprechen dürfen.

Dieser Begriff ist annähernd synonym zur AHB. Sie sollte innerhalb von 14 Tagen nach der Akutkrankenhausbehandlung in der Rehabilitation beginnen. Dabei soll ein Zeitraum von 6 Wochen nach Beendigung der Krankenhausbehandlung nicht überschritten werden.

Haben Ärzte oder Zahnärzte begründeten Verdacht, dass bei Versicherten eine Berufskrankheit vorliegt, haben sie dies dem Unfallversicherungsträger oder der für den medizinischen Arbeitsschutz zuständigen Stelle unverzüglich und in der für die Anzeige vorgeschriebenen Form anzuzeigen (§ 202 SGB VII).

Aponeurose sind Sehnen, die flächenhaft ausgebreitet sind zum Beispiel unter der Fußsohle

Detailanweisung für die Durchführung von bestimmten Tätigkeiten.

Der Begriff des "verschlossenen Arbeitsmarktes" hat sich im Zusammenhang mit der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (BSG) zu den sogenannen Katalog- und Seltenheitsfällen definiert.

In den dort einzeln bezeichneten Fällen wurde die Benennung einer konkreten Verweisungstätigkeit gefordert, um im Einzelfall eine möglicherweise gegebene Verschlossenheit des Arbeitsmarktes auszuschließen. Im wesentlichen haben diese Grundsätze Eingang gefunden in den § 43 Abs. 3 SGB VI (in Kraft getreten ab 1.1.2001), und zwar durch das Merkmal der "üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes".

Können selbst leichteste Tätigkeiten nur noch mit vielfältigen Einschränkungen verrichtet werden, sind Zweifel angebracht, ob dieses Leistungsvermögen noch zu den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes einsetzbar ist. Eine solche Fallgestaltung liegt z. B. bei einer Summierung ungewöhnlicher Leistungseinschränkungen oder einer spezifischen Leistungsbehinderung vor. Auch sonstige Einschränkungen, z. B. das Erfordernis zusätzlicher Pausen, können eine Beschäftigung unter Arbeitsbedingungen, wie sie in Betrieben regelmäßig üblich sind, ausschließen.

In diesen Fällen muss der Rentenversicherungsträger eine konkret ausführbare Tätigkeit benennen. Für eine solche Verweisungstätigkeit müssen Arbeitsplätze in nennenswertem Umfang vorhanden sein. Die in zeitlicher Hinsicht erhaltene Erwerbsfähigkeit darf nicht an Tätigkeiten gemessen werden, die es nur sehr selten oder gar nicht gibt bzw. die nur bestimmten Personengruppen vorbehalten sind (z. B. Arbeitsplätze in Werkstätten für behinderte Menschen).

Kann eine Verweisungstätigkeit nicht benannt werden, so gilt der Arbeitsmarkt als verschlossen und es ist volle Erwerbsminderung anzunehmen.

Nach Paragraph 92 Absatz 1, Satz 2, Nr. 7 SGB V, Richtlinie des Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen über die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit und den Maßnahmen zur stufenweise Wiedereingliederung vom 1.12.2003, Änderung in Kraft getreten am 23.12.2006, besteht Arbeitsunfähigkeit in folgenden Fällen:

Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn der Versicherte auf Grund von Krankheit seine zuletzt vor der Arbeitsunfähigkeit ausgeübte Tätigkeit nicht mehr oder nur unter der Gefahr der Verschlimmerung der Erkrankung ausführen kann. Arbeitsunfähigkeit besteht auch während einer stufenweise Wiedereingliederung der Arbeit.

Arbeitslose sind arbeitsunfähig, wenn sie krankheitsbedingt nicht mehr in der Lage sind, leichte Arbeiten in einem zeitlichen Umfang zu verrichten, zu dem sie sich bei der Agentur für Arbeit zur Verfügung gestellt haben. Auch Rentner können arbeitsunfähig sein, wenn sie einer Erwerbstätigkeit nachgehen.

Versicherungen belassen gerne bei lang anhaltender Arbeitsunfähigkeit oder drohender Berufsunfähigkeit oder umgekehrter Krankheitsursache durch ein neutrales Sachverständigengutachten mit Befundwertung und Untersuchung klären, ob die Arbeitsunfähigkeit oder Berufsunfähigkeit gerechtfertigt ist. Hierbei sind Termine zeitnah verfügbar und das Ergebnis sehr schnell erreichbar.

Armprothese: künstlicher Ersatz des Armes z.B. nach Amputation

Arthritisist eine entzündliche Gelenkerkrankung bei der man nach ihren Ursachen unterscheidet.

Arthrodese: Versteifung eines Gelenkes durch operativen Einsatz

Arthrodesenschuh: Abrollschuh welcher die fehlende Beweglichkeit des versteiften Fußgelenkes kompensieren soll

Unter Arthrose wird im Allgemeinen ein übermäßiger Gelenkverschleiß verstanden. Das am häufigsten von Arthrose befallene Gelenk im menschlichen Körper ist das Kniegelenk. Die wahrscheinlichste Ursache für Arthrose ist das voranschreitende Alter, aber auch Überbelastungen sowie angeborene Probleme sind mögliche Faktoren.

Dem Altersverschleiß des Gelenkknorpels begegnen wir durch vielfältige konservative Behandlungsmethoden, beispielsweise durch Physiotherapie, Knorpelschutzinjektionen oder physikalische Therapieverfahren. Ein ergänzendes Verfahren zur Arthrosebehandlung ist die Magnetfeldtherapie.

Arthroskopie bezeichnet eine Gelenkspieglung unter Einsatz eines Endoskops.

Eine minimalinvasive arthroskopische Behandlung des Schultergelenks durch den erfahrenen Orthopäden ist die vielseitigste Behandlungsmöglichkeit der Schulter. Diese arthroskopische Behandlung an der Schulter kann sichere Erkenntnisse über die Ursache Ihrer Schulterschmerzen geben. In vielen Fällen kann der erfahrene Orthopäde die Schmerz-Ursache schon während der Arthroskopie beseitigen. Das können zum Beispiel vernarbte und verhärtete Schleimbeutel oder verkalkte oder gerissene Sehnen sein: Sie können arthroskopisch - mit Schlüsselloch-Technik - genäht werden. Schulterarthrose, schmerzhafte Patientenkarrieren und langwierige Fehlbehandlungen werden durch direkte arthroskopische Schulter-Behandlung oft vermieden.

Assessment, Assessmentverfahren

Als Assessment bezeichnet man im Allgemeinen den Prozess der Einschätzung und Beurteilung. Assessments werden durchgeführt, um einen Ist-Zustand zu analysieren und auf der Basis dieser Analyse Entscheidungen über aktuelle und/oder zukünftige notwendige Maßnahmen/Interventionen zu treffen.

Unter Assessmentverfahren werden quantitative, standardisierte reproduzierbare Methoden (Messinstrumente, Tests oder Skalen) verstanden, um eine Beurteilung auf eine möglichst objektive und überprüfbare Basis zu stellen.

Zur Feststellung der Störungen der Körperfunktionen und –strukturen sowie der Aktivitäten und der Teilhabe einschließlich der Kontextfaktoren wird von mir der Funktionsstatus durch Anamnese und Untersuchung erhoben.

Als valide Assessment-Verfahren in der Orthopädie bediene ich mich bedarfsweise des Amputations-Scores nach Middeldorf und Casser, des Constant-Murley-Scores bei Schulterpatienten, des Oswestry Low Back Disability Fragebogens für Wirbelsäulenpatienten und des Staffelstein-Score für Hüftgelenk- und Kniegelenkpatienten sowie zum Screening des allgemeinen Pflegestatus des Barthelindex.

Da neben spezifischen funktionellen Aspekten der Orthopädie und Chirurgie auch psychologische und soziologische Dimensionen mit in die Beurteilungen therapeutischer Interventionen integriert werden müssen, haben bei uns zur Dokumentation dieser Aspekte auch psychische/psychologische/schmerzorientierte patienten-zentrierte Assessment-Verfahren an Bedeutung gewonnen:

-     BDI-Becksches Depressionsinventar

-     Schmerzempfindungsskala SES nach Hogrefe 1996,

-     der PDI nach Dillmann, Nilges, Salle, Gerbershagen,

-     Deutscher Schmerzfragebogen,

-     die allgemeine Depressionsskala ADS 1993.

Athroplastik ist ein Gelenkersatz, bzw. Neubildung eines Gelenks (Plastik)

Der Begriff „Audit“ ist auf das lateinische „audire = hören“ zurückzuführen. Unter Audit wird die Überprüfung nach festgelegten Vorgaben unmittelbar in einem Betrieb oder Dienstleistungsunternehmen durch speziell geschulte Auditoren verstanden. Es ist eine systematische (nach Plan/Audit-Checkliste) und unabhängige (unvoreingenommene) Untersuchung, um festzustellen:

  • ob die qualitätsbezogenen Tätigkeiten und die damit zusammenhängenden Ergebnisse den geplanten Anordnungen entsprechen,
  • ob diese Anordnungen wirkungsvoll verwirklicht und geeignet sind, die formulierten Ziele zu erreichen.

Dies geschieht durch Interne Audits zur eigenen Bewertung der Wirksamkeit des Qualitätsmanagements oder Externe Audits durch eine Zertifizierungsgesellschaft.

Die Schulter ist das beweglichste Gelenk im menschlichen Körper. Als Ansatzpunkt des Armes ist die Schulter selbstverständlicher Teil jeder Handbewegung. Sie ist an tausenden differenzierter Bewegungen im Alltag beteiligt. Damit ist die Schulter Teil des flexibelsten Instruments, das die Natur hervorgebracht hat: der menschlichen Hand. Die Kombination aus Kraft und Beweglichkeit erzeugt besondere orthopädische Schwachstellen an Knochen, Bändern, Knorpel, Sehnen und Schleimbeuteln.

Dokument, das erreichte Ergebnisse angibt oder einen Nachweis aufgeführter Tätigkeiten bereitstellt.

Die Rehabilitanden müssen rehabilitationsfähig sein, d.h. sie müssen psychisch und physisch in der Lage sein, aktiv an den Maßnahmen der Rehabilitation teilzunehmen und müssen dazu eine ausreichende Motivation oder Motivierbarkeit mitbringen.

Ausgeschlossen sind alle Patienten, die bereits schwerpflegebedürftig sind (Pflegestufe II und III) und dadurch einen erhöhten pflegerischen Aufwand benötigen sowie alle Patienten, die dringend einer Behandlung in einem Akutkrankenhaus bedürfen. Hierzu rechnen wir: Intensivmedizinische Betreuungsnotwendigkeiten, auch akute Psychosen, schwere hirnorganische Wesensveränderung, die eine Gruppenfähigkeit ausschließen, schwere Herzerkrankungen, die eine Rehabilitationsfähigkeit ausschließen, Schwangerschaft nach der 22. Schwangerschaftswoche, Herzinfarktpatienten unmittelbar in der Rekonvaleszenzzeit nach Herzinfarkt sowie Erkrankungen mit nicht beherrschbarer Suchtproblematik, akute psychiatrische Krankheitsbilder, wie bereits erwähnt, Kommunikationsunfähigkeit, z.B. globale Aphasie. Es sollte eine weitgehende Eigenständigkeit für die wichtigsten ADL-Funktionen vorhanden sein, d.h. Barthel-Index von zumindest 45 Punkten sollte vorhanden sein, um eine ausreichende und sichere Mobilität, zumindest für kurze Wegstrecken auf Stationsebene unter Zuhilfenahme von Hilfsmitteln zu haben, ebenso sollte ein ausreichendes kognitives Zustandsbild vorhanden sein. Die früher postulierten reizfreien Wundverhältnisse ohne Anhalt für lokale Infektionen zum Antritt einer AHB sind nach dem heutigen Verständnis nicht mehr haltbar.

Verletzung des Außenbandes am Kniegelenk / Sprunggelenk

Die Nutzung von Gegenständen, Gebrauchsgütern und Objekten ist barrierefrei, wenn alle Menschen und somit auch alle Menschen mit Behinderungen sie uneingeschränkt nutzen können.

Die Bewertung von ärztlichem Tun und auch die ärztlichen Sachverhalte stellen Patienten wie Juristen oft vor unlösbare Probleme. Eine qualifizierte Beratung kann im Vorfeld bereits entscheidend wirken. Ein hochspezialisiertes Fachwissen ist erforderlich, das ich auf dem Gebiet der Unfallchirurgie und der Orthopädie zur Verfügung stellen kann. Entweder wird von Gerichtsseite bereits definitiv entschieden, dass ich als Gutachter dieses Thema durchführen soll, oder es kann ein stufenweises Vorgehen als sinnvoll erachtet werden, wie z. B.:

  1. Vorprüfung mit kostengünstiger Aussage zu den Erfolgsaussichten ohne umfangreiche Akten und ggf. gezielte Nachforderung von Informationen über den Auftraggeber und bei Bedarf kurzfristiger Termin in der Praxis.
  2. Stellungnahme: Auf Wunsch des Patienten oder Anwaltes bei aus der Vorprüfung sich ergebenden Anhaltspunkten für ein unsachgemäßes Vorgehen und ggf. detaillierte Aufstellung noch notwendiger medizinischer Unterlagen.
  3. Wissenschaftliches Fachgutachten: Bei schwierigen oder komplexen Fragestellungen wird je nach Sachverhalt und Fragestellung bei unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad und Vergütung ein umfangreiches Fachgutachten erstellt. Dieses ist bei Beauftragung durch Amtsgerichte und Landgerichte geregelt.

Systematisch entwickelte berufsgruppen- und abteilungsübergreifende Darstellung der üblichen Vorgehensweise bei einer Gesamtbehandlung von Patienten mit ähnlicher klinischer Konstellation unter Berücksichtigung festgelegter Qualität, notwendiger und verfügbarer Ressourcen sowie unter Festlegung der Aufgaben und der Durchführungs- sowie Ergebnisverantwortlichkeiten; steuert den Behandlungsprozess.

Der Begriff der Behinderung ist nicht einheitlich geregelt. Nach den Vorgaben des SGB IX ist ein Mensch als behindert anzusehen, wenn eine Beeinträchtigung der Teilhabe vorliegt. Der Behinderungsbegriff nach der ICF ist weiter gefasst beinhaltet jede Beeinträchtigung der Körperfunktionen, Körperstrukturen, Aktivitäten oder Teilhabe.

Verfahren zum (freiwilligen) Leistungsvergleich eines Unternehmens mit anderen am Markt befindlichen Anbietern mit dem Ziel der Orientierung der eigenen Arbeitsweise und deren Ergebnisse (Produkte oder Dienstleistungen) an vergleichbaren Einrichtungen.

Tätigkeit zur Ermittlung der Eignung, Angemessenheit und Wirksamkeit der Betrachtungseinheit, festgelegte Ziele zu erreichen. Bei der Bewertung kann die Effizienz einbezogen werden.

Das „bio-psycho-soziale Modell“ ist ein Modell zur Darstellung der wechselseitigen Beziehungen zwischen Krankheit und Behinderung und ihren Folgen. Gesundheit und Krankheit/Behinderung werden als Ergebnis eines Zusammenspiels und/oder gegenseitiger Beeinflussung körperlicher, psychischer und sozialer Faktoren gesehen. Das bio-psycho-soziale Modell ist insbesondere Grundlage der ICF.

Ist das professionelle Gestalten, Planen und Durchführen von Veränderungsprozessen mit dem Ziel der optimalen Abstimmung der Komponenten und der optimalen Leistungsfähigkeit eines Unternehmens. Der Erfolg eines Wandels hängt von vielen, verschiedenen Faktoren ab, vor allem aber auch von den Mitarbeitern. Die Herausforderung liegt dabei in einem schnellen, reibungslosen, akzeptierten und erfolgreichen Veränderungsprozess.

Systematisierte Liste der für einen Vorgang bedeutsamen Einzelaspekte, z.B. als Prüfliste vor dem Start eines Flugzeuges oder zur systematisierten Erhebung von Befunden bei der körperlichen Untersuchung. Ziel des Einsatzes von Checklisten ist es, insbesondere für sich wiederholende Problemstellungen (adaptive) Vorgehensmodelle anzubieten, die eine vollständige und ggf. vergleichbare Ausführung von Tätigkeiten garantieren.

Der früher gebräuchliche Begriff der Chirotherapie wird heutzutage besser als Unterbegriff oder Teilgebiet der Manuellen Medizin gesehen. 

Die Manuelle Medizin nimmt mit den Händen des Behandelnden und anderen mechanischen Hilfsmitteln direkten Einfluss auf Funktionsstörungen des Haltungs- und Bewegungsapparats und kann sog. "blockierte Gelenke" wieder gangbar machen. 
Diese im Volksmund als "Einrenkungen" allgemein bekannten Behandlungstechniken können im Einzelfall sehr schnell akute Bewegungsstörungen mit Schmerz und Muskelverspannung beseitigen. Sie sind aber kein Allheilmittel für Wirbelsäulen- oder Gelenkprobleme, zumal die Gelenkblockierung eher selten die alleinige Ursache der akuten Schmerzsymptomatik ist. 
Die Manipulation, wie wir den Handgriff nennen, kann sogar erhebliche Schäden verursachen, wenn sich durch den Eingriff ein bereits vorhandener Bandscheibenvorfall vergrößert oder wenn sich ein durch Unfall oder erbliche Veranlagung vorgeschädigtes Gefäß verschließt oder ein Gerinnsel bildet. 

Voraussetzung für solche Eingriffe ist deshalb die genaue Befragung, Untersuchung und Röntgenabklärung, darüber hinaus eine erfahrene sanfte Handtechnik und bei zweifelhaften Befunden ein Verzicht auf die Manipulation. 

Die Manuelle Medizin beinhaltet zahlreiche weitere Behandlungstechniken wie

  • die sog. Muskelenergietechniken,
  • die myofaszialen Behandlungstechniken für Triggerpunkte in Muskelverläufen und Tenderpunkte in Sehnenansätzen
  • die wiederholte Mobilisation, die ähnlich den "Einrenkungen" die Gelenk- und Muskelfunktion normalisieren kann und kaum Risiko bedeutet.
  • Die osteopathischen Untersuchungs- und Behandlungstechniken lösen Störungen des Körperbindegewebes und der inneren Organe durch Vernarbungen, Verklebungen, Fehlanlage oder langjährige Fehlhaltung.
  • Die osteopathische Craniosakral-Therapie behandelt Fehlstellungen und Bewegungsstörungen der Schädelknochen und die daraus folgenden krankhaften Veränderungen des Strömungsrhythmus des Gehirnwassers (Liquor).

Im Gesamtkonzept der Manuellen Medizin sind auch zu nennen:

  • die Akupunktur
  • die Injektionstherapie
  • die unterstützende medikamentöse Behandlung
  • die Wärme- und Kältetherapie
  • und spezielle ergänzende Verfahren wie die Stoßwellentherapie.

Die Manuelle Medizin ist zusammenfassend ein zentraler und unschätzbar hilfreicher Behandlungsbereich in der orthopädischen Medizin.

Bei gewissenhafter Durchführung und ausreichender Erfahrung wird die Manuelle Medizin jedem ein angepasstes und nahezu nebenwirkungsfreies Behandlungsverfahren anbieten können. Die Angst vor schädlichen Nebenwirkungen und möglichen Spätschäden ist dann unberechtigt.

Ein Prozess, der auf dem betrieblichen Regelkreis von Zielsetzung, Aktion, Abweichungsanalyse und Reaktion aufbaut. Controlling soll die betrieblichen Adaptions- und Koordinationsaufgaben wirkungsvoll unterstützen, damit die Unternehmensziele erreicht werden können.

Die Eigenschaft von Messwerten oder Ergebnissen in Bezug auf Gütekriterien wie Vollständigkeit, Plausibilität, Objektivität, Validität und Reliabilität.

Die Schulter mit Ihrem komplexen Bänder- und Muskelapparat ist ein besonderes Gelenk. Es gibt keine knöcherne Stütze des Schultergelenks. Anders als das Hüftgelenk ist die Schulter nicht in einer Gelenkpfanne verankert, die den Gelenkkopf fest umschließt. In der Schulter ist die Pfanne sehr flach und umgreift den Gelenkkopf nicht. Die Schulter ist frei beweglich - sie hat einen höheren Bewegungsspielraum, als alle anderen Gelenke des menschlichen Körpers. Gelenkkopf und Gelenkpfanne werden nur durch die Muskeln und Sehnen zusammengehalten, die zugleich Ihre Bewegung führen: das ist ein sensibles Muskel-Gleichgewicht. Dieser Apparat, der die Schulter führt und am Platze hält wird auch als Rotatorenmanschette der Schulter bezeichnet.Gleichgewicht bedeutet: Alle Muskeln und Sehnen müssen immer zusammenwirken und können Ihre Funktion nur gemeinsam ausüben. Sobald einer der Beteiligten gestört ist, gerät die Schulter aus dem natürlichen Gleichgewicht.Die in alle Richtungen verlaufenden Muskeln sind auch für psychosomatische Verspannungen anfällig. Störungen des Rückens und der Hackenmuskulatur wirken auch auf die Schulter. Es gibt auch keine Störung der Schulter, die nicht auch in die Brustmuskulatur und die Halswirbelsäule ausstrahlt. An die Erfahrung und die Fähigkeit zur genauen Untersuchung durch den behandelnden Orthopäden stellt die Schulter daher besondere Anforderungen.

Immaterielles Produkt, das Ergebnis mindestens einer Tätigkeit ist, die an der Schnittstelle zwischen dem Lieferanten und dem Kunden ausgeführt wird.

DIN EN ISO 9001:2008 (= Teilmenge von DIN EN ISO 9004:2000) legt Anforderungen an Qualitätsmanagementsysteme fest und ist Grundlage einer entsprechenden Zertifizierung.

Dokumente sind „Formulare“ (ausgefüllt oder leer). Sie können in Form eines Trägermediums existieren, wie z.B. als Papierkopie oder in Form elektronischer Medien (EDV-Ausdruck).

Ein wesentliches Element im QM-System stellen die Anforderungen an Dokumente dar. Die Genehmigung, Ausgabe, Verteilung, Archivierung und Vernichtung bei Ungültigkeit sind im Rahmen des Dokumentenmanagements geregelt.

Die Dokumentenlenkung ist eine Systematik, mit deren Hilfe alle Dokumente eines Unternehmens registriert, verwaltet und innerhalb der jeweiligen Organisationsstruktur verteilt werden. Es dient der Bereitstellung gültiger Anweisungen zur bestimmungsgemäßen Ausführung festgelegter Tätigkeiten.

Einschätzungsempfehlungen beinhalten Tabellen, denen sich Gerichte und Sachverständige sowie Versicherungen bedienen, um die Höhe des Schadens in der privaten Unfallversicherung ein zu taktieren. Es existieren verschiedene Einschätzungsempfehlungen.

Ergebnisqualität - siehe Struktur-/Prozess-/Ergebnisqualität und externe Qualitätssicherung

Bewertung der Wirkungen von Maßnahmen oder Verfahren hinsichtlich vorher festgelegter Kriterien.

Evidenzbasierte Medizin (Evidence based Medicine, EbM) stützt sich ausdrücklich und nachvollziehbar auf die Ergebnisse empirischer wissenschaftlicher Forschung. Aktuelle Informationen werden systematisch aufbereitet, um dem Arzt eine Hilfestellung für die tägliche Arbeit zu geben. Die individuelle klinische Expertise des Arztes wird verbunden mit der bestmöglichen externen Evidenz. So sollen die Qualität der Behandlung kontinuierlich verbessert und unnötige Leistungen vermieden werden.

In Deutschland in der Regel Verfahren der systematischen, standardisierten Datenerhebung und –auswertung, bezogen auf ganze Fachgebiete oder Diagnosegruppen. Die externe Qualitätssicherung ist nach § 137 SGB V gesetzlich geregelt. Geprüft werden Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität.

Die Rückmeldung über das eigene Handeln und seine Ergebnisse als Prozess in einem Regelkreis. Es hat deutlichen Einfluss auf das Verhalten und ist eines der elementaren und effizienten Mittel zur Verhaltensänderung.

Ein Fehler liegt vor, wenn eine deutliche und unbegründete Abweichung von einem optimalen (festgelegten, beschriebenen) Prozess erfolgt. Fehler können nur rückwirkend, anhand der Resultate erkannt werden. Fehlermanagement ist die Reaktion auf eine festgestellte Abweichung. Kurzfrist geht es dabei um den Umgang mit aufgetretenen Fehlern und die Einleitung von Korrekturmaßnahmen. Langfristig bedeutet Fehlermanagement die Initiierung eines Lernprozesses, der dazu führen soll, die Fehlerhäufigkeit zu reduzieren oder Fehler ganz zu vermeiden.

Die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ist in vielen Punkten veraltert und überholungsbedürftig. Trotzdem handelt es sich hierbei um ein Regelwerk, nach dem privat versicherte Patienten ambulant oder stationäre vom behandelnden Arzt abgerechnet werden. Überwiegend werden die Rechnungen durch Abrechnungsinstitute auf der Basis der ärztlichen Aufgaben erstellt. Insbesondere bei chirurgischen Behandlungen werden fachspezifische Aspekte dabei oft nicht genügend beachtet, da der medizinische Sachverstand nicht vorhanden ist. Die Arztrechnungen sollten immer auf Rechtmäßigkeit geprüft und nur dann bezahlt werden, wenn sie korrekt sind. Als Patient sind Sie zur Zahlung Ihrer Rechnung verpflichtet, wenn diese laut GOÄ korrekt erstellt wurde. Ist sie es nicht, haben Sie keinen Anspruch auf Korrektur.

Im Mittelpunkt zahlreicher Rechtsstreitigkeiten stehen insbesondere:

Der Gebührenfaktor:

Privatärztliche Leistungen werden mit sogenannten Multiplikatoren abgerechnet, die für eine durchschnittliche Leistung niedriger ausfallen werden, als für eine überdurchschnittliche Leistung. Sie sind durch den Arzt nach billigem Ermessen zu bestimmen. Der Ermessensspielraum ist groß, die notwendige Begründung nicht immer verständlich und nachvollziehbar.

Die Analogziffern:

Der medizinische Fortschritt ermöglicht auch die Abrechnung von  nicht in der GOÄ enthaltenen Leistungen. Daher vergleicht man sie mit den anderen dort enthaltenen Ziffern. Die Analogbewertung liegt in der Verantwortung des Arztes. Es steht im prinzipiell frei, jede Leistung, die die Bedingungen erfüllt mit einer Analogziffer abzurechnen. Es sollte aber in jedem Fall nachvollziehbar sein, was wirklich gemacht worden ist und mit welchem Aufwand.

Die sog. Gliedertaxe beruht in ihren Ursprüngen auf Regeln der Piraten, die im 17. Jahrhundert Rücklagen für ihre Verwundeten bildeten. Der Verlust des rechten Armes führte zu einer Entschädigung mit 600 Piastern und 6 Sklaven, der des linken Armes zu 500 Piastern und 5 Sklaven (Opens 1981). Diese in die erste AUB zunächst übernommene Prinzip zur Bewertung der oberen Gliedmaße entfiel bereits mit der AUB 1920, während sie im Bereich der gesetzlichen Unfallversicherung erst gegen Ende des letzten Jahrhunderts aufgegeben wurde. Die Gliedertaxe ist die Entschädigungstabelle für feste Immobilitätsgrade in Prozent.

Hyaluronsäure ist kein Arzneimittel im eigentlichen Sinn, sondern ein biomechanisches Medizinprodukt. Es handelt sich um ein synthetisch hergestelltes Äquivalent der körpereigenen Hyaluronsäure, Bestandteil der Gelenkflüssigkeit und Grundsubstanz des Knorpels.

Dieser hochvisköse „Flüssigkeitsstoßdämpfer“ führt, direkt in das Gelenk injiziert, zu einem verbesserten Gleiten der Gelenksflächen insbesondere bei bestehenden Knorpelschäden und bewirkt eine verbesserte „Abpufferung“ von Stößen bei Belastung.

Gerade diese Eigenschaften sind für den Erhalt des verbliebenen Gelenkknorpels und die Linderung der Schmerzen wichtig.Die Wirkung der Hyaluronsäure hält in der Regel 6-12 Monate an.

ICD ist die Abkürzung für Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

ICF ist die Abkürzung für Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit.

Die ICF fördert mit der Verwendung des bio-psycho-sozialen Modells der funktionalen Gesundheit die Einbeziehung der individuell wichtigen Kontextfaktoren in den Prozess der Rehabilitation und auch der sozialmedizinischen Begutachtung/Beurteilung.

Die deutsche Übersetzung von ICF steht auf der Internetseite des Deutschen Institutes für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) zur Verfügung (http://www.dimdLde).

Grund zur Durchführung einer diagnostischen oder therapeutischen Maßnahme im Kontext des jeweiligen Krankheitsgeschehens. Die korrekte Indikation und deren nachvollziehbare Dokumentation in der Patientenakte sind Ziel und Grundlage jeglicher Qualitätssicherung in der Medizin.

Wenn konservative Maßnahmen keine Linderung bringen, kann oft die Injektionstherapie helfen.

Wir haben größte Erfahrung mit Injektionen aller Gelenke wie Knie, oberes Sprunggelenk (OSG), Schulter, Ellbogen, Hand, Hüfte, Fuß, Wirbelgelenke oder Kreuzdarmbeingelenke (Ileosakralgelenke).

Die Behandlung wird, wenn nötig, mit einem bildgebenden Verfahren gesteuert: z.B. mit Ultraschall oder Röntgenbildwandler oder CT als Punktionskontrolle.

So gelangen die Medikamente exakt auch in tief gelegene Gelenke wie das Hüftgelenk, die kleinen Wirbelbogengelenke (Facettengelenke) und an die Rückenmarkshaut oder an eine entzündete Nervenwurzel in der Umgebung eines Bandscheibenvorfalls.

Form der sektorübergreifenden Versorgung nach §§ 140a ff SGB V, die als Bestandteil der Gesundheitsreform 2000 die Kooperation von ambulantem und stationärem Sektor unter risikoadjustierter Ausgliederung von Teilbudgets, direkten Verträgen mit den Kostenträgern und der Möglichkeit von Prämienermäßigungen der eingeschriebenen Patienten beabsichtigte.

Ein Instrument zur ständigen Verbesserung des Qualitätsmanagementsystems.

Es dient zur Aufrechterhaltung und zur Verbesserung der Wirksamkeit eines Qualitätsmanagementsystems und somit der gesamten Organisation eines Unternehmens. Beim internen Audit werden die im QM-Handbuch festgelegten Prozessabläufe durch ein Auditteam der Einrichtung (QM-Beauftragte) dahingehend überprüft, ob sie effektiv sind und den Anforderungen der Vorgaben und der Norm gerecht werden.

Es eröffnet die Chance, Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen und ermöglicht, die Umsetzung der eingeleiteten Maßnahmen zu überwachen. Der Erfolg interner Qualitätsaudits basiert auf einer umfassenden Planungs- und Vorbereitungsphase. Konsequentes Aufbereiten der Auditergebnisse und Durchführung der Korrekturmaßnahmen gewährleisten die Sicherung des Erfolgs.

Das Kinesio Taping ist eine ganzheitliche und medikamentenfreie Behandlungsmethode mit äußerst breitem Anwendungsspektrum. Das verwendete Spezial-Tape besteht aus Baumwolle ohne Latexzusätze und ist mit einer hautfreundlichen, antiallergischen Klebebeschichtung versehen. Durch eine speziell eingearbeitete Wellenform wirken sanfte Rückstellkräfte, die dem Tape je nach Art des Aufbringens eine wohltuend massierende oder stabilisierend stützende Wirkung verleihen.

So können so zum einen schmerzende, verspannte Muskeln (z.B. Hals- / Nacken- / Schultermuskulatur) entlastet und Sehnenansätze (z.B. Tennisellenbogen, Achillessehnenbeschwerden) unterstützt werden.Zum Andern können Gelenke nach Unfällen stabilisiert werden (z.B. Bänderrisse, -dehnungen).

Durch seine besondere Dehnungsfähigkeit, Wasser- und Luftdurchlässigkeit und Hautverträglichkeit kann der angelegte Tapeverband für mehrere Tage belassen werden und wirkt so anhaltend schmerzlindernd.

Konformität ist die Erfüllung einer Forderung

Gegebenheiten des gesamten Lebenshintergrundes einer Person werden in der ICF Kontextfaktoren genannt. Kontextfaktoren setzen sich aus Umweltfaktoren und personenbezogenen Faktoren zusammen. Umweltfaktoren bilden die materielle, soziale und einstellungsbezogene Umwelt ab, in der Menschen leben und ihr Dasein entfalten. Umweltfaktoren sind in der ICF klassifiziert. Personenbezogene Faktoren sind der besondere Hintergrund des Lebens und der Lebensführung einer Person (ihre Eigenschaften und Attribute) und umfassen Gegebenheiten des Individuums, die nicht Teil ihres Gesundheitsproblems oder Gesundheitszustandes sind. Personenbezogene Faktoren sind in der ICF nicht klassifiziert.

Förderfaktoren wirken sich positiv als Kontextfaktoren und Barrieren negativ auf die funktionale Gesundheit einer Person aus.

 

Zu den Umweltfaktoren zählen z. B.:

1.    Produkte und Technologien

2.    Natürliche und vom Menschen veränderte Umwelt

3.    Unterstützung und Beziehungen

4.    Einstellungen, Werte und Überzeugungen anderer Personen und der Gesellschaft

5.    Dienstleistungen

6.    Politikfelder

 

Personenbezogene Faktoren sind z. B.:

1.    Alter

2.    Geschlecht

3.    Charakter, Lebensstile und Coping

4.    Sozialer Hintergrund

5.    Bildung/Ausbildung

6.    Beruf

7.    Erfahrung

8.    Motivation

9.    Handlungswille

10.   Mut

11.   Genetische Prädisposition

Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) bedeutet, durch ständiges Hinterfragen der eigenen Leistung laufend Verbesserungen zu erzielen. Dies ist auch der eigentliche Grundgedanke des QM.

Maßnahme, die zur Beseitigung der Ursache eines erkannten Fehlers oder einer anderen unerwünschten Situation ergriffen wird.

Zur Behandlung von Rückenschmerzen wird eine Spezialsonde unter digitaler Röntgenkontrolle punktgenau an den Ort der Schmerzentstehung platziert. Durch lokale Kälte- oder Hitzeapplikation an den schmerzvermittelnden Nerven der kleinen Wirbelgelenke kommt es  zu einer oft jahrelang anhaltenden Beschwerdebesserung. Im Anschluss an diese ambulante Behandlung ist ein sofortiges Aufstehen möglich.

Ein umfassendes Qualitätsmanagement stellt den Kunden in den Mittelpunkt. Im Gesundheitswesen unterscheidet man externe und interne Kunden.

Externe Kunden sind in erster Linie Patientinnen/Patienten und deren Angehörige, niedergelassene Ärzte, Kostenträger, Krankenkassen, sonstige Einweiser.

Interne Kunden sind z.B. Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter, Abteilungen untereinander etc.

Leitlinien sind systematisch entwickelte Entscheidungshilfen über die angemessene ärztliche Vorgehensweise bei speziellen gesundheitlichen Problemen. Sie sind Orientierungshilfen im Sinne von „Handlungs- und Entscheidungskorridoren“, von denen in begründeten Fällen abgewichen werden kann oder sogar muss.

Zulieferer, die der Rehabilitationsklinik ein Produkt oder einen Service/eine Dienstleistung zur Verfügung stellen.

Schon in den Hochkulturen der Ägypter und Mayas wurde magnetisches Metall zu Heilzwecken verwendet und auch Hippokrates beschrieb in der Antike die heilende Wirkung der Magnetfelder. Zu Recht: Durch die Anwendung niederfrequenter pulsierender Magnetfelder können der gesamte Stoffwechsel, das Nerven- und Immunsystem sowie die Durchblutung angeregt, Körperfunktionen optimiert und Heilungsprozesse beschleunigt werden.

Die pulsierende Signaltherapie (PST) ist eine alternative Behandlungsmethode, bei der mithilfe von Magnetfeldern erzeugte Impulse unterschiedlicher Wirkstärke und Wirkintervalle Gelenkknorpel zur Regeneration anregen. In geeigneten Fällen kann ohne Injektion eine Schmerzlinderung und Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit bei Arthrosepatienten erzielt werden.

System zur Festlegung von Politik und Zielen sowie zur Erreichung dieser Ziele.

Die molekulare Orthopädie ist eine recht junge Therapie, die seit ca. 15 Jahren angewandt wird und als schonend bzw. nebenwirkungsarm gilt. Die Analyse der Substanzen, welche an den entzündlichen Prozessen beteiligt sind, steht im Mittelpunkt der Molekularen Orthopädie. Durch die Molekulare Orthopädie kann der Degenerationsprozess des Gelenks verlangsamt und hinausgezögert werden. Darüber hinaus werden die Schmerzen gelindert und die Beweglichkeit vergrößert.

Die Molekulare Orthopädie beschäftigt sich mit den biologischen Ursachen der Arthrose. Der Botenstoff Interleukin 1 (IL-1) spielt hierbei eine Schlüsselrolle, er bewirkt eine entzündliche Aktivierung betroffener Gelenke (z.B. Kniegelenk / Wirbelsäule) und führt so zum vorzeitigen Gelenkverschleiß.

Ein entzündungshemmender und schmerzlindernder biologischer Gegenspieler ist der Interleukin-1-Rezeptorantagonist (IL-1Ra). Dieser kann zusammen mit anderen regenerativen Proteinen mittels spezieller Verfahren aus dem Blut isoliert und angereichert werden.

In einem zweiten Schritt wird die so gewonnene Proteinlösung in das entsprechende Gelenk injiziert und kann so das Fortschreiten der Arthrose verhindern. Auf diese Weise werden Schmerzen effektiv gelindert, die Gelenkbeweglichkeit verbessert und die Gelenkzerstörung aufgehalten.

Bei der Neuraltherapie wird das betroffene Körpersegment gezielt lokal betäubt, um das vegetative Nervensystem zu beeinflussen und dadurch Störungen zu beheben. Körpereigene Störfelder, die häufig auftreten und die mit Hilfe der Neuraltherapie behandelt werden können, sind die Mandeln, die Schilddrüse und Narben. Auch hartnäckige Schulter-Nackenbeschwerden sprechen oft gut auf neuraltherapeutische Injektionen an.

Vielfältig verwandter Begriff mit unterschiedlichen Inhalten. Der Inhalt richtet sich auch nach dem Kontext des Begriffes. Im rechtlichen Bereich meint er etwas anderes als zum Beispiel bei der Erarbeitung von Regeln für die Industrie und Dienstleistungen. Nach der Definition des DIN ist eine Norm ein Dokument, das mit Konsens erstellt und von einer anerkannten Stelle angenommen wurde und das für die allgemeine und wiederkehrende Anwendung Regeln, Leitlinien und Merkmale für Tätigkeiten oder deren Ergebnisse festlegt, wobei ein optimaler Ordnungsgrad in einem gegebenen Zusammenhang angestrebt wird. Normen sollen auf den gesicherten Ergebnissen von Wissenschaft, Technik und Erfahrungen basieren und auf die Förderung optimaler Vorteile für die Gesellschaft abzielen.

Orthopädische Erkrankungen, die in den Praxen von Dr Scherg behandelt werden:

-     Degenerativ-rheumatische Krankheiten des Bewegungsapparates (Arthrosen, Arthropathien, Chondropathien)

-     Degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule (Osteochondrose, Morbus Forrestier, Diskusprotrusion und -prolaps, Wurzelreizsyndrome, Gleitwirbel, enger Spinalkanal)

-     Operationen am Bewegungsapparat (Umstellungsosteotomien, endoprothetischer Gelenkersatz, rheumachirurgische Eingriffe, Versteifungsoperationen, Bandplastiken)

-     Operationen an der Wirbelsäule (Nukleotomie, Nukleolyse, Fusionsoperationen, korrigierende Eingriffe)

-     Funktionelle Störungen des Bewegungsapparates (pseudoradikuläre Syndrome, Instabilität, Tendomyopathien)

-     Entwicklungsstörungen des Skelettsystems (Skoliose, Dysplasie, Morbus Scheuermann, angeborene Fehl- und Defektbildungen) und deren Folgeerscheinungen

-     Erworbene Skelettsystemerkrankungen (Osteoporose, Osteomalazie, Osteodystrophia deformans Paget)

-     Amputationen und Weichteilschäden

-     Verletzungen am Bewegungsapparat (Polytraumata, Frakturen, Muskel-, Band- und Sehnenrupturen)

Indikationen nach ICD 10:

-     M 45 – M 49: Spondylopathien

-     M 30 – M 36: Systemkrankheiten des Bindegewebes

-     M 60 – M 63: Krankheiten der Muskeln

-     M 65 – M 68: Krankheiten der Synovialis und der Sehnen

-     M 70 – M 79: Sonstige Krankheiten des Weichteilgewebes

-     M 15 – M 19: Arthrosen

-     M 20 – M 25: Sonstige Gelenkerkrankungen

-     M 50 – M 54: Sonstige Krankheiten der Wirbelsäule und des Rückens, insbesondere Bandscheibenschäden

-     M 52.2: Degenerative Schmerzsyndrome

-     M 80 – M 85: Osteopathien, insbesondere Veränderungen der Knochendichte und –struktur

-     M 93.1 – 93.9: Osteochondropathien

-     M 87: Knochennekrosen

-     M 89: Sonstige Knochenkrankheiten, wie neurodystrophe Algodystrophie

-     M 89.0: Schmerzen bei CRPS I (M. Sudeck)

-     M 94: Sonstige Knorpelkrankheiten

-     M 96.1: Postdiskektomiesyndrom

-     M 54: Radikuläre Schmerzsyndrome der Wirbelsäule

-     M 48: Spinalstenose

-     M 40 – M 43: Deformitäten der Wirbelsäule und des Rückens

-     G 54.6: Stumpf- und Phantomschmerz.

Die häufig als Knochenschwund bezeichnete Erkrankung vorwiegend älterer Frauen beruht auf einer Störung des Knochenstoffwechsels. Das Gleichgewicht zwischen Knochenanbau und Abbau ist gestört, so dass es zu einem stetigen Knochensubstanzverlust kommt, die Knochen an Festigkeit verlieren und brüchiger werden. Oberschenkelhalsbrüche nach Stürzen oder spontane Wirbelkörperbrüche auch ohne Unfallereignis können die Folge sein.

Umso wichtiger ist ein möglichst frühzeitiges Erkennen dieser Erkrankung u.a. mittels Knochendichtemessung, um rechtszeitig eine individuelle Behandlung gemäß der Leitlinien des Dachverbandes Osteologie veranlassen zu können. Neben ausreichend Bewegung und der richtigen Ernährung ist vor allem die medikamentöse Hemmung der für den Knochenabbau zuständigen Zellen („Osteoklasten“) Eckpfeiler der Therapie.

Patientenzufriedenheit ist die Meinung eines Patienten zu dem Maß, in dem ein Vorgang die Erfordernisse und Erwartungen erfüllt hat.

Peer Review ist definiert als eine kontinuierliche, systematische und kritische Reflexion durch mehrere Angehörige einer Berufsgruppe über die Leistungsfähigkeit der Kollegen - unter Verwendung eines strukturierten Prozesses und mit dem Ziel einer kontinuierlichen Verbesserung der Qualität der Patientenversorgung. In der medizinischen Rehabilitation beruht das Verfahren auf einer Beurteilung der Leistungen einer Rehabilitationseinrichtung durch erfahrene Ärzte aus anderen Einrichtungen (Peers). Als Bewertungsgrundlage werden dabei anonymisierte Entlassungsberichte, ergänzt um patientenbezogene Therapiepläne, herangezogen.

Immer mehr Menschen müssen sich im Alltagsbereich mit chronischen Erkrankungen arrangieren. Verstärkt wird dieser Trend durch die demographische Entwicklung mit der Zunahme älterer Menschen. So hat als Indikator für diese Entwicklung die Zahl der über 100-jährigen in Deutschland bereits schon deutlich zugenommen.

In der Bevölkerung sind heute etwa 10% der Menschen im persönlichen, sozialen und beruflichen Bereich wesentlich behindert (Morčt, J.: Fast 8 Millionen Behinderte leben in der Bundesrepublik Deutschland, Selbsthilfe 2, 2-8, 1985).

 

Etwa 20% der im Krankenhaus stationär behandelten Menschen werden mit einem Dauerschaden entlassen (Eich, Chr.: Zur Häufigkeit und Relevanz von Defektsyndromen in einem Großklinikum, Diss. Köln 1977).

 

Für diese Entwicklung spielt die zunehmende Immobilisierung durch zunehmende Gelenkerkrankungen und Muskelerkrankungen der immer älter werdenden Menschen eine besondere Rolle. Durch Verlust von Gelenkbeweglichkeit, durch mangelnde Koordination und Herabsinken von Kraft und Ausdauer kommt es zunehmend zur Verkürzung der möglichen Gehstrecke. Die Aktivität im Alltag wird zusehends eingeschränkt, der Aktionsradius verringert sich. Es kommt zur zunehmenden Immobilisierung. Die dabei sekundär auftretenden Probleme in anderen Organsystemen sind nicht nur Thrombosen, Embolien und Schlaganfälle, sondern auch Entstehung von sekundären chronischen Erkrankungen.

Des weiteren kommt es auch zur zusätzlichen zunehmenden sozialen Isolation.

Diese sich dann verselbständigenden sozialen Kontextfaktoren können sich wiederum ihrerseits auf die medizinische Situation auswirken und ein weiteres Herabsinken der Selbständigkeit der Patienten bewirken, so dass die Aktivitäten des täglichen Lebens zunehmend gefährdet sind und eine Pflegebedürftigkeit droht.

Bei diesem Prozess handelt es sich oft um einen schleichenden langsamen Entwicklungsprozess, der die betroffene Person in ihrer Fortbewegung, in der körperlichen Beweglichkeit, auch in der Kommunikation und der Selbstversorgung zunehmend einschränkt (Fähigkeitsstörungen nach ICIDH – Beeinträchtigungen der Aktivität nach ICF). Letztlich ist als Folge der chronischen Erkrankung schließlich der Verlust der sozialen Integration und die Einschränkung der Selbständigkeit bis hin zur Pflegebedürftigkeit (Beeinträchtigung der Teilhabe nach ICF) möglich und leider allzu oft auch Realität

In unserer orthopädischen Praxis bieten wir neben den Methoden der Manuellen Medizin verschiedene Formen der Elektrotherapie an. Dazu gehören:
diadynamische Ströme

Jontophorese

Phonophorese

Interferenzstrombehandlung

Mikrowelle

Radiale Stoßwellentherapie

Im Bereich der hoch spezialisierten physikalischen Therapie arbeiten wir mit ausgesuchten Experten der näheren und weiteren Umgebung zusammen.


Dies gilt für:

  • die klassische Massage
  • die modernen
  • myofaszialen Behandlungstechniken
  • die Lymphdrainage
  • und für die Krankengymnastik:
  • als Manuelle Therapie
  • als neurophysiologische Behandlungstechnik
  • als Trainingstherapie
  • als Rehabilitations
  • und Koordinationstraining
  • als Osteopathie

Komplexe Schädigungsmuster und komplizierte postoperative Verläufe werden an spezialisierte Rehabilitationszentren der näheren und weiteren Umgebung vermittelt. Hierzu gehören  Eden Reha in Donaustauf, Bad Abbach, Bad Gögging, die Hubertusklinik am Tegernsee, Bad Endorf, Bad Griesbach, Bad Enzensberg und viele andere.

Bei dieser Methode nach dem spanischen Professor Anitua wird Patientenblut zentrifugiert, um die Plasmazellen zu isolieren und das so gewonnene Serum nach entsprechender Aufarbeitung dann an entzündete Sehnen oder in traumatisierte Muskulatur injiziert. Es handelt sich um ein rein biologisches Verfahren ohne Zusatz von Medikamenten oder körperfremden Substanzen. So kann der Körper mit Hilfe körpereigener Immunabwehr Entzündungsprozesse oder Traumafolgen erfolgreich bekämpfen. PRGF eignet sich auch hervorragend zur Behandlung von Geschwüren und schlecht heilenden Wunden.

Privatgutachter ist ein Sachverständiger, der von einer Privatperson mit der Erstattung eines Gutachtens beauftragt wird. Die Privat- oder Parteigutachten spielen in Arzthaftungssachen nach der Rechtssprechung des BGH eine ernstzunehmende Rolle. Mit einem Privatgutachten kann auch ein gerichtlich erhobenes Sachverständigengutachten erschüttert werden (Begutachtung der Haltungs- und Bewegungsorgane, G. Rompe und A. Erlenkämper, 4. Auflage, S. 585).

Produkt

Ergebnis eines Prozesses. Es gibt vier übergeordnete Produktkategorien: Dienstleistungen, Software, Hardware, verfahrenstechnische Produkte.

Planung, Führung, Steuerung und Kontrolle eines Projektes (abgrenzbares, neues Vorhaben mit festgelegtem Anfang und Ende).

Bei fortgeschrittener, schmerzhafter Schulterarthrose kann eine völlige Versteifung des Schultergelenks eintreten. Die Oberarmknochen und die Schulterpfanne gleiten dann nicht mehr, sondern reiben direkt aneinander. Die Schulterfunktion kann für diese Patienten durch eine moderne Teilprothese des Schultergelenks wirksam wiederhergestellt werden: Dabei wird auf den Oberarm eine gleitfähige Metallkappe aufgebracht. Die Gelenkpfanne des Schultergelenks kann ebenfalls ersetzt werden. Der Patient mit arthrose-bedingter Schulterversteifung erhält eine im Alltag normal bewegliche und tranierbare Schulter zurück.

Prozente werden vergeben in der privaten Unfallversicherung, auch in der gesetzlichen Unfallversicherung als MdE und im Entschädigungsrecht für das Versorgungsamt als GdB-Prozente (Grad der Behinderung). In der privaten  Unfallversicherung werden üblicherweise auch Einschränkungen in Bruchteilen wie z.B.  1/10 Armwert oder Beinwert angegeben, Wirbelsäulenverletzungen in Bruchteilen. Beim Versorgungsamt können ab GdB von 50 zusätzlich Voraussetzungen zur Anerkennung von Merkzeichen gelten.

In Prozessdarstellungen festgelegte Vorgänge und Arbeitsabläufe; dienen zum Erreichen der Qualitätsziele und unterliegen einem ständigen Verbesserungsprozess. Die Beschreibung von Prozessen erfolgt in bildlicher, textlicher oder tabellarischer Form. Für die bildliche Form werden die Symbole gemäß A-V-Symbolerläuterungen verwendet. Diese Darstellung wird als Ablaufdiagramm bezeichnet.

Die Übersichtsdarstellung aller Prozesse einer Klinik wird als Prozesslandkarte oder Prozesslandschaft bezeichnet. Die einzelnen Prozesse werden dabei zu sog. Prozessbereichen zusammengefasst (bspw. die Prozesse Küche, Service, Hauswirtschaft und Abfallentsorgung zum Prozessbereich „Versorgung/Entsorgung“). Grundsätzlich wird unterschieden in Kernprozesse, die einen unmittelbaren Zusammenhang zur Leistungserbringung der Klinik haben (insbesondere die Prozesse im medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Bereich), sowie Unterstützungsprozesse, die zum reibungslosen Ablauf der Kernprozesse erforderlich sind (insbesondere Verwaltung, Personalmanagement, Organisation, Versorgung).

Prozessqualität ist ein Aspekt der Qualität der medizinischen Versorgung, der alle medizinischen Aktivitäten unter Einbeziehung der interpersonellen und interaktionalen Aspekte umfasst.

Eine Person aus dem Kreis der Prozessbeteiligten (häufig auch Mitglied im QM-Team oder Lenkungsausschuss), die maßgeblich an der Erstellung der Prozessbeschreibung beteiligt ist. Ist als „Kümmerer“ im Routinebetrieb des QM-Systems dafür zuständig, notwendige Änderungen im Prozessablauf oder in den zugehörigen Dokumenten umzusetzen (entweder Vorschläge der Prozessbeteiligten aufzunehmen oder selbst zu initiieren). Sorgt für die Weitergabe von Änderungen im Sinne des Prozesses und ggf. auch für die Lenkung von Dokumenten; ist i.d.R. (aber nicht zwingend) identisch mit dem jeweils zuständigen Bereichs- oder Fachverantwortlichen. Wird auf dem Deckblatt der Prozessbeschreibung mit eindeutiger Stellenbezeichnung benannt.

Qualität ist der Grad an Übereinstimmung zwischen der Dienstleistung (bzw. dem Produkt) und den Erwartungen der Interessenspartner („Kunden/Patienten“) an die Dienstleistung (bzw. das Produkt).

Formulierung der Erfordernisse oder deren Umsetzung in eine Serie von quantitativ oder qualitativ festgelegten Forderungen an die Merkmale einer Einheit zur Ermöglichung ihrer Realisierung und Prüfung. Es ist entscheidend, dass die Qualitätsforderung die festgelegten und vorausgesetzten Erfordernisse des Kunden voll widerspiegelt. Der Begriff "Forderung" erfasst sowohl marktbegründete als auch vertragliche als auch interne Forderungen einer Organisation. Die Qualitätsforderung sollte in funktionalen Bedingungen ausgedrückt und dokumentiert werden.

Dazu gehören Aufzeichnungen aus dem medizinisch-/therapeutischen Bereich wie Behandlungsverlauf, Diagnose- und Therapieprotokolle, Entlassungsbericht, Ergebnisse externer Qualitätssicherungsmaßnahmen. Es ist festgelegt, wie und wo sie aufbewahrt werden. Die Aufzeichnungen dienen der Überprüfung der eigenen Leistungen. Qualitätsaufzeichnungen sind Dokumente, die dem Nachweis einer Leistungserbringung (Erfüllungsgrad) dienen (interne Auditberichte, Schulungsprotokolle, Prüfberichte, Protokolle von Besprechungen, Darstellung von Qualifikationen).

Veröffentlichung mit Angaben zum Spektrum und Anzahl der Leistungen sowie dem Stand der Qualitätssicherung.

Qualitätsdokumente sind Dokumente, die Forderungen an die beschriebenen Verfahren stellen: QM-Handbuch, Auditpläne, Vorgabe- und Nachweisdokumente (interne und externe), mitgeltende Unterlagen, Gesetzblätter etc.;

Qualitätsdokumente müssen aktualisiert sein.

Qualitätsindikator/Qualitätskennzahlen sind ein quantitatives Maß, welches zum Monitoring und zur Bewertung der Qualität wichtiger Leitungs-, Management-, klinischer und unterstützender Funktionen genutzt werden.

Qualitätskontrolle ist die fortlaufende Überwachung der Qualität von erbrachten Dienstleistungen.

Folgende Kriterien werden erfüllt:

-     Interne Qualitätszirkel und Projektgruppen

-     Fragebogenauswertung zur Patientenzufriedenheit

-     Systematisches Beschwerdemanagement

-     Regelung zur Einarbeitung der externen Qualitätssicherungsergebnisse

-     Hygienebeauftragter und Hygieneplan

-     Einsatz von Assessment-Instrumenten

-     Führen von Komplikationsstatistiken

-     Team-Konferenzen

-     Schulungs- und Fortbildungsplan

-     Interne Teamfortbildungen regelmäßiges Training „Erste-Hilfe-Plan“

-     Schriftlich ausgearbeitete Regelungen für die Einarbeitung neuer Mitarbeiter

 

Die QM-Dokumentation orientiert sich an den Forderungen der QMS-Reha® sowie der DIN EN ISO 9001:2008 und deren Gliederung. Das Handbuch wird in einer speziellen ISO-geprüften Software „QumiMed“ verwaltet und den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt.

Im Teil A sind Strukturen, die grundsätzliche Ausrichtung, Handlungsrahmen und Leistungsfähigkeit dargestellt.

Im Teil B sind die zentralen organisatiorischen Aspekte beschrieben, sie beinhalten acht Qualitätselemente. Die Teile 1 bis 6 beinhalten die Bereiche Strategie, Kundenorientierung, Führung, Mitarbeiterorientierung, Kommunikation und Infrastruktur. Die Elemente 7 (Prozess- und Ergebnisqualität) und 8 (kontinuierliche Verbesserung) haben bereichsübergreifenden Charakter.

Alle relevanten Verfahren werden in Prozess-Darstellungen in Kapitel C abgebildet, kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt.

Bewertung des Qualitätsmanagementsystems durch Auswertung der erhobenen QM-Daten. Dabei wird überprüft, ob die Qualitätsziele erreicht wurden und/oder weitere oder neue Maßnahmen notwendig sind.

Das QM-Handbuch dokumentiert die klinikspezifische Organisation der Rehabilitation, sowohl innerbetrieblich als auch gegenüber internen und externen Kunden und Lieferanten. Es ist eine kurze und systematische Beschreibung der qualitätsrelevanten Prozesse einschließlich der zusätzlich geltenden Richtlinien, Verfahrens- und Arbeitsanweisungen. Zweck ist die Erfassung möglichst vieler qualitätsrelevanter Prozesse, um deren Qualität zu regeln.

Das QM Handbuch beinhaltet alle Festlegungen zur Qualität der Leistungserbringung und ist eine verbindliche Orientierung für alle Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter des Hauses. Siehe QumiMed.

Managementsystem zum Leiten und Lenken einer Organisation bezüglich Qualität, d.h. die zur Verwirklichung des Qualitätsmanagements erforderliche Organisationsstruktur, Verfahren, Prozesse und Mittel. Bei der Gestaltung ihrer QM-Systeme sind die Organisationen grundsätzlich frei.

Beauftragter der obersten Leitung mit der festgelegten Befugnis und Verantwortung dafür, dass ein Qualitätsmanagementsystem festgelegt, verwirklicht und aufrechterhalten wird, alle QM-Maßnahmen konsequent umgesetzt werden und deren Wirksamkeit kontinuierlich überprüft und dargestellt wird.

Teil des Qualitätsmanagements, der auf das Festlegen der Qualitätsziele und der notwendigen Ausführungsprozesse sowie der zugehörigen Ressourcen zur Erfüllung der Qualitätsziele gerichtet ist.

Übergeordnete Absichten und Ausrichtung einer Organisation zur Qualität, wie sie von der obersten Leitung formell ausgedrückt wurden. Generell steht die Qualitätspolitik mit der übergeordneten Politik der Organisation im Einklang und bildet den Rahmen für die Festlegung von Qualitätszielen.

Teil des Qualitätsmanagements, der auf das Erzeugen von Vertrauen darauf gerichtet ist, dass Qualitätsanforderungen erfüllt werden. Hierunter sind Aktivitäten zu verstehen, die bei Kunden und Partnern im Gesundheitswesen Vertrauen schaffen, dass eine Organisation alle festgelegten, üblicherweise vorausgesetzten und verpflichtenden Erfordernisse und Erwartungen erfüllt.

Externe Qualitätssicherung soll vor allem die Einhaltung und die (Weiter-)Entwicklung der Qualitätsstandards gewährleisten. Durch vergleichende Qualitätsanalysen werden den Leistungserbringern Rückmeldungen als Grundlage für die interne Qualitätsentwicklung zur Verfügung gestellt. Hierfür sind valide Kriterien für die Vergleichbarkeit der Einrichtungen sowie geeignete Parameter zur Bildung vergleichbarer Gruppen von Leistungsberechtigten erforderlich.

Interne Qualitätssicherung dient der Sicherung einer kontinuierlichen hohen Qualität der Erbringung von Leistungen. Damit ist die einrichtungsinterne kontinuierliche Problemerkennung und Verbesserung von Leistungen ebenso verbunden wie die Weiterentwicklung von Strukturen und Prozessen mit dem Ziel der Steigerung der Ergebnisqualität.

Teil des Qualitätsmanagement, der auf die Erhöhung der Fähigkeit zur Erfüllung der Qualitätsanforderungen gerichtet ist. Dies umfasst alle in einer Organisation ergriffenen Maßnahmen zur Erhöhung der Effektivität und Effizienz von Tätigkeiten und Prozessen, um zusätzlichen Nutzen sowohl für die Organisation als auch für ihre Kunden zu erzielen.

Strategie bedeutet so viel wie ein zielorientiertes Vorgehen, eine langfristige Planung, im Gegensatz zur kurzfristigen Taktik als Teil einer Strategie. Der Begriff Strategie wird im Zusammenhang mit dem Qualitätsmanagement-System für die Entwicklung den spezifischen Bedingungen angepasster, strategischer Überlegungen und Planungen verwendet. Diese werden im Wesentlichen durch die Beschreibung des Qualitätselementes B.1 Politik und Strategie der Klinikleitung – sowie der zugehörigen Prozesse – dargelegt.

Ein Qualitätszirkel ist eine kleine institutionalisierte Gruppe von 5 -12 Mitarbeitern, die regelmäßig zusammentreffen, um in ihrem Arbeitsbereich auftretende Probleme freiwillig und selbstständig zu bearbeiten. Diese Definition entspricht den einrichtungsinternen Qualitätszirkeln in Organisationen des Gesundheitswesens, die sich im Allgemeinen berufsgruppen- oder abteilungsübergreifend zusammensetzen.

Elektronisches QM-Handbuch, das jedem Mitarbeiter zur Verfügung steht und immer alle aktuellen Dokumentenversionen beinhaltet. Siehe QM-Handbuch.

Die Radiofrequenztherapie bietet eine komplikationsarme Alternative zu einer aufwändigen Operation. Vor allem bei der Verbesserung von chronischen Schmerzerkrankungen wird die Behandlung mit der Radiofrequenztherapie immer beliebter.

Bei der Radiofrequenztherapie wird zur Behandlung von Rückenschmerzen eine Spezialsonde unter digitaler Röntgenkontrolle punktgenau an den Ort der Schmerzentstehung platziert. Durch lokale Hitzeapplikation an den schmerzvermittelnden Nerven der kleinen Wirbelgelenke kommt es  zu einer oft jahrelang anhaltenden Beschwerdebesserung. Im Anschluss an diese ambulante Behandlung der Radiofrequenztherapie ist ein sofortiges Aufstehen möglich.

Als erster Kontaktpunkt für die Kläger im Verfahren bei Sozialgerichten, Landessozialgerichten oder bei Amtsgerichten, Landgerichten oder Oberlandesgerichten wird durch den Rechtsanwalt eine Kontaktaufnahme mit mir hergestellt, im Rahmen dessen dann erfolgt die Gutachtensbenennung. Aber auch im Vorfeld kann eine erste Beurteilung des Sachverhaltes aus medizinischer Sicht für das weitere Vorgehen von großer Bedeutung sein. So können bereits vorgerichtlich Akten oder Vorgutachten oder andere medizinische Gutachten eingesehen werden und entsprechend bewertet werden.

Im Rahmen einer zeitnahen und kostengünstigen Vorklärung können die Ergebnisse innerhalb von 14 Tagen, bei Dringlichkeit auch innerhalb von 7 Tagen vorliegen. Zusätzlich ist eine kontinuierliche Erreichbarkeit, telefonisch als auch per Email gewährleistet. Eine Überprüfung von juristischen Schriftsätzen auf medizinische Schwachstellen ist aus meiner Erfahrung empfehlenswert und wird  von juristischer Seite oft als hilfreich empfunden. Langjährige Partnerschaften bestehen mittlerweile mit Kanzleien in Berlin, Hamburg, München, Heidelberg, Regensburg, Düsseldorf, Dortmund, Saarbrücken, Mainburg, Landshut u. w..

Reha stationär: wann notwendig?

•     die Mobilität eingeschränkt ist

•     eine Herausnahme aus dem häuslichen Umfeld erforderlich ist

•     eine ambulante Einrichtung vom Wohnort nicht in einer angemessenen Entfernung erreicht werden kann

•     psychische Störungen, wie eine begleitende Depression vorliegen

•     die häusliche Versorgung nicht gesichert ist

•     die Möglichkeit einer stationären Behandlung/Überwachung und kontinuierliche Betreuung erforderlich sind oder

•     die ambulanten Möglichkeiten ausgeschöpft wurden.

Rehabilitation als Aufgabe der Sozialleistungsträger schließt alle Leistungen ein, die darauf gerichtet sind, eine drohende Beeinträchtigung der Teilhabe abzuwenden bzw. eine bereits eingetretene Beeinträchtigung der Teilhabe zu beseitigen, zu vermindern oder deren Verschlimmerung zu verhüten. Ziel ist die selbstbestimmte und möglichst dauerhafte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft. Begrifflich leitet sich Rehabilitation aus dem Lateinischen ab, rehabilitare bedeutet wiederherstellen/wiederbefähigen.

Der Begriff Rehabilitationsfähigkeit bezieht sich auf die somatische und psychische Verfassung des behinderten oder von Behinderung bedrohten Menschen (z. B. Belastbarkeit, Motivation bzw. Motivierbarkeit) für die Teilnahme an einer geeigneten Leistung zur Teilhabe.

Die Rehabilitationsprognose ist eine sozialmedizinisch begründete Wahrscheinlichkeitsaussage für den Erfolg der Leistung zur Teilhabe.

Neben der Feststellung der Rehabilitationsbedürftigkeit und der Rehabilitationsfähigkeit ist die im Hinblick auf das Erreichen des Rehabilitationsziels positiv eingeschätzte Rehabilitationsprognose eine Voraussetzung für die Bewilligung und Durchführung einer Leistung zur Rehabilitation.

Wesentliche Risikofaktoren für die Entstehung von orthopädischen Erkrankungen, insbesondere Hüft- und Knieveränderungen im Sinne von Cox- und Gonarthrose sowie dessen Fortschreiten, sind neben einer genetischen Disposition Übergewicht, Bewegungsarmut und Ernährungsgewohnheiten. Übergewicht und Bewegungsmangel als beeinflussbare Risikofaktoren, als auch der diätetischen Einstellung, kommen eine besondere Bedeutung zu, was auch in den Therapieangeboten und Schulungen in unserer Abteilung  Berücksichtigung findet.

Unter Risikomanagement versteht man den planvollen Umgang mit Risiken. Dies umfasst die Analyse (Identifikation, Messung und Gewichtung) potentieller Risiken und die Festlegung einer Risikostrategie mit dem Ziel, die Risiken zu beherrschen.

Die Einrichtungen Römerbad-Klinik und Kaiser Trajan-Klinik, beide unter gleicher Geschäftsführung, liegen im Hopfenanbaugebiet der Hallertau, inmitten des Dreiecks Regensburg/Ingolstadt/München.

Die Römerbad-Klinik und die Kaiser Trajan-Klinik befinden sich am Rande des alten Ortskerns von Bad Gögging mit einer Bevölkerungszahl von 1230 Einwohnern, eingebettet in einem klinikeigenen Park von 1500 m. Die Rehabilitation hat in Bad Gögging Tradition: Der Ort blickt zurück auf eine 2000-jährige alte römische Geschichte mit den Relikten der römischen Bäderanlagen. Auch die Infrastruktur von Bad Gögging ist auf die Rehabilitationsmaßnahmen ausgerichtet. So verfügt Bad Gögging zur Erhöhung des therapeutischen Freizeitwertes mit der erst kürzlich renovierten und sanierten Limestherme über ein Warmbad mit 15 verschiedenen Innen- und Außenbecken. Die Rehabilitationstradition in Bad Gögging geht zurück auf die Römer, die die Schwefelquellen, die aus einer Tiefe von 25 – 120 m aus dem Malmkarst zwischen Frankenalb und dem Bayerischen Molassebecken entspringen, sehr schätzten. Der Schwefelsulfidgehalt liegt bei 6 – 7 mg pro Liter.

Therapeutisch kommt dieser Schwefelsulfidkonzentration eine beachtliche Wirkung auf den Organismus zu. Es konnte eindeutig eine Schmerzschwellenverschiebung in vergleichenden neueren Studien festgestellt werden [Gutenbrunner Chr., Kopitzki K., Neues-Lahusen M., Beeinflussung der Schmerzempfindlichkeit gesunder Versuchspersonen durch natürliche Schwefelbäder (1999) sowie Gutenbrunner Chr., Hildebrand G., Handbuch der Balneologie und med. Klimatologie (1998)] durch nachgewiesene perkutane Sulfidschwefelaufnahme mit Aktivierung der Leukozytenvermehrung, Verstärkung der Dysproteinämie, Steigerung der unspezifischen Abwehr über den Properdinspiegel sowie Erhöhung der Körpertemperatur mit Verlängerung und Verbreitung des Schenkels in den arteriellen Hautkapillaren und andererseits zur Verbesserung der dermatologischen Verhältnisse bei chronischen Ekzemen mit Hyperkeratosen, Akne und Psoriasis.

Zudem kommt dem Bad Gögginger Niedermoor eine bewährte traditionelle Heilkraft zu, dessen Wirkung auf Verbesserung des Wärmeregulationssystems und insbesondere natürliche „Antiphlogistik“ durch Huminsäuren beruht.

Vor Beginn der eigentlichen Schmerztherapie erfolgt in einem persönlichen Gespräch mit dem Patienten zunächst eine umfangreiche Erhebung seiner Vorerkrankungen, der bisherigen Befunde und der bereits angewandten Therapieformen. Zur Schmerztherapie wird dann ein individuelles Konzept aus schmerzmedikamentöser Therapie, Infusionen und Injektionen, physikalischer Therapie und alternativen Heilmethoden wie z.B. der Akupunktur erstellt. Ein weiteres Mittel, das unter anderem zur Schmerzreduktion eingesetzt werden kann, ist Botulinumtoxin, dessen muskelentspannende Wirkung langfristig schmerzlindernd wirkt.

Bei Schulterproblemen muss der erfahrene Orthopäde ganze Spektrum orthopädischer Behandlungsmethoden verstehen und einsetzen können. Wichtig: Eine schnelle und treffsichere Diagnose durch den erfahrenen Facharzt. Dauern Schulterschmerzen und Bewegungs-Einschränkungen zu lange an, kann es auf Grund der Muskelzurückbildung und Fehlhaltungen zu weiteren Schäden an diesem sensiblen Gelenk kommen.

Physiotherapie: Muskelverspannungen und Störungen des Muskelgleichgewichtes können mit Massage und gezielter Bewegungstherapie erfolgreich behandelt werden.

Physikalische Therapie: Wärme und Kältereize und Strombehandlungen können das Entzündungsgeschehen am Schultergelenk erfolgreich beeinflussen

Sehnenverkalkung der Schulter
Kalkschulter ist eine Erkrankung der Sehnen des Schultergelenks ("Rotatorenmanschette"): Sie ist bereits im Röntgenbild erkennbar.Impingement des Schultergelenks führt zu Schmerzen bei der Bewegung des Schultergelenks

"Frozen Shoulder" Syndrom ist eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung des Schultergelenks, die ohne äußere Ursachen in Erscheinung tritt.

Schultergelenks-Arthrose (Medizinisch: Omarthrose)
Ist die Abnützung des Schultergelenks: Auch hier ist Oberflächenersatz oder in schweren Fällen sogar ein künstliches Gelenk (Prothese) möglich.

Schleimbeutelentzündung: ("Bursitis subacromialis") wird in vielen Fällen durch Stoß, Sturz oder durch Impingement im Schultergelenk verursacht.

Rotatorenmanschettenruptur: Sehnenriss in tieferen Schichten der Schulter-Muskulatur, oft bei älteren Patienten.

Wiederholte Auskugelungen (Luxation) des Schultergelenks
Das wird oft begünstigt durch Verletzung einer stabilisierenden Knorpellippe (Labrum glenoidale) Treten die Auskugelungen oft auf, werden sie auch rezidivierende Schulterluxation genannt.

Medizinische Schulungen wurden in ihrer Wertigkeit häufig belächelt. Aber seit 2007 sind gute Studien zu dem Ergebnis gekommen, dass Schulungen einen hohen Stellenwert in der Evidenzbasierung haben.

Die Patientenschulung hat sich in den vergangenen dreißig Jahren zu einem wichtigen Baustein in der Medizin, insbesondere in der Rehabilitation entwickelt.

Neben der Diagnostik und Therapie stellt sie mittlerweile ein gleichrangiges Behandlungsmodul in allen Indikationsbereichen dar. Gut strukturierte, didaktisch ausgereifte, entsprechend evaluierte Schulungsprogramme entstanden zunächst für Diabetes mellitus. Bereits 1979 gründete die Europäische Diabetesgesellschaft EASD eine spezielle Arbeitsgruppe mit dem Ziel, Grundlagen, Strukturen und Probleme der Patientenschulung auf internationaler Ebene zu diskutieren (Bott 2000).

Verschiedene Arbeitsgruppen von verschiedenen Trägern haben Seminarprogramme und Schulungsprogramme entwickelt. So erschien als Überarbeitung und Erweiterung dieses Konzeptes des VdR 2000 die Seminarreihe „Aktiv gesundheitsfördernd“, 1995 von der BfA ein eigenes Konzept: „Gesundheitstraining in der medizinischen Rehabilitation“.

Im Januar 2003 wurde von der Arbeitsgruppe Gesundheitstraining der DRV Bund eine wesentlich erweiterte Version des Schulungskonzeptes „Gesundheitstraining in der medizinischen Rehabilitation“ herausgegeben und laut Rahmenkonzept zur Med. Rehabilitation in der gesetzlichen Rentenversicherung 2009 weiterentwickelt.

Das Gesundheitstraining „Gelenkerkrankung“ der DGOOC wurde 2002 von der Sektion Physikalische Medizin und Rehabilitation als integrativer Bestandteil einer stationären Rehabilitations- und Anschlussheilbehandlung neben dem Bereich Diagnostik und Therapie entwickelt, um das Selbstmanagement von Patienten im Umgang mit Gelenkerkrankungen während eines klinischen Aufenthaltes zu stärken.

In Anlehnung an diese Programme finden bei uns in den Kliniken auch entsprechende Schulungsprogramme in Kleingruppen statt. Unsere Intentionen der orthopädischen Schulungen sind:

 

•     Besserung der Gelenkbeweglichkeit und Muskelkraft

•     Schaffung eines flüssigen und koordinierten Gangbildes

•     Gangsicherheit, auch auf unebenem Gelände und Treppen

•     Rückgewinnung des Vertrauens in die körperliche Leistungsfähigkeit

•     Selbstmanagement und Verständnis im Umgang mit Gelenkerkrankungen

Warum treten Rücken- und Nackenschmerzen so häufig auf?

Rücken- und Nackenschmerzen sind ein weit verbreitetes Problem bei vielen Menschen. In Deutschland klagen 80 % der Menschen mindestens ein Mal im Leben über Rückenbeschwerden.

Statistisch gesehen haben 27 bis 40 % der Deutschen permanent Schmerzen im Rücken.

Die Folge von Wirbelsäulenbeschwerden sind oft neben quälenden Schmerzen im Rücken ein Verlust an Aktivität und Lebensqualität. Nicht selten führt dies zu Beeinträchtigungen im sowohl privaten als auch beruflichen Umfeld.

Die Aufgaben der Wirbelsäule

Die Wirbelsäule muss verschiedene mechanische Funktionen erfüllen. Auf der einen Seite muss sie genügend Stabilität besitzen, um eine aufrechte Körperhaltung zu gewährleisten - auf der anderen Seite aber auch genügend Flexibilität aufweisen, um sich ausreichend bewegen zu können (wie Bücken und Drehen). Diese Voraussetzungen sind mechanisch sehr anspruchsvoll und erhöhen damit die Verletzungsanfälligkeit der Wirbelsäule.

Die Wirbelsäule besteht von der Hals- bis zur Lendenwirbelsäule aus 24 Wirbelkörpern, welche durch Gelenke, Bänder, Muskeln und Faszien zusammengehalten werden. Zwischen den einzelnen Wirbelkörpern befindet sich die Bandscheibe, welche wie ein Puffer fungiert und mechanischen Druck entlang der Wirbelsäule absorbiert. Die Bandscheibe selbst besteht aus einem gallertartigen Kern, dem sogenannten Nukleus, der von mehreren Lagen eines faserigen Binde- Gewebes, dem sogenannten Annulus, umgeben ist.

Die Bandscheibe besitzt keine eigene Blutversorgung und die Zufuhr von Flüssigkeit, Nährstoffen und Sauerstoff basiert auf dem Prozess der Diffusion aus den angrenzenden Wirbelkörpern. Dieser Vorgang hängt größtenteils vom Druckunterschied zwischen dem Bandscheibeninneren und dem angrenzenden Wirbelkörper bzw. dessen versorgenden Blutgefäßen ab.

Dies ist auch der Grund, warum die Bandscheibenregeneration (wie Versorgung und Ernährung) hauptsächlich in liegender und ruhender Körperhaltung, also wenn der Bandscheibendruck (intradiskale Druck) gering ist, stattfindet. Grundsätzlich ist dieser Prozess der Regeneration sehr begrenzt und mit zunehmendem Alter kommt es sehr häufig zu Verschleiß und Abnützungs-Erscheinungen und damit einhergehend zu Schmerzen und Beschwerden.

Schmerzen im Rücken und ihre Folgen

Unsere Wirbelsäule wird jeden Tag durch zu langes Sitzen, einseitiges Belasten, sowie Bücken und Heben stark beansprucht. Sich wiederholende Überbelastungen, sowie respektive einseitige Belastungen können den Faserring der Bandscheibe (Annulus) verletzen. Bei hohem bzw. zunehmendem intradiskalen Druck kann dies zu einem Herausquellen des Bandscheibenmaterials (Bandscheibenvorwölbung) führen und bei größeren Verletzungen des Faserrings sogar zu einer Bandscheibenperforation und damit einhergehend zu einem Heraustreten der gallertartigen Masse (Bandscheibenvorfall oder Hernia Nukleus Pulposus). Dies wiederum kann eine Einklemmung des Spinalnervs, der Nervenwurzel und/oder anderer sensibler Strukturen zur Folge haben, wodurch starke Schmerzen, Sensibilitätsstörungen (z.B. Kribbeln, Taubheitsgefühl) und eventuell sogar motorische Ausfallserscheinungen auftreten können (z.B. Kraftverlust).

Ziel der Sportmedizin ist die Verhütung und Behandlung von Sportschäden und Sportverletzungen (z.B. "Tennisarm" oder "Golfarm"). Hierbei werden die verschiedensten diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten in der Prävention und Rehabilitation für Freizeit- und Profisportler diverser Sportdisziplinen eingesetzt.

Standard - eine normative Vorgabe qualitativer und/oder quantitativer Art bezüglich der Erfüllung vorausgesetzter oder festgelegter Qualitätsforderungen. Der englische Begriff "standard" ist im Deutschen mit "Norm" zu übersetzen. Allgemein werden Begriffe wie Maßstab, Norm, Richtschnur, Leistungs- und Qualitätsniveau hierunter verstanden. Die Wertigkeit und damit die Verbindlichkeit eines Standards entsprechen dem einer Richtlinie.

Aus juristischer Sicht ist Standard das, "was auf dem betreffenden Fachgebiet den gesicherten Stand der medizinischen Wissenschaft entspricht und in der medizinischen Praxis zur Behandlung der jeweiligen gesundheitlichen Störung anerkannt ist".

Stoßwellen werden seit langem erfolgreich in der Urologie zur Zertrümmerung von Nieren- oder Gallensteinen angewendet.

In der Orthopädie finden die sog. extrakorporalen oder fokussierten Stoßwellen erst seit etwa 10 Jahren Einsatz. Dieses geräteaufwändige und damit relativ teure Verfahren ist insbesondere angezeigt bei schlecht heilenden Knochenbrüchen (Pseudarthrosen), bei Knochendurchblutungsstörungen (Knochenmarks-ödemsyndrom, Knochennekrosen) und nach jüngsten Erkenntnissen auch bei schlecht heilenden Wunden. Für diese Anwendungen ist der zielgerichtete Einsatz hoher Energiestufen erforderlich, die kleinere Geräte nicht leisten können.

Für alle anderen oberflächennahen Indikationsgebiete ist die mechanisch arbeitende radiale Stoßwelle mit sehr viel geringeren Einsatzkosten eine bewährte und ausreichende Alternative. Die radiale Stoßwellentherapie hat zudem den Vorteil der hohen Stoßwellenerzeugungsfrequenz, die uns neue Anwendungsgebiete z.B. bei Muskelfunktionsstörungen eröffnet hat. Diese sog. Triggerpunktstoßwelle kann in geeigneten Fällen chronische Muskel- und Bindegewebs-schmerzsyndrome auflösen, die früher nicht oder mit nur sehr schmerzhaften Drucktechniken behandelbar waren.

Die radiale Stoßwellentherapie zeigt sehr gute Erfolge bei folgenden Indikationen:

  • Tennis- oder Golferellenbogen (radiale oder ulnare Epicondylopathie)
  • Sehnen-/Schleimbeutelschmerzen der  Schulter (chronifizierte Rotatorenmanschettentendopathie) mit und ohne Kalkeinlagerungen mit Ausstrahlung in die Oberarm-Außenseite, Nachtschmerzen, Armhebeschmerzen
  • anhaltende Fersenschmerzen (Fersensporn) trotz entsprechender Einlagenversorgung
  • Achillessehnenansatzerkrankung am Fersenbein mit und ohne Kalkeinlagerung
  • generell bei verkalkenden oder chronifizierten Sehnen- und Bänderschmerzen (Tendopathien), z.B. an der Kniescheiben-(Patella)-Spitze, am Knieseitenband, an der Quadrizepssehneneinstrahlung (Oberschenkelstreckmuskel), am Trochanter major (Hüftaußenseite), am Handgelenk und anderen Lokalisationen oder
  • bei Trigger- und Tender-Punkten in Muskulatur und Sehnen (chronische Schmerzursachen mit Verkürzung und Gewebsumbau)


Zur Methode

Das radiale Stoßwellengerät erzeugt auf mechanischem Wege eine Druckwelle, die sich von der Ankopplungsstelle an der Körperoberfläche halbkugelig mit schnell abnehmender Energie in den Körper hinein ausbreitet. Diese Technik ist deshalb gut für oberflächennahe und flächige Behandlungen geeignet. Es werden ca. 3 - 5 Sitzungen mit etwa 2000 Stoßwellen pro Sitzung durchgeführt.

Behandlungserfolg

Die Stoßwellentherapie ist ein schonendes Verfahren ohne schädliche Nebenwirkungen. Etwa 2 von 3 Patienten sind nach 3 bis 5 Behandlungen entscheidend gebessert und können damit Injektionen vermeiden oder langdauernde physiotherapeutische Behandlungen abkürzen.

Kostenerstattung

Leider liegen bisher keine ausreichend großen und wissenschaftlich abgesicherten Studien vor, die den gemeinsamen Ausschuss Krankenkassen / Ärzte von der Notwendigkeit der sofortigen Anerkennung durch die gesetzlichen Krankenkassen überzeugt hätte. Die Leistung zählt deshalb zu den sog. IGeL-Leistungen (Individuelle Gesundheitsleistungen), die den gesetzlich versicherten Patienten nach der Gebührenordnung für Ärzte individuell in Rechnung gestellt werden. Privatversicherungen erstatten die Behandlungskosten meist problemlos.

Struktur-/Prozess-/Ergebnisqualität ist der Grad, in dem (je) ein Satz inhärenter Merkmale der Struktur, der Prozesse bzw. des (Behandlungs-) Ergebnisses Anforderungen erfüllt. Die international gebräuchliche Einteilung in Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität als "Ebenen der Qualitätsbeobachtung und -beurteilung im Gesundheitswesen" geht auf Donabedian zurück. Er unterscheidet Struktur, Prozess und Ergebnis.

 

Danach sind

Strukturqualität Rahmenbedingungen und das Umfeld für die rehabilitative Versorgung, personelle und materielle Ressourcen, organisatorische und finanzielle Gegebenheiten einschließlich der Zugangsmöglichkeiten für die Patienten,

Prozessqualität alle medizinischen/pflegerischen/therapeutischen Tätigkeiten, die zwischen Anbietern und Verbrauchern von Gesundheitsleistungen ablaufen,

Ergebnisqualität die dem medizinischen/pflegerischen/therapeutischen Handeln zuschreibbaren Veränderungen des Gesundheitszustandes der Patienten einschließlich der von diesem Veränderungen ausgehenden Wirkungen.

Ein Aspekt der Qualität der medizinischen Versorgung, der bestimmt wird durch die Rahmenbedingungen im Einzelfall und durch die politischen und ökonomischen Faktoren, unter denen Gesundheitsversorgung stattfindet (z. B. technische Ausstattung der Praxis, Zugangsmöglichkeiten für Patienten, Fähigkeiten des Praxispersonals, Genauigkeit der Datendokumentation, Ausbildungsstand des Arztes).

 

Strukturqualität benennt die Rahmenbedingungen, die notwendig sind, um die vereinbarte Leistung zur Teilhabe erbringen zu können. Zu den Strukturmerkmalen zählen insbesondere:

  • Vorhandensein eines Konzeptes,
  • räumliche und sächliche Ausstattung,
  • personelle Ausstattung,
  • Leistungsangebote,
  • Qualifikation, Aus-, Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter,
  • Einbindung in Versorgungsstrukturen einschließlich der Selbsthilfe,
  • interne Vernetzung (z.B. regelmäßige Teambesprechungen).

 

Prozessqualität bezieht sich auf die Planung, Strukturierung und den Ablauf der Leistungserbringung sowie die Beurteilung der sachgerechten Durchführung.

Insbesondere werden hierunter erfasst:

  • interdisziplinäre Feststellung des individuellen Rehabilitations-, Förder- bzw. Hilfebedarfs,
  • Vereinbarung individueller Rehabilitationsziele mit den Leistungsberechtigten,
  • Erstellung und Fortschreibung eines Rehabilitations-/Teilhabeplans unter Berücksichtigung der Rehabilitationsziele der jeweils notwendigen Leistungen,
  • sachgerechte Durchführung der Leistung,
  • Dokumentation und Bewertung des Verlaufs,
  • interdisziplinäre Zusammenarbeit in den Einrichtungen sowie einrichtungsübergreifend,
  • Kooperation mit den vor- und nachbehandelnden Einrichtungen, Diensten und der Selbsthilfe.

 

Ergebnisqualität bezieht sich darauf, in welchem Ausmaß die mit der Leistung angestrebten individuellen und generellen Ziele erreicht werden.

Teilhabe (syn. Partizipation) im Sinne der ICF ist das Einbezogensein in eine Lebenssituation. Das Sozialgesetzbuch (SGB IX) enthält Regelungen zur Rehabilitation und Teilhabe behinderter und von Behinderung bedrohter Menschen u. a. mit dem Ziel, die gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu fördern. Hierzu werden Leistungen zur Teilhabe erbracht.

TENS – die medikamentfreie Alternative gegen Schmerzen.Die Transcutane Elektrische Nerven Stimulation ist eine medizinische Reizstromtherapie, bei der ein kleiner Apparat elektrische Impulse über auf die Haut aufgeklebte Elektroden abgibt.

Dadurch werden die Schmerz weiterleitenden Nervenbahnen so beeinflusst, dass die Schmerzwahrnehmung im Gehirn vermindert wird.

Bei einer Sonderform der TENS Therapie kommt es durch speziell eingestellte Impulse zu gezielten Muskelkontraktionen, so dass geschwächte Muskeln z.B. nach Operationen zügiger wieder aufgebaut werden.

In den letzten Jahren setzt sich unter Aktivierung bereits Jahrhunderte alten Wissens die Erkenntnis durch, dass gereizte oder überbelastete Muskulatur, Sehnen- oder Knochenhautgewebe und Nervenstrukturen sowie deren Bindegewebsumhüllung und die Verschiebe- und Gleitschichten eigenständige krankhafte Zustände entwickeln können. Diese überdauern häufig die eigentliche Ursache, die in einer Entzündung, einem Bandscheibenvorfall, einer Gelenkbewegungsstörung o.a. begründet sein kann.
Solche gestörten Funktionszustände lassen sich

  • an schmerzhaften Muskelsträngen,
  • an mehr knotigen Verhärtungszonen (Triggerpoints),
  • an verklebten Verschiebeschichten,
  • an schmerzhaften Sehnen/Knochenübergängen (Tenderpoints) oder
  • an verminderter Dehnbarkeit von Nervenstrukturen

durch Betasten und durch Funktionstests erkennen. Die sog. Triggerpunkt-Pathologie ist eine der häufigsten Beschwerdeursachen in der Behandlung von Sportlern und Wirbelsäulen- bzw. Schmerzpatienten. Verklebungen und Beweglichkeitsstörungen können nicht nur den Haltungs- und Bewegungsapparat in üblicher Vorstellung betreffen, sondern auch die inneren Organe im Brust- und Bauchraum, die Geschlechtsorgane insbesondere bei Frauen, die Rückenmarkshäute und die knöchernen Strukturen in ihrer Dehnbarkeit und Verformbarkeit in sich selbst.

Die Gesamtheit dieser diagnostischen und therapeutischen Verfahren wird in der sog. "Osteopathischen Medizin" vermittelt, die sich in großen Teilen mit den Inhalten der  Manuellen Medizin überschneidet.

Die myofascialen Behandlungstechniken werden auch isoliert gelehrt und gehören zum Rüstzeug vieler qualifizierter Krankengymnasten und Sporttherapeuten.

Sehr gute Erfahrungen haben wir für die Triggerpunkte und teilweise auch Tenderpunkte mit dem Verfahren der radialen Stoßwellentherapie. Dieses zwischenzeitlich recht kostengünstige Verfahren (ca. 50 EUR pro Behandlungssitzung) kann tiefe Strukturen beeinflussen, die ansonsten mit Fingertechniken nur durch hohen Druck und damit verbundenen Schmerzen erreichbar wären.

Die entscheidende Rolle in der Diagnostik und Therapie myofascialer Störungen spielt die Ausbildung und Erfahrung des Untersuchers und Therapeuten.

Mit Hilfe der Lasertherapie ist es möglich, hohe Energiemengen mit optimaler Tiefenwirkung in menschliches Weichteilgewebe einzubringen, ohne Verletzungen oder unangenehme Empfindungen hervorzurufen. Das regt den Zellstoffwechsel an, aktiviert die Selbstheilungskräfte des Körpers und fördert damit eine schnelle Heilung verletzter und überlasteter Strukturen. Diese Therapie kommt sowohl bei akuten Muskel-, Bänder- und Sehnenverletzungen (z.B. Muskelzerrung oder Achillessehnenbeschwerden) als auch bei Gelenkschmerzen und Wirbelsäulenbeschwerden zur Anwendung. Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

Als Wurzelreizsyndrome werden sehr schmerzhafte Reizungen bezeichnet, die durch eine Reizung einer Spinalnervenwurzel entstehen.

Kommt es zu einer Irritation dieser Nervenwurzeln (zum Beispiel durch einen Bandscheibenvorfall, durch Einengungen im Bereich der Wirbelsäule oder durch Entzündungen), kann ein Wurzelreizsyndrom entstehen.

Da bei einem Wurzelreizsyndrom die Gefahr einer Chronifizierung (Dauerschmerz) besteht, ist eine frühzeitige und intensive Schmerztherapie notwendig. Eine Operation erfolgt nur bei sehr starken und nicht beeinflussbaren Schmerzen.

Verfahren, in dem ein (unparteiischer) Dritter schriftlich bestätigt, dass ein Erzeugnis, ein Verfahren, eine Dienstleistung oder eine Organisation in ihrer Gesamtheit festgelegte Anforderungen erfüllt.

Der Begriff der Zertifizierung ist in der aktuellen Fassung der DIN EN ISO 9000:2008 zu Grundlagen und Begriffen nicht definiert. Im Sprachgebrauch wird darunter der Nachweis der Konformität durch ein Audit und die offizielle Bestätigung durch eine akkreditierte Stelle verstanden. Damit entspricht der Begriff Zertifizierung inhaltlich dem Audit: "Audits dienen der Ermittlung, inwieweit die Qualitätsmanagement-Anforderungen erfüllt sind, um die Wirksamkeit des QM-Systems zu bewerten und Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen"

Der Begriff ist unpräzise und häufiger Grund von Auseinandersetzungen.

Gerichte müssen gerade bei chirurgischen Fragen auf ärztliche Sachverständige zurückgreifen, die den individuellen Operationsablauf begutachten können und kennen. Erfolgreich kann man in den Auseinandersetzungen nur mit einer sorgfältigen Dokumentation sein, aus der zusätzlich erbrachte Leistungen und deren Indikation klar erkennbar sein müssen. Hier ist aber spezielles ärztliches Wissen unverzichtbar.

Die Zweitmeinung kann notwendig sein einerseits bei entsprechenden Therapieempfehlungen, die von einem Kollegen an den Patienten gegeben wurde. Hierbei handelt es sich meistens um sehr einschneidende operative Therapien, die der Patient im Vorfeld dieser Operation nochmal mit einem neutralen medizinischen Sachverständigen geklärt haben möchte. Andererseits kann es eine Zweitmeinung bei Vorliegen eines medizinischen Gutachtens geben. Prinzipiell ist der medizinische Sachverhalt als geklärt zu betrachten. Die Qualität und Objektivität ist aber nicht in jedem Fall unproblematisch. Deswegen ist eine Zweitmeinung mit Begutachtung und Analyse durch einen zweiten unabhängigen Gutachter für den Patienten selbst unerlässlich. Dabei werde ich entweder durch den Patienten selbst, oder durch einen Rechtsvertreter oder VdK beauftragt. Auf diesem Gebiet arbeite ich mit sämtlichen VdK-Stellen in Deutschland seit Jahren zusammen. Erfahrungsgemäß kann es wertvolle Hinweise zu Maßnahmen geben, die aus medizinischer Hinsicht sinnvoll erscheinen. Alternativ und kostengünstig kann auch im ersten Schritt eine Begutachtung über die Krankenkasse oder die Gutachterkommission für ärztliche Behandlungsfehler bei der zuständigen Ärztekammer erfolgen. Dabei werden folgende Gebiete analysiert:

  1. Gutachtenerstellungen der Schlichtungsstellen der Ärztekammern
  2. Gutachten für die Krankenversicherung
  3. Gutachten für die Unfallversicherungen
  4. Fragestellungen oder Probleme der Haftpflichtversicherungen
  5. Analyse von Gutachten von gerichtlich bestellten Sachverständigen
  6. Überprüfung von fachärztlichen Privatgutachtern, die außergerichtlich ein Gutachten erstellt haben. Je nach Umfang und Notwendigkeit der Fragestellung wird hierbei eine Stellungnahme oder ein wissenschaftliches Fachgutachten erstellt.

Gibt es bei einer Person den Verdacht, dass eine durch die berufliche Tätigkeit ausgelöste Krankheit vorliegt, so muss der Versicherte selbst oder der Betrieb, ein Arzt oder die Krankenkasse hierzu eine Anzeige erstatten. Im Anschluss daran erfolgt zunächst eine Überprüfung der Berufskrankheit durch den Technischen Aufsichtsdienst der Berufsgenossenschaft hinsichtlich der arbeitstechnischen Voraussetzungen. Dabei werden Ausmaß und Art der Einwirkung, die den Schaden verursacht haben könnte, untersucht. Danach wird von Fachärzten geprüft und anhand eines Gutachtens sowie einer Stellungnahme dokumentiert, ob aus arbeitsmedizinischer Sicht die Voraussetzungen für die entsprechende Berufskrankheit erfüllt sind. Nachdem schließlich der Gewerbearzt eine Aussage dazu getroffen hat, ob eine solche berufsbedingte Krankheit vorliegt, entscheidet die Berufsgenossenschaft darüber, ob diese letztendlich anerkannt wird oder zunächst nur präventive Leistungen gewährt werden. Liegt also bei einer Person eine gesundheitliche Einschränkung vor, die nicht den bereits genannten Kriterien entspricht, werden - je nach Bedarf - folgende vorbeugende Maßnahmen getroffen: Um das Entstehen beziehungsweise die Verschlimmerung der Krankheit zu verhindern, wird gegebenenfalls der Arbeitsplatz modifiziert und gefährdende Tätigkeiten müssen vom Arbeitnehmer unterlassen werden. Darüber hinaus werden Heilbehandlungen übernommen und bei Bedarf Berufshilfe sowie eine Übergangszahlung bei notwendigem Jobwechsel geleistet.

Um das Maß der verminderten Erwerbsfähigkeit zu definieren und die daraus resultierenden Leistungen der Versicherung festzulegen, wird die durch entstandene Beeinträchtigungen hervorgerufene eingeschränkte Arbeitsmöglichkeit genauer betrachtet. Dabei dreht sich konkret alles um die geistigen und körperlichen Defizite, die das Leistungsvermögen im Erwerbsleben auf negative Art und Weise beeinflussen. Funktionelle Defizite werden in diesem Zug nach typisierten Erfahrungswerten bewertet, die sogenannte ideale Verhältnisse betreffen, in der Gesetzlichen Unfallversicherung bereits als anerkannt gelten und üblicherweise lediglich Schmerzen im normalen Umfang enthalten. Liegen spezielle, stärker ausgeprägte Schmerzen vor, so kann sich der Grad der Minderung um höchstens zehn Prozent erhöhen. Keinerlei Anwendung finden in diesem Zusammenhang dagegen Werte aus Tabellen der versorgungsmedizinischen Grundsätze. Generell ist stets der Vergleich des Idealfalls mit dem konkreten Einzelfall notwendig, um festzustellen, welcher Zustand von beiden der schlechtere oder bessere ist.

Die Bedingungen der gesetzlichen Rentenversicherung werden durch den Deutschen Bundestag festgelegt. Neben dem Bund selbst und der jeweiligen Selbstverwaltungskörperschaften der einzelnen Bundesländer fungieren die  Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) sowie die Knappschaft Bahn See als Träger.
Das Leistungssystem der gesetzlichen Rentenversicherung ist folgendermaßen aufgeteilt: Unter dem Begriff „Leistungen zur Teilhabe“ werden Übergangsgeld, Leistungen zur medizinischen Rehabilitation sowie zur Teilhabe am Arbeitsleben, ergänzende Leistungen wie beispielsweise für eine Haushaltshilfe, Reisekosten oder Reha-Sport und sonstige Leistungen wie zum Beispiel für Nach- und Festigungskuren oder die Eingliederung in das Erwerbsleben erbracht. Von Renten wird gesprochen, wenn es sich um Leistungen aufgrund von Alter, Tod oder wegen verminderter Erwerbsfähigkeit handelt. Bei letzterem wird weitergehend unterschieden zwischen Versicherungsfällen mit voller oder teilweiser Erwerbsminderung oder teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit.

Der Gutachter fungiert als sachverständiger Berater eines Entscheidungsträgers wie z.B. einer Versicherung und trifft in seiner Tätigkeit als solcher keinerlei rechtswirksame Entscheidungen.

Er muss das Gutachten nach bestem Wissen und Gewissen aus objektiver Sicht, aber mit der nötigen Empathie erstellen und vertritt dabei somit weder die Interessen des Probanden noch des Auftraggebers bzw. Anspruchsschuldners.

Gemäß dem sogenannten Amtsermittlungsgrundsatz besteht eine generelle Verpflichtung von Behörden oder Gerichten, Sachverhalte genauestens zu prüfen, bevor eine Entscheidung bezüglich der Entstehung und dem Vorliegen einer Berufskrankheit getroffen wird. Dabei gilt der Unfallversicherungsträger als Herr des Verfahrens und ist alleinig für die Ermittlung und den Einbezug aller relevanten Tatsachen zuständig.
Im Zuge einer Arbeitsanamnese werden unter anderem Messberichte sowie die Ergebnisse und Sicherheitsdatenblätter von arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen eingeholt. Um schicksalsbedingte Gesundheitsstörungen weitestgehend abgrenzen zu können, erfolgt üblicherweise eine Beratung durch Gutachter mit umfangreicher Berufserfahrung und Fachärzten auf diesem Gebiet. Auch die Entwicklung eines Verzeichnisses, in dem mögliche Gefährdungen aufgeführt sind, hilft häufig bei der Klärung des Sachverhalts. Zudem werden hin und wieder spezifische Forschungsaufträge erteilt. Im gesamten Prozess ist jedoch von Vorteil, wenn übergreifend eine enge Zusammenarbeit mit anderen Unfallversicherungsträgern erfolgt. Darüber hinaus bieten diverse Einrichtungen ihre Unterstützung an, zum Beispiel die Institute für Arbeitsschutz, Gefahrstoff-Forschung oder Prävention und Arbeitsmedizin.

Bei der Erstellung eines Gutachtens muss der jeweilige Sachverständige völlig unparteiisch, unabhängig und unvoreingenommen handeln. Die Tätigkeit erfolgt in völliger Eigenverantwortung unter Einbezug seiner persönlichen Kompetenzen. Zudem müssen die entsprechenden Rechtsgrundlagen beachtet und sämtliche Sachverhalte im Gutachten erfasst werden. Hierbei liegt der Fokus auf klaren, nachvollziehbaren und zuverlässigen Darstellungen und Beurteilungen, die sich ausschließlich an Fakten und gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren.

Bei der Diagnostizierung von Unfallschäden wird folgendermaßen vorgegangen. Laut Bundessozialgericht müssen jegliche Diagnosen in die bekannten Klassifikationssysteme eingeordnet werden. Hierzu zählen die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme beziehungsweise die International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems (kurz ICD) sowie das Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, ein Klassifikationssystem für psychische Störungen, welches abgekürzt als DSM bezeichnet wird. Zu diesem Zweck muss vorab geprüft ob die für das jeweilige Klassifikationssystem relevanten Voraussetzungen erfüllt sind. Ist dies nicht der Fall, wird zunächst hinterfragt, ob das entsprechende System eventuell veraltet ist. Zudem muss herausgefunden werden, auf welche neueren Erkenntnisse der Wissenschaft die vorliegende Abweichung gestützt sein kann. Aufbauend auf dieser detaillierten Überprüfung und Einordnung der Diagnose kann dann die genaue Beurteilung des Schadens erfolgen sowie die Einschätzung, ob es sich um einen Vor-, Erst- oder Folgeschaden oder eine Kombination von Schäden psychischer oder physischer Natur handelt.

Bei der Beauftragung eines Gutachtens im Rahmen eines Versicherungsfalls der Gesetzlichen Unfallversicherung sollte stets ein besonderer Augenmerk darauf liegen, den bestmöglich geeigneten Gutachter für die Erstellung desselbigen auszuwählen. Wichtige Kriterien sind beispielsweise, dass die Person über das notwendige medizinische Wissen verfügt und sich aufgrund ihrer Persönlichkeit für die Aufgabe eignet. Zudem sollte der Gutachter grundlegende Kenntnisse im Bereich des GUV-Rechts haben und auf deren Basis über die relevanten Beweismaßstäbe Bescheid wissen. Von Vorteil ist außerdem, wenn er sowohl die Begutachtung selbst als auch die anschließende Abfassung möglichst zeitnah durchführen kann. Dieses Ziel ist leichter zu erreichen, wenn der ausgewählte Gutachter sich nicht zu weit von der Versicherten Person entfernt befindet. Aufgrund der Tatsache, dass in vielen Regionen ein Mangel an fachkundigen Gutachtern herrscht, muss allerdings häufig eine Person für die Erstellung des Gutachtens beauftragt werden, die nicht unbedingt einem Großteil der genannten Kriterien entspricht. Um die am besten geeignete Person zu finden, kann ein Blick in die Gutachterliste helfen. Diese ist über die Landesverbände der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung erhältlich. Grundsätzlich gilt für die Gutachtenauswahl, dass durch die Berufsgenossenschaft drei in Frage kommende Personen vorgeschlagen werden und dem Versicherten schließlich die finale Auswahl überlassen wird.

An der Aufgabenstellung eines von der Gesetzlichen Unfallversicherung beauftragten Gutachters lässt sich deutlich erkennen, dass bei der Erstellung eines Gutachtens inhaltlich zahlreiche relativ eng gesteckte Rahmenbedingungen zu beachten sind. So kann zum Beispiel kein herkömmlicher ärztlicher Bericht mit Informationen zu Befunden und Behandlungen oder mit einer Dokumentation zur Entlassung aus einer stationären Heilbehandlung als Gutachten fungieren. Vielmehr muss eine fachliche Fragestellung, die sich auf einen konkreten Fall bezieht, von einem Sachverständigen umfassend bearbeitet und in diesem Zuge wissenschaftlich belegt werden. Darüber hinaus werden Tatsachen, die verfahrensrechtlich relevant sind, in einem eigenständigen Prozess bewertet. Auch mit der beratungsärztlichen Stellungnahme darf ein Gutachten keinesfalls gleichgestellt werden. Sie beschränkt sich in der Regel darauf, vorhandene Gutachten auf deren Schlüssigkeit zu überprüfen und in diesem Zusammenhang eventuelle Mängel aufzudecken. Gegebenenfalls hält der stellungsnehmende Arzt dann Rücksprache mit dem zuständigen Gutachter oder fordert ein neues Gutachten an. Dabei ist es generell nicht erlaubt, die Stellungnahme eines beratenden Arztes im Bescheid zu erwähnen.

Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit können nicht nur in physischer Form vorliegen, sondern auch mit psychischen Störungen zusammenhängen. Muss das Vorhandensein und die Ursache einer solchen Störung überprüft werden, gelten folgenden Kriterien: Nur durch einen Vollbeweis erfolgt die Anerkennung des vorliegenden Schadens als Folge eines bestimmten Unfalls. Es muss genau festgestellt werden, durch welche Einwirkung und wie die Störung verursacht wurde. Darüber hinaus dienen für die Untersuchung der Ursache-Wirkung-Beziehung aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse als Grundlage, anhand derer schließlich auch die Bewertung des jeweiligen Einzelfalls erfolgt.
Muss in diesem Zusammenhang ein psychiatrisches Gutachten erstellt werden, sollte bei der Befunderhebung wie folgt vorgegangen werden: Zunächst müssen durch eine umfangreiche Exploration eventuelle Einflüsse auf die vorliegende Störung ermittelt werden. Dabei wird genauestens überprüft, ob die Anamnese und der zum Versicherungsfall gehörige Akteninhalt übereinstimmen. Zudem wird hinterfragt, ob die vorgetragenen Beeinträchtigungen mit dem psychopathologischen Befund zusammenpassen. Befunde, die funktionell relevant sind, werden objektiviert und die Mitarbeit bezüglich davon abhängiger Befunde überprüft. Mithilfe der zuletzt genannten Maßnahme soll ein suboptimales Leistungsverhalten gegebenenfalls durch einen Test zur Symptomvalidierung ausgeschlossen werden.

Die Gewährung einer Rente erfolgt grundsätzlich auf eine bestimmte Zeit. In der Regel spricht man hier von höchstens drei Jahren, wobei eine Wiederholung selbstverständlich möglich ist. In Ausnahmefällen wird die Rente sofort dauerhaft genehmigt, zum Beispiel wenn es sehr unwahrscheinlich ist, dass sich die vorliegende Erwerbsminderung beheben lässt. Auch eine Befristung nach neun Jahren ist möglich, falls der Rentenanspruch nicht arbeitsmarktbedingt ist.
Die Beendigung der Rentenzahlung erfolgt in den meisten Fällen durch den Tod der oder des Versicherten oder weil die Befristung des Anspruchs abläuft. Eine weitere Möglichkeit ist, dass einer Person die Rente entzogen wird, weil sich die tatsächlichen oder rechtlichen Verhältnisse geändert haben. Auch rückwirkend kann der Anspruch für nichtig erklärt werden, wenn die Gewährung durch einen rechtswidrigen Verwaltungsakt erfolgte. Dies geschieht allerdings nur dann, wenn der oder die Versicherte nicht schutzwürdig ist oder sich schlichtweg grob fahrlässig verhalten hat.
Ist eine Befristung abgelaufen und ein Antrag auf Verlängerung wird gestellt, müssen die Voraussetzungen für den Anspruch aus aktueller Sicht erneut erfüllt werden. Ob die vorherige Bewilligung rechtmäßig war, spielt dabei keine Rolle.

Unter den Begriff Berufskrankheit fällt grundsätzlich eine gesundheitliche Einschränkung, verursacht durch spezielle Einwirkungen, die auf den ausgeübten Beruf einer Person zurückzuführen sind. Dabei wird vorausgesetzt, dass der Versicherte während seiner beruflichen Tätigkeit eben diesen Einwirkungen in stärkerem Grad ausgesetzt ist als andere Menschen. Damit die Erkrankung anerkannt wird, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden, die bezüglich des entsprechenden Tatbestandes in der Anlage zur BKV (Berufskrankheitenverordnung) aufgeführt sind. Hierzu zählt beispielsweise, dass der Versicherte die Ausübung der Tätigkeit aufgeben muss, die ihn gefährdet. Dadurch soll zum einen die Anerkennung von leichteren Fällen und zum anderen eine Verschlimmerung der Beschwerden vermieden werden. Bezeichnungen für Berufskrankheiten werden im Rahmen einer Rechtsverordnung durch Zustimmung des Bundesrats von der Bundesregierung vergeben. Neben der konkreten Bezeichnung der Erkrankungen sind in der sogenannten Berufskrankheitenliste auch die dazugehörigen Ursachen aufgeführt, sofern diese eindeutig zuzuordnen sind. Teilweise sind hier sogar Mengenangaben nachzulesen, zum Beispiel wie lange oder in welcher Dosis eine Einwirkung durchgängig erfolgen muss, damit schließlich die jeweilige gesundheitliche Einschränkung folgt. Probleme bei der Abgrenzung gibt es vorwiegend im Falle von Krankheiten, die relativ weit verbreitet sind, da das berufliche Risiko dann häufig sehr schwer einschätzbar ist.

Damit die Auszahlung einer Rente wegen Berufsunfähigkeit überhaupt in Betracht kommt, müssen zunächst die nachfolgenden Grundvoraussetzungen erfüllt sein. Zum einen muss bei dem Antragsteller natürlich zweifellos irgendeine Form der Berufsunfähigkeit vorliegen. Darüber hinaus muss er vor dem 02. Januar 1961 geboren sein. Außerdem müssen die aus versicherungsrechtlicher Sicht grundlegenden Voraussetzungen zur 3/5-Belegung sowie zur allgemeinen Wartezeit gegeben sein.
Der Begriff der Berufsunfähigkeit wird im Allgemeinen so definiert: Es handelt sich hierbei um Versicherte, deren potentielle Erwerbsfähigkeit wegen Behinderung oder Krankheit auf ein mögliches Pensum von weniger als sechs Stunden gesunken ist. Zum direkten Vergleich wird die Erwerbsfähigkeit von geistig, seelisch und körperlich gesunden Menschen mit gleichwertigen Fähigkeiten und Kenntnissen sowie einer ähnlichen Ausbildung gegenübergestellt. Maßgeblich für eine derartige Beurteilung sind alle Tätigkeiten gemäß der jeweiligen Fähigkeiten und der individuellen körperlichen Kräfte, welche unter Rücksicht auf die speziellen Anforderungen der bis dahin vorliegenden Berufsunfähigkeit sowie in Bezug auf Umfang und Dauer des bisherigen Berufs zumutbar sind. Wurde ein Versicherter erfolgreich umgeschult beziehungsweise ausgebildet, kann ihm die entsprechend passende Tätigkeit auch zugemutet werden. Ist er in der Lage, dieser Beschäftigung pro Tag mindestens sechs Stunden nachzugehen, gilt er nicht als berufsunfähig. Die Lage des Arbeitsmarktes spielt dabei keine Rolle.

Oft ist es schwierig, die konkrete Ursache für eine psychische Schädigung zu finden. Nicht selten beeinflussen sich verschiedene Faktoren gegenseitig, wobei auch persönliche Aspekte eine große Rolle bei der Entstehung und Ausprägung spielen. Um den Ursachenzusammenhang zu diagnostizieren, muss verschiedenen Fragestellungen nachgegangen werden. Zunächst ist relevant, welche Belastungen oder Einwirkungen nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen überhaupt dafür in Frage kommen, die vorliegende seelische Störung ausgelöst zu haben. Dann wird untersucht, welche davon bei der jeweiligen Person festgestellt werden können. Außerdem muss hinterfragt werden, welche individuellen Eigenschaften möglicherweise mitverantwortlich für die festgestellte psychische Störung sind. In diesem Zusammenhang wird schließlich auch abgewogen, in welchem Ausmaß Unfalleinwirkung und Persönlichkeit an der Entstehung mitgewirkt haben und wie relevant sie jeweils für das Erreichen des endgültigen Zustandes waren. Nicht vergessen werden dürfen seelische Belastungen, die jeder von uns im Alltag erlebt und die das Auftreten einer psychischen Störung ebenfalls hervorrufen oder fördern können. Hierzu zählen beispielsweise Konflikte mit oder Verluste von nahestehenden Personen, finanzielle Probleme sowie eine mögliche Unzufriedenheit bezüglich der individuellen privaten oder beruflichen Situation.

Als Erstschaden gilt der Schaden, der am Unfalltag selbst durch einen Arzt festgestellt wird. Die in diesem Zusammenhang durch den beauftragten Mediziner erstellte Dokumentation dient der Sicherung von Beweisen. Es geht dabei vor allem um die Befunde, die direkt im Anschluss an den Unfall vorliegen, weshalb diese möglichst zeitnah zum Ereignis gesichtet werden müssen. Hierbei werden zunächst alle Befunde mit eingeschlossen, bei denen nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden kann, dass diese in Zusammenhang mit dem Unfall stehen. Ob es sich bei einer Beschwerde um einen Erstschaden handelt oder nicht, wird in erster Linie dann hinterfragt, wenn diese erst einige Zeit nach dem Ereignis auftritt. Schließlich könnte in der Zwischenzeit ein weiterer Vorfall geschehen sein, der für ihr Auftreten verantwortlich ist.
Darüber hinaus kann auch eine sogenannte Vorschädigung relevant sein. In diesem Fall müssen bereits vor dem jeweiligen Ereignis bestandene Befunde in die Diagnose mit einbezogen werden. Damit eine genaue Abgrenzung möglich ist, sind hier konkrete Dokumentationen von alten und neuen Störungen der Struktur unabdingbar, um beispielsweise Begleitverletzungen aufzudecken. Zusammenfassend gilt allerdings in jedem Fall, dass ein Erstschaden nur dann als solcher anerkannt wird, wenn eindeutige Beweise dafür vorliegen. Allein anhand eines aktuellen Befundes kann keinesfalls auf einen früheren Unfall geschlossen werden, was gleichermaßen für den Erstbefund gilt, falls diesem weder Torschädigung noch Unfall eindeutig zuzuordnen ist.

Sobald ein Gutachten fertiggestellt und bei den Verwaltungsangestellten der Gesetzlichen Unfallversicherung eingereicht wurde, erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung der zuständigen Personen mit dem vorliegenden Schriftstück. In diesem Zuge muss zunächst hinterfragt werden, ob der Sachverhalt, von dem hierbei ausgegangen wurde, korrekt ist und ob tatsächlich alle gesundheitlichen Beschwerden, über die der Versicherte geklagt hat, berücksichtigt wurden. Darüber hinaus wird geprüft, ob die Beurteilung der Kausalität schlüssig erscheint und sämtliche Fragen in vollem Maße beantwortet wurden. Vor allem die im Gutachten auftauchenden Kernaussagen sowie etwaige Schlussfolgerungen werden genauestens unter die Lupe genommen. Sofern das Gutachten zudem in sich logisch nachvollziehbar ist, stellt sich zu guter Letzt noch die einfache, aber durchaus entscheidende Frage, ob die Erstellung innerhalb einer Laufzeit erfolgte, die als akzeptabel gilt.
Wirkt das erstellte Gutachten dagegen unschlüssig oder weist einige nicht lösbare Widersprüche auf, so weicht die Verwaltung vom selbigen ab. Dies geschieht zum Beispiel dann, wenn dessen Anfertigung eindeutig ein falscher Sachverhalt zugrunde gelegt wurde. So kann beispielsweise eine Diagnose unzutreffend ausgefallen sein oder es liegt eine falsche Schilderung von der Exposition oder dem Unfallhergang vor. Genauso kann der Inhalt des Gutachtens gegen medizinische Grundlagen verstoßen, die in Rechtsprechung und Literatur bereits bestätigt wurden und somit allgemein anerkannt sind.

Um den Ursachenzusammenhang auf Tatsachenbasis zu bewerten, muss zunächst festgestellt werden, welche Einwirkung den vorliegenden Schaden verursacht hat. Dies kann beispielsweise ein Unfallereignis oder ein Behandlungsfehler sein. Genauso kann es sich dabei allerdings um eine Therapiemaßnahme oder gar um eine Degeneration handeln. Nach Klärung der Ursache muss der gesundheitliche Schaden beziehungsweise Erstschaden sowie gegebenenfalls der Folgeschaden oder auch die Unfallfolge festgestellt werden.
Anschließend folgt in der ersten Stufe der Prüfung das Hinterfragen der Kausalität, wie bereits bekannt unter Einbezug des aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstandes sowie anhand einer Einschätzung der Ursacheneignung und Konkretisierung in Bezug auf den jeweiligen Einzelfall. In der zweiten Stufe dreht sich dann alles um die „Wesentlichkeit“. Diesbezüglich muss das Gutachten eine Begründung enthalten, weshalb eine wesentliche Einwirkung oder Ursache vorliegt und in diesem Zusammenhang durch den Unfall bedingte und unabhängige Faktoren gegeneinander abwägen. Wichtigstes Kriterium, um Ursachen als versichert oder unversichert zu definieren, ist die sogenannte Austauschbarkeit. Dies bedeutet, dass erwiesen werden muss, dass beispielsweise dieser Unfall genau diesen Schaden hervorgerufen hat und nicht nur irgendein alltägliches Ereignis.

Anhand der Feststellung einer sogenannten haftungsausfüllenden Kausalität wird untersucht, ob zwischen Erst- und eventuellem Folgeschaden ein konkreter Zusammenhang besteht und beide Folgen desselben Unfalls sein können. Bei Verletzungen organischer Art ist es weniger häufig problematisch, zu einem klaren Ergebnis zu kommen als bei psychischen Krankheitsbildern, die als eine Reaktion auf psychische Beeinträchtigungen auftreten. Geprüft wird dies anhand der haftungsbegründenden Kausalität beziehungsweise genauer gesagt hinsichtlich der Theorie der wesentlichen Bedingung. Ist also der Unfall an sich als wesentliche Ursache für den zuerst festgestellten Schaden zu betrachten, werden alle weiteren gesundheitlichen Schäden, die als Folge des Erstschadens einzustufen sind, ebenfalls als Verletzungsfolgen anerkannt und entsprechend entschädigt.

Der Facharzt, der in der Gesetzlichen Unfallversicherung eine beratende Rolle gegenüber dem Unfallversicherungsträger einnimmt, handelt in der Regel völlig unabhängig von der Berufsgenossenschaft und darf somit kein Angestellter derselbigen sein. Er verfügt über einen Dienstvertrag ohne jegliches Weisungsrecht und handelt dabei in einer Funktionseinheit mit der Berufsgenossenschaft. Darüber hinaus ist er dazu verpflichtet, bestimmte Vorgaben zum Thema Datenschutz zu erfüllen und die entsprechenden Regeln einzuhalten.
Zu seinen Aufgaben gehören zum einen natürlich die Klärung der Diagnose sowie eine Beantwortung der Fragen zur Heilverfahrenssteuerung. Zum anderen verfasst er gemäß Aktenlage eigene Stellungnahmen, überprüft vorliegende Gutachten auf deren Schlüssigkeit und führt mit Sachbearbeitern in der Verwaltung Beratungsgespräche. Auch im Falle einer Einführung von neuen Leitlinien oder Konzepten ist er beratend tätig und übernimmt bei Bedarf sogar komplette Schulungen von Mitarbeitern. Darüber hinaus kümmert er sich gegebenenfalls um die Versorgung mit Hilfs- und Heilmitteln, beantwortet Fragen zur sozialen und beruflichen Teilhabe und legt letztendlich die voraussichtliche Dauer der diagnostizierten Arbeitsunfähigkeit fest.

Wird für einen Versicherungsfall der Gesetzlichen Unfallversicherung ein Gutachten in Auftrag gegeben, bildet dies oft das Kernstück des Feststellungsverfahrens. Der beauftragte Gutachter ist dabei nicht als behandelnder Arzt der versicherten Person tätig, sondern nimmt quasi die Rolle eines Gehilfen der Verwaltung ein. Seine Aufgaben sind unter anderem, im Rahmen der Gutachtenerstellung abzuklären, ob die bereits festgestellten medizinischen Befunde den Tatsachen entsprechen und welche Zusammenhangsfragen es bezüglich der gesundheitlichen Schäden zu beantworten gilt. Darüber hinaus soll er den Grad der Minderung der Erwerbsfähigkeit einschätzen, mögliche Therapieansätze abklären, die Arbeitsunfähigkeit des Versicherten überprüfen und bestätigen sowie hinterfragen, ob und welche Arbeitstätigkeiten demjenigen zukünftig noch zumutbar sind und welche nicht.

Nach erfolgter Einschätzung des Ausmaßes der geminderten Erwerbsfähigkeit wird die Art beziehungsweise der Umfang der Versicherungsleistungen festgelegt. Je nach Situation wird eine vorläufige Entschädigung über die Zahlung eine Rente getroffen oder die Höhe der Rente wird bereits für unbestimmte Zeit festgelegt. Die Erfahrungswerte der Gesetzlichen Unfallversicherung beziehen sich dabei immer auf die Dauerrente. Zeichnet sich in der Phase der vorläufigen Entschädigung ab, dass die versicherte Person sich nicht an die Einschränkung gewöhnen wird oder kann, so ist eine geringe Erhöhung der Rente durchaus noch möglich. Auch die Dauer der Arbeitsunfähigkeit spielt eine ausschlaggebende Rolle. So ist nach 78 Wochen oder später in der Regel keine Besserung oder Anpassung mehr zu erwarten. Die Höhe der Dauerrente muss grundsätzlich innerhalb von drei Jahren nach dem Unfallereignis festgesetzt werden. Für die Bewertung der Minderung, abweichend von der vorläufig festgelegten Rente, bedarf es dabei keiner wesentlichen Veränderung. Als solche gelten positive oder negative Veränderungen bereits anerkannter Unfallfolgen, die drei Monate oder länger bestehen und einer Änderung der Einstufung um mindestens fünf Prozent bedeuten würden. Auch das Auftreten einer weiteren, neuen Unfallfolge zählt dabei zur Kategorie „negative Veränderung“. Für die Berechnung der Gesamtminderung dürfen einzelne Defizite nicht einfach addiert werden. Die stärkste Beeinträchtigung zählt als Maßstab, auf dessen Basis eventuelle Erhöhungen durch weitere Schäden für jeden Einzelfall geprüft werden müssen.

Liegt im Falle einer diagnostizierten psychischen Störung eine Minderung der Erwerbsfähigkeit vor, so ist vorgeschrieben, dass für deren konkrete Einschätzung die Werte für hochgradige Funktionseinschränkungen bei hirnorganischen Psychosyndromen zum Vergleich herangezogen werden. Hintergrund ist der, dass nur so eine gleichwertige Behandlung seelischer und körperlicher Unfallfolgen gewährleistet werden kann. Spricht man beispielsweise von einer stärkeren Anpassungsstörung, bei der die entsprechende Person sowohl psychisch-emotional, als auch sozial-kommunikativ beeinträchtigt ist, wird die Minderung mit einem Ausmaß von bis zu 20 Prozent eingestuft. Bei einem stark ausgeprägten Störungsbild dagegen reicht der Grad der Minderung bis 30 Prozent. Liegt dagegen eine dauerhafte Störung affektiver Art vor, die auch mit leicht ausgeprägten psychisch-emotionalen Beeinträchtigungen verbunden ist, beträgt die Minderung nicht mehr als zehn Prozent. Bei einem etwas stärker ausgeprägten depressiven Zustand, der für längere Zeit anhält und zusätzlich sozial-kommunikative Einbußen mit sich bringt, erfolgt eine Einstufung mit bis zu 30 Prozent. Im Falle von schwerwiegenden affektiven Störungen chronifizierter Art, die mit erheblich negativer Stimmung, schlechter Konzentrationsfähigkeit, Antriebslosigkeit und Schlafstörungen einhergehen, werden bis zu 50 Prozent veranschlagt. Ähnlich verhält es sich bei posttraumatischen Belastungsstörungen. Erfolgt die Einstufung der geminderten Erwerbsfähigkeit bei einem nicht vollständig ausgeprägten Störungsbild nur bis höchstens 20 Prozent, so wird bei Verhaltensweisen, die stark von Emotionen und Ängsten geprägt sind, bereits bis zu 30 Prozent bewilligt. In schweren Fällen mit Angstzuständen, Erinnerungseinbrüchen und massiven Schlafstörungen kann der Satz dagegen bis auf 50 Prozent hochgestuft werden.

Das ethisch korrekte Verhalten eines medizinischen Gutachters erfordert nicht nur eine überdurchschnittliche Qualifikation, sondern auch ein entsprechendes Auftreten und Handeln.

Er muss stets vertrauenswürdig sein und die Grenzen der eigenen Kompetenz kennen, seine Rolle als Sachverständiger akzeptieren und beim Umgang mit dem Probanden neutral bleiben. Ist ein Problem sachlich oder fachlich nicht lösbar, muss er sich dies eingestehen können. Der Gutachter muss den Probanden zudem ausreichend über den Zweck, die Inhalte und Grenzen seiner Tätigkeit sowie über beiderseitige Rechte und Pflichten aufklären. Er geht methodisch einwandfrei vor, indem er den Probanden persönlich befragt oder untersucht, falls anamnestische Daten oder zu gewichtende Diagnosen und Befunde unklar sind.

Seine Bewertungen bzw. Beurteilungen müssen auch für Laien nachvollziehbar formuliert, also Schritt für Schritt erläutert, transparent und dadurch problemlos überprüfbar sein. Einwänden sollte er offen gegenüberstehen, diese sachlich prüfen und deren Plausibilität hinterfragen. War eine Kritik berechtigt, muss er zur Selbstkorrektur fähig sein. Eventuell vertretene Meinungen von Außenseitern oder Hypothesen bzw. theoretische Überlegungen mit maßgeblicher Gewichtung müssen im Gutachten entsprechend gekennzeichnet werden.

Bei der Prüfung des Zusammenhangs von Ursache und Schaden gibt es zwei Stufen. Die erste davon betrifft die natürliche Kausalität. Hier werden alle Bedingungen mit einbezogen, welche auf irgendeine Art und Weise zum Eintreten des Erfolges beigetragen haben. Man spricht dabei von der sogenannten Ursache-Wirkungsbeziehung, bei der die Einwirkung eine hinreichende oder notwendige Bedingung für den gesundheitlichen Schaden sein muss. Als Grundlage für die Beurteilung dient dabei der aktuelle Erkenntnisstand der Wissenschaft bezüglich potentieller Zusammenhänge zwischen bestimmten Ereignissen und Erkrankungen. Auf dessen Basis und unter Würdigung der einzelnen versicherten Person wird der konkrete Fall schließlich beurteilt. Standard- und Fachliteratur, aktuelle Veröffentlichungen sowie die Leitlinien der Arbeitsgemeinschaften der wissenschaftlich-medizinischen Fachgesellschaften dienen hierbei als Basis für die Feststellung des wissenschaftlichen Erkenntnisstandes.
In drei Schritten erfolgt dann die Prüfung: Nachdem abstrakt hinterfragt wird, ob das entsprechende Ereignis für eine derartige Störung überhaupt verantwortlich sein kann, wird konkret nach der auslösenden Ursache geforscht, um schlussendlich die Relevanz der Faktoren einzuordnen und die Anteile von deren Mitwirkung zu bestimmen.

In der Neurologie basiert die Diagnostik prinzipiell auf zwei wichtigen Grundbausteinen: Dies ist zum einen die Anamnese und zum anderen die klinische Untersuchung. Dabei liegt ein besonderer Fokus darauf, sämtliche Symptome und eventuelle Kombinationen zu erfassen und zu analysieren sowie anhand dieser Erkenntnisse eine sogenannte Arbeitsdiagnose zu formulieren. Im Anschluss daran wird das Ergebnis durch nochmalige Untersuchungen und gegebenenfalls mithilfe einer zusätzlichen technischen oder laborgestützten Diagnostik überprüft und so die besagte Arbeitsdiagnose gesichert oder ausgeschlossen.

Bezüglich neurologischer Krankheiten lassen sich die Beschwerden und Symptome auf nur wenige Leitsymptome beziehungsweise Gruppen beschränken. Anstelle einer Einteilung nach bestimmten Arten von Erkrankungen bilden genau diese Leitsymptome die Struktur des vorliegenden Buches. Aus klinischer Sicht werden Symptome beschrieben, in Frage kommende Diagnosen hinterfragt und verglichen. Darüber hinaus werden Arbeitsdiagnosen generiert und zusätzliche Diagnostik-Verfahren vorgeschlagen. Insofern ist dieses Buch sowohl für Medizinstudenten interessant, um in die Thematik einzusteigen und sich ein solides Grundwissen anzueignen. Es ist aber genauso ein hilfreiches Nachschlagewerk für erfahrene Allgemeinmediziner zur Analyse und Definition von Symptomen. Auch Neurologen können das Werk nutzen, um sich beispielsweise hinsichtlich ihrer diagnostischen Vorgehensweise abzusichern.

Der Inhalt des Buches gliedert sich in 15 Kapitel, die wie folgt betitelt sind, wobei die hier verwendete Reihenfolge der tatsächlichen entspricht: „Lähmungen und Bewegungsstörungen von Gesichts- und Kopfmuskeln“, „Akut aufgetretene Doppelbilder“, „Akute Sehstörungen – Beeinträchtigung von Visus und Gesichtsfeld, „Schmerz“, „Halbseitenlähmung“, „Querschnittsyndrome“, „Gangstörungen“, „Generalisierte Muskelschwäche“, „Lokalisierte Lähmungen an Extremitäten“, „Sensibilitätsstörungen“, „Anfälle“, „Bewegungsstörungen“, „Bewusstseinsstörungen und Koma“, „Schwindel“ und „Kognitive Störungen“. Ergänzend folgen abschließend einige Literaturhinweise sowie ein praktisches Sachverzeichnis.

Durch seine übersichtliche Strukturierung und den systematischen Aufbau vermittelt das Buch „Neurologische Leitsymptome und diagnostische Entscheidungen“ selbst komplizierte Inhalte auf verständliche Art und Weise. Jedes Leitsymptom wird ausführlich beschrieben und anhand klinischer Untersuchungen thematisch vertieft. Dabei werden Überlappungen verschiedener Leitsymptome sowie ein mögliches Vorgehen bei der Diagnostik und eventuell notwendige zusätzliche Schritte besprochen. Zudem wird hinterfragt, in welchen Situationen ein Notfall vorliegt und welche klinischen Diagnosen und Ursachen für die Erkrankung in Frage kommen. Besonderes Augenmerk liegt außerdem darauf, wie der Weg zur richtigen Diagnose aussehen kann oder sollte.

Aufgrund der neuen Weiterbildungsordnung, die Ärzten seit kurzem ermöglicht, den Titel als Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie zu erwerben, wird begleitend zur Ausbildung aktuelles Material als Lehrbuch benötigt. Das Buch „Orthopädie und Unfallchirurgie: Facharztwissen nach der neuen Weiterbildungsordnung“ liefert genau diese Inhalte. Deshalb eignet es sich auch genauso gut für bereits als Orthopäden oder Unfallchirurgen tätige Mediziner, welche die zusätzliche Bezeichnung als Facharzt erlangen möchten. Sämtliches Wissen, das laut dem aktuellen Lehrplan gefordert wird, ist in besagtem Werk in umfassender Form enthalten, so dass alle wesentlichen Erfordernisse für die Arbeit in Klinik und Praxis abgedeckt sind. Somit ist das vorliegende Buch nicht nur zum effektiven Aneignen von Fachwissen gedacht. Es eignet sich ebenso für weniger erfahrene Ärzte wie für bereits langjährig tätige Mediziner ideal als praktisches Nachschlagewerk im beruflichen Alltag. Dank einer speziellen Suchfunktion können relevante Textpassagen schneller und einfacher gefunden werden. Zudem haben die Autoren für viele zeitsparende Features gesorgt, zahlreiche Grafiken sowie Abbildungen in Farbe hinzugefügt und in der mittlerweile zweiten Auflage einige zusätzliche textliche Inhalte ergänzt.

Das übersichtlich gestaltete Lehrbuch ist systematisch aufgebaut und in drei übergeordnete Kapitel aufgeteilt. Im ersten Abschnitt geht es um die „Grundlagen zu chirurgischen Techniken und Materialien, Klassifikationen, Prinzipien der konservativen Therapie und der Begutachtung“. Dabei werden die nachfolgenden Themen detailliert behandelt: die Pathophysiologie von Haut, Muskeln und Weichteilgewebe, des Band- und Sehnengewebes, des Knorpels und des Knochens, Kallusdistraktion und Biomechanik, Implantate und Biomaterialien, die klinische Untersuchung von Haltungs- und Bewegungsorganen, bildgebende Diagnostik, Klassifikationen und Scores, die Prinzipien der konservativen Therapie, evidenzbasierte Medizin und die Grundlagen der Begutachtung und Rechtsfragen. Der zweite Abschnitt handelt von der „Diagnostik und Therapie systemischer Krankheitsbilder, Kindertraumatologie und -orthopädie sowie Management des Polytraumas“. Hierzu zählen die Kapitel mit folgenden Titeln: „Aseptische Knochennekrosen“, „Tumoren“ und „Knochen und Weichteilinfektionen“, „Erkrankungen des Rheumatischen Formenkreis“, „Angeborene Erkrankungen“, „Kindertraumatologie (Grundprinzipien)“ und „Kinderorthopädie (Grundprinzipien)“, „Polytrauma (Scoring, Management, Algorithmus, keine op. Versorgung)“ sowie „Stoffwechsel-Erkrankungen der Haltungs- und Bewegungsorgane. Im dritten und letzten Abschnitt geht es im Speziellen um „Verletzungen, Verletzungsfolgen und Erkrankungen“. Diese werden für jede Region detailliert dargestellt. Hierbei geht es um den Kopf, obere Extremitäten wie Schulter und Schultergürtel, Oberarm und Ellenbogengelenk sowie Unterarm, Hand und Finger. Darüber hinaus werden der Körperstamm beziehungsweise die Wirbelsäule behandelt und Informationen zum Thorax sowie zu Abdominalverletzungen vermittelt. Im Anschluss daran folgen Kapitel zu den unteren Extremitäten. Hierzu gehören neben Beckenring und Hüftgelenk auch Oberschenkel, Kniegelenk und Unterschenkel sowie das obere Sprunggelenk, der Fuß und die Zehen. In der aktuell zweiten Auflage wurden außerdem Kapitel zu Frakturen des proximalen und des distalen Humerus sowie über den proximalen und distalen Femur hinzugefügt.

Mit dem Werk „Orthopädisch-unfallchirurgische Begutachtung: Handbuch der klinischen Begutachtung“ liefern die Autoren in erster Linie für Allgemeinmediziner, Orthopäden, Unfallchirurgen und Ärzte in der Weiterbildung ein umfassendes und praktisches Nachschlagewerk. Neben aktuellem, rechtlichem Wissen erhält der Leser in Bezug auf verschiedene Versicherungszweige einen optimalen Einblick in das Thema Begutachtung. Dank des äußerst verständlich geschriebenen Ratgebers verläuft das Erstellen von orthopädisch-unfallchirurgischen Gutachten nicht nur sicherer und schneller, sondern somit auch wesentlich effizienter und kompetenter. Speziell für Mitarbeiter von Versicherungen sowie Juristen sind einzelne Passagen zur Pathogenese und Ätiologie etwas umfangreicher ausgeführt. Trotz der Masse an Informationen sind die Inhalte übersichtlich strukturiert und durchwegs leicht verständlich formuliert. Bereits seit der ersten Auflage ist die Nutzung des Handbuchs sowohl bei praktizierenden Ärzten als auch bei medizinischen Gutachtern äußerst weit verbreitet.

Ergänzend zum vorliegenden, bis dato in der zweiten Auflage erhältlichen Werk, gibt es seit dem Jahr 2012 einen Ergänzungsband namens „Professionelles Erstellen orthopädisch-unfallchirurgischer Gutachten“. Dieser enthält konkrete Beispiele aus der Praxis, dient ideal der schrittweisen Einführung in die wissenschaftliche Begutachtung und erleichtert dem Gutachter die praktische Umsetzung der relevanten Leitlinien. Zusammen bilden die Bücher für Juristen, Versicherungsmitarbeiter und ärztliche Gutachter eine solide Grundlage für eine Beurteilung aus objektiver Sicht. Zudem können Dritte bereits erstellte Gutachten leichter prüfen und beurteilen sowie Unstimmigkeiten aufdecken.

Die Kriterien der Beurteilung haben sich in den letzten Jahren ein wenig verändert, was wiederum häufig zu fehlerhaften Einschätzungen führen kann. Dies kommt zum einen durch das stetig zunehmende Wissen in der Medizin sowie durch neue Vorgaben und Rechtsprechungen. Zum anderen gab es maßgebliche Modifizierungen im Schwerbehinderten- sowie im Entschädigungsrecht. Die Kniegelenksarthrose wurde beispielsweise zur Berufskrankheit erklärt. Zudem wird der Psychotraumatologie und Erkrankungen ohne organische Ursache heute mehr Bedeutung beigemessen als dies früher der Fall war. Auf derartige orthopädische Beschwerden wird im vorliegenden Buch in ausführlicher Form eingegangen. Durch diesen Wandel in der Begutachtung entscheidet man bei Versicherungen und Verwaltungen häufiger rein nach den schriftlich vorliegenden Sachverhalten. Ärztliche Gutachter werden dagegen immer mehr damit beauftragt, die Leistungsfähigkeit einzuschätzen, wenn es um private Berufsunfähigkeitsversicherungen geht. Auch bezüglich dieses Themas findet der Leser Tipps zu speziellen orthopädischen Erkrankungen und Verletzungen. Nachdem sich kürzlich im Bereich der privaten Unfallversicherungen ebenfalls zahlreiche Änderungen ergaben, ist das dazugehörige Kapitel entsprechend angepasst und auf den neuesten Stand gebracht worden.

Thematisch gesehen ist der Leitfaden der orthopädisch-unfallchirurgischen Begutachtung nach zwei Schwerpunkten aufgegliedert. Einerseits wird das grundlegende Wissen rund um die Begutachtung, bezogen auf verschiedene Rechtsgebiete und Versicherungszweige, vermittelt. Andererseits gehen die Autoren unter Bezugnahme von Richtlinien und Referenzwerten auf die Entwicklung von Kriterien ein, die für die Begutachtung aller relevanten Erkrankungen und Verletzungen des Bewegungsapparats von Bedeutung sind. Nachvollziehbarkeit und Transparenz spielen hierbei eine übergeordnete Rolle. Alles in allem ist das aktuelle Handbuch nicht nur für den beruflichen Alltag des medizinischen Gutachters ein hilfreicher Leitfaden sowie ein zuverlässiges Nachschlagewerk.

Das umfangreiche Buch „Praxis der konservativen Orthopädie“ liefert Orthopäden, die in ihrer Weiterbildung hauptsächlich Information zur operativen Tätigkeit erhalten haben, aktuelles Wissen über die konservative Orthopädie. Inhaltlich geht dieses zeitgemäße Referenzwerk weit über den Prüfungsstoff hinaus. Gerade bei der täglichen Arbeit in einer Rehaklinik oder Praxis erhalten Ärzte durch die detaillierten Anweisungen hilfreiche Tipps - sowohl für die Diagnostik, als auch für die Therapie. Durch den einheitlich strukturierten Aufbau gelangt man schnell und einfach zu den relevanten Kapiteln und Passagen. Klar formulierte Texte mit Merksätzen, farbliche Hervorhebungen, Kurzübersichten mit den wichtigsten Gesichtspunkten und zahlreiche Abbildungen tragen zudem zu einer herausragenden Anschaulichkeit und ansprechenden Übersichtlichkeit bei.

Das Werk besteht aus einem allgemeinen und einem speziellen Teil. Im allgemeinen Teil wird die klinische und apparative Diagnostik behandelt, der spezielle Teil widmet sich den einzelnen Entitäten. Zum Thema Diagnostik zählen die Unterkapitel „Klinische Untersuchung“, „Bildgebende Verfahren“ und „Labordiagnostik“. Anschließend erhält der Leser im Kapitel „Konservative Therapieverfahren“ Informationen zu folgenden Bereichen: Verbandstechnik, physikalische und Physiotherapie, manuelle Medizin, medikamentöse Therapie, orthopädische Schmerztherapie, Psychosomatik in der Orthopädie, technische Orthopädie, intraartikuläre und wirbelsäulennahe Injektionen, Sport bei orthopädischen Erkrankungen, orthopädische Rehabilitation, konservative Behandlung in der Unfallheilkunde, Humangenetik und genetische Beratung in der Orthopädie sowie Begutachtung. Bezüglich möglicher Krankheitsbilder wird die auf folgenden Themenbereiche eingegangen: Erkrankungen der Wirbelsäule und des Sakroiliakalgelenks, Osteoporose, periphere Arthrosen, Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, Arthropathien und Periarthropathien, Muskelerkrankungen, Tumoren des muskuloskelettalen Systems sowie Durchblutungsstörungen. Abschließend folgt ein Kapitel zum Thema Kinderorthopädie, in dem es einerseits um die konservative Behandlung in der Kinderorthopädie geht und zum anderen um orthopädische Probleme bei neurologischen Erkrankungen und um infantile Zerebralparese.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass es nur wenige Nachschlagewerke dieser Art gibt, die sich einerseits mit der Diagnostik und andererseits vor allem mit der konservativen Therapie von orthopädischen und traumatologischen Krankheitsbildern auseinandersetzen. Dabei ist die didaktische Aufbereitung des Werks durchgehend als hervorragend zu bewerten, da sämtliche Kapitel gleichbleibend gegliedert und alle Texte überaus verständlich geschrieben sind. Die verwendeten Abbildungen von klinischen Untersuchungen und apparativer Diagnostik sowie diverse Schemazeichnungen sind von sehr guter Qualität und leisten einen nennenswerten Beitrag zur Wissensvermittlung. Somit ist das Buch nicht nur für Mediziner in der Ausbildung zum Facharzt interessant, sondern auch für erfahrenere, operativ tätige Ärzte, die ihr Wissen auffrischen und erweitern möchten.

Bereits seit dem Jahr 1989 gilt das von namhaften Herausgebern verfasste „Praxishandbuch Sachverständigenrecht“ als unverzichtbares Nachschlagewerk für Gutachter. Mit seinen rund 1000 Seiten vermittelt dieses Buch umfassenden Sachverstand, der auch für Nichtjuristen gut verständlich geschrieben ist. Die Autoren selbst sind allesamt Sachverständige und Juristen und erläutern in einer äußerst praxisorientierten Art und Weise juristische Aspekte bezüglich der täglichen Arbeit von privaten Gutachtern sowie öffentlich bestellten Sachverständigen. Zudem ist dieses Werk ein hilfreiches Arbeitsmittel für Richter und Rechtsanwälte, sofern diese mit Sachverständigengutachten in Mandaten oder Prozessen in Berührung kommen.

Die aktuell fünfte Auflage, welche in großem Umfang überarbeitet wurde, gliedert sich in folgende Kapitel: die „Aufnahme der Sachverständigentätigkeit“, die „Sachverständigentätigkeit im privaten Bereich“, die „Sachverständigentätigkeit im gerichtlichen und behördlichen Verfahren“, „Der Sachverständige als Schiedsgutachter und Schiedsrichter“, „Aufbau und Gestaltung von Sachverständigengutachten“, die „Haftung und Haftpflichtversicherung der Sachverständigen“ und die „Vergütung des Sachverständigen“. Zudem ist ein Kapitel über die „Schwerpunkte der Sachverständigentätigkeit“ in verschiedenen Branchen enthalten, in welchem sowohl auf landwirtschaftliche Sachverständige sowie Bau-, Kfz, und EDV-Sachverständige als auch auf medizinische Sachverständige und die Grundstückswertermittlung eingegangen wird. Unter anderem zu den nachfolgenden Themen sind Inhalte aktualisiert und ergänzt worden: „Zertifizierung“, „Sachverständigensozietäten“ und „Werbung von Sachverständigen oder Urheberrecht am Sachverständigengutachten“. Darüber hinaus wurden alle einschlägigen Rechtsänderungen der 17. Wahlperiode berücksichtigt und dazugehörige Rechtsprechungen entsprechend ausgewertet. Die einschlägigen Gesetzesvorschriften und Rechtsnormen sind im Textanhang enthalten, so zum Beispiel auch eine Muster-Sachverständigenordnung von DIHT und DHKT.

Dieses Kompendium des Sachverständigenrechts ist somit eine nützliche Hilfe für alle Juristen und Gutachter und auch ideal für Mitarbeiter in Behörden, die sich in irgendeiner Form mit dem Sachverständigenrecht in Bereichen wie Kraftfahrzeuge, Bau, Landwirtschaft sowie Informationstechnologie und Medizin auseinandersetzen müssen. Im Buch finden sie für juristische Problemstellungen tiefgreifende und rechtlich fundierte Lösungen, die einerseits extrem praxisnah und andererseits relativ leicht verständlich formuliert sind. Wissenschaftlichen Ansprüchen wird das Handbuch aber trotzdem gerecht. Die inhaltliche Bandbreite ist äußerst weit gesteckt, so dass sämtliche relevante Themenbereiche abgedeckt werden. Trotzdem bleibt das fachlich fundierte Buch auf dem jeweiligen Niveau für die angesprochenen Lesergruppen stets verlässlich und instruktiv. Sogar an obersten Bundesgerichten sowie am Bundesverfassungsgericht wird dieses Standardwerk immer wieder bei Entscheidungen zitiert. Zudem wird es in der Ausbildung für Sachverständigen als Lehrmaterial eingesetzt. Dank der über die Jahre hinweg bewährten Gliederung, die der Sachverständigentätigkeit quasi chronologisch folgt und dem umfangreichen Stichwortverzeichnis werden benötigte Themen schnell und einfach aufgefunden.

Adam Greenspan ist ein absoluter Fachmann, wenn es um die Bildgebung in der Orthopädie geht und weltweit führend auf diesem Gebiet. Deshalb verwundert es nicht, dass sein Buch „Skelettradiologie“ zum Standardwerk der Skelett-Bildgebung avanciert ist. Das Handbuch eignet sich vor allem für alle Rheumatologen und Orthopäden sowie Radiologen und Onkologen, die häufig und im Detail mit diesem Thema konfrontiert werden und nach eventuellen Hilfestellungen für komplexe Diagnose und Befunde suchen.

Das umfangreiche Nachschlagewerk ist in vier übergreifende Kapitel unterteilt, die sich wie folgt aufgliedern. Im ersten Teil geht es um die „Einführung in die orthopädische Bildgebung“. Nach einer „Einführung in die Skelettradiologie“ erhält der Leser zudem Informationen zu den Themen „Bildgebende Verfahren in der Skelettradiologie“ sowie „Bildung und Wachstum des Knochens“. Der zweite Teil beschäftigt sich mit dem Thema „Trauma“ und enthält Unterkapitel über die „Radiologische Beurteilung von Verletzungen“, sämtliche obere und untere Extremitäten sowie zu den unteren Gliedmaßen Sprunggelenk und Fuß und der Wirbelsäule. Der dritte Teil handelt von „Arthritiden“ und ist untergliedert in die drei Kapitel „Degenerative Gelenkkrankheiten“, „Inflammatorische Arthritiden“ und „Verschiedene Arthritiden/Arthropathien“. Im vierten und letzten Teil dreht sich alles um „Tumoren und Tumorähnliche Läsionen“. In diesem Zusammenhang wird sowohl auf die radiologische Beurteilung von Tumoren und tumorähnlichen Veränderungen, von Muskel- und Skelettfunktionen sowie metabolischen und endokrinen Störungen und Skelettanomalien eingegangen als auch auf die verschiedenen Arten der jeweiligen Krankheitsbilder, die in einzelnen Kapitel detailliert erklärt werden.

In seiner mittlerweile sechsten Auflage überzeugt das Buch weiterhin als Nachschlagewerk für die tägliche Arbeit von behandelnden Ärzten und Operateuren und dient ebenso der Auffrischung und Ergänzung bereits vorhandenen Wissens. Darüber hinaus eignet es sich unter anderem aufgrund der großartigen didaktischen Gliederung und des umfangreichen Bildmaterials mit über 4.000 Abbildungen aus den Bereichen CT, MRT und Ultraschall sowie der konventionellen Radiographie und allen sonstigen Bildgebungsmodalitäten ausgezeichnet als Lehrbuch für Studenten oder Ärzte in der Ausbildung. Dank der großen Menge an anatomischen Zeichnungen und ergänzenden 3D-Abbildungen sowie der vielen beispielhaften Erläuterungen werden selbst komplizierte Themen verständlich erklärt. Zusätzlich erhält der Leser differenzierte Auswahlkriterien und Entscheidungshilfen, mit deren Hilfe situativ beziehungsweise fallbezogen die richtige radiologische Bildgebung ausgewählt werden kann. Relevant für diese Entscheidungen sind unter anderem der Vergleich von Kosten und Nutzen, die zu erwartende Bildqualität sowie eine Abwägung bezüglich der notwendigen Strahlenbelastung. Im Bereich der Skelettradiologie nimmt dieses Werk immer noch und sicherlich auch zukünftig eine Monopolstellung ein und sollte in der Bibliothek jeder Praxis und Klinik vorhanden sein.

Das Buch „Standardverfahren in der operativen Orthopädie und Unfallchirurgie“ ist bereits seit der ersten Auflage ein Klassiker. Es dient einerseits Medizinern als Lehrbuch bei der Weiterbildung zum Facharzt und ist andererseits praktizierenden Ärzten eine hilfreiche Unterstützung bei der täglichen Arbeit in Kliniken und Praxen. Sämtliche Standardverfahren bei Operationen werden detailliert erklärt. In diesem Zusammenhang werden die jeweiligen Indikationen und mögliche Techniken beschrieben. Zudem erhält der Leser diverse Tipps zur Operation selbst sowie zur eventuellen Nachbehandlung. Aufgrund der durchgängig äußerst kurzen und prägnanten Darstellung eignet es sich darüber hinaus auch als Formulierungshilfe für Operationsberichte oder als Handbuch, um sich auf die Schnelle abzusichern oder dringend benötigtes Wissen aufzufrischen.

Inhaltlich ist das Werk zunächst nach Körperregionen aufgegliedert und behandelt diese, nach einer Einführung mit Erläuterung der Grundlagen, in der Reihenfolge, wie sie nun aufgezählt werden: Schulter, Oberarm und Ellenbogen, Unterarm und Hand, Wirbelsäule, Becken, Hüfte und Oberschenkel, Kniegelenk, Unterschenkel und Sprunggelenk und Fuß. Danach widmen sich die Autoren den folgenden speziellen Themen: Polytrauma, Weichteildefekte, Pseudarthrosen, Kompartmentsyndrom, septische Chirurgie, Amputationen, Knochen- und Weichteiltumoren, Verbrennungen und Kinderorthopädie sowie Rheuma. Zu guter Letzt sorgt außerdem ein Sachverzeichnis für noch mehr Übersichtlichkeit.

Die aktuell vierte Auflage wurde inhaltlich umfassend aktualisiert und systematisch überarbeitet. Hierbei erfolgte auch eine Berücksichtigung der fachlichen Weiterentwicklung von Unfallchirurgie und Orthopädie. Besonderen Wert legte man dabei auf die detaillierte Darstellung von Informationen zu den Themen Indikation und Kontraindikation, Operationsplanung, Operationsprinzip, spezielle Patientenaufklärung, Alternativmethoden, spezielle Instrumente und Implantate, Nachbehandlung Tipps und Tricks sowie Ergebnisse und Literaturhinweise. Nicht nur aufgrund der neuartigen Gliederung ist und bleibt das Buch ein hervorragendes Nachschlagewerk. Außerdem kann es eine gute Hilfe zur Vorbereitung auf Operationen sein. Vor allem wenn es um solche geht, die weniger selten notwendig oder völlig neu sind. Aus diesen Gründen sollte jeder Unfallchirurg und Orthopäde diesen Leitfaden sein Eigen nennen und auch entsprechend intensiv nutzen. Dank der knapp 300 Fallbeispiele für operative Eingriffen in den besagten Fachgebieten, die sorgfältig ausgewählt wurden und der circa 900 Abbildungen bietet das Werk eine äußerst praxisorientierte Operationslehre mit bestmöglicher Orientierung und Übersichtlichkeit.

Die Autoren des Werkes „Unfallbegutachtung“ sind beruflich im Bereich der gesetzlichen Unfallversicherung, als Universitätsmediziner sowie in einem Unfallkrankenhaus tätig. Da sich diese unterschiedlichen Kompetenzen perfekt ergänzen, bekommt der Leser in nur einem Buch sowohl medizinische als auch juristische Aspekte themenübergreifend erklärt. Mit den mehr als 200 Abbildungen und einer großen Anzahl an Tabellen ist die momentan 13., vollständig überarbeitete Auflage als Ratgeber für alle Gutachter und nahezu unverzichtbar, genauso wie für Personen oder Institutionen, die komplexe Gutachten beauftragen oder Folgen von Arbeitsunfällen oder im Zusammenhang mit Berufskrankheiten überprüfen und bewerten müssen. MdE-Sätze werden einfach und problemlos gefunden, entsprechende Fragestellungen dadurch schnell und sachgerecht gelöst. Somit gehören neben Juristen auch Mitarbeiter von Sozial- oder Privatversicherungen und Selbsthilfe- oder Behindertenorganisationen sowie Medizinischen Diensten zur Zielgruppe des Buches.

Inhaltlich ist es in zwei übergeordnete Kapitel unterteilt. Im ersten Teil geht es zunächst um die rechtlichen Grundlagen der Unfallbegutachtung. Nach einem allgemeinen Überblick folgen Informationen zur gesetzlichen Unfall-, Kranken- und Rentenversicherung, zur sozialen Entschädigung und bezüglich der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen sowie zur gesetzlichen Pflege- und privaten Unfallversicherung. Abschließend geht es um sonstige mögliche Auftraggeber und die entsprechende Vergütung von Gutachten. Der zweite Teil beschäftigt sich dann mit den medizinischen Grundlagen der Unfallbegutachtung und geht hierbei zunächst auf Allgemeines und nachfolgend auf Spezielles ein. Nach der Begutachtung von Fragen des ursächlichen Zusammenhanges zwischen Körperschäden und Unfall wird zuletzt auf psychische Störungen nach Unfällen im Rechtsgebiet der Gesetzlichen Unfallversicherung eingegangen. Im Anhang sind außerdem einige weitere nützliche Informationen enthalten wie zum Beispiel ein Ärztevertrag, diverse Richtlinien und Versicherungsbedingungen sowie eine Liste von und Merkblätter zu einigen Berufskrankheiten. Ein Literatur- und ein Sachwortverzeichnis runden das Nachschlagewerk schließlich ab.

In der aktuellen Ausgabe wurden sämtliche Gesetzesänderungen, welche die Unfallversicherung betreffen, aktualisiert und angepasst. Darüber hinaus wurden weiterführende Erläuterungen zu den privaten Unfallversicherungen ergänzt und medizinisch relevante Aspekte bezüglich Unfallgutachten grundlegend aktualisiert. In diesem Zusammenhang wurden sowohl die Interessen der eventuellen Auftraggeber, als auch die Ansichten der Berufsgenossenschaften miteinbezogen sowie gemäß der ICF (International Classification of Functioning, Disability and Health) Potenziale und Ressourcen von Geschädigten in den Vordergrund gerückt. Alles in allem ist das Buch „Unfallbegutachtung“ für die Gutachtenerstellung in den Bereichen von Bundes- und Sozialgericht unentbehrlich. Aufgrund seiner praxisnahen Orientierung wird es zudem als Leitlinie immer wieder empfohlen.

Das Buch „Arbeitsunfall und Berufskrankheit“ ist in seiner mittlerweile achten Auflage zwischenzeitlich zum unverzichtbaren Standardwerk für Gutachter geworden. Es dient als fundierte Grundlage für die Bearbeitung von Fällen der gesetzlichen Unfallversicherung und beleuchtet anhand einiger Abbildungen die komplizierten Sachverhalte in Medizin, Recht und Verwaltung sowie eventuelle Verflechtungen der drei Bereiche. Durchzogen von juristischer und medizinischer Fachterminologie bleibt es trotz alledem ein verständlicher Ratgeber.

Die Konzeption dieses klassischen Nachschlagewerks hat sich bereits innerhalb weniger Jahre bewährt. Es dient nicht nur Entscheidern in der Sozialverwaltung als Arbeitshilfe, sondern zeigt auch dem ärztlichen Gutachter die juristischen Anforderungen an seine wissenschaftliche Beurteilung auf und informiert den involvierten Rechtsanwalt über relevante Erfahrungen aus der Medizin sowie die passenden Heilungsmöglichkeiten.

Im ersten Teil des Buches wird im Detail auf die Entwicklung der gesetzlichen Unfallversicherung sowie deren Grundsätze eingegangen. Dadurch werden die notwendigen, rechtlichen Grundlagen für eine Gutachtenstellung vermittelt. Anschließend bekommt der Leser einen Einblick in die Themen Arbeitsunfall, Berufskrankheit und die damit zusammenhängende Anforderung von Beweisen. Darüber hinaus werden die unterschiedlichen Arten von Gutachtenaufträgen erläutert und beschrieben, welche Probleme auftreten, falls ein Versicherter als Folge eines Arbeitsunfalls oder aufgrund einer Berufskrankheit verstirbt. Abschließend erfolgt eine Darstellung der verschiedenen Krankheitsbilder inklusive jeweiliger Ursache und möglichem Verlauf. Hilfreiche Ergänzungen sind außerdem das am Ende enthaltene Schlüsselverzeichnis zu Berufskrankheiten sowie ein umfangreiches Sachverzeichnis.

Bereits seit einem Vierteljahrhundert vermittelt Netter's Atlas der Anatomie des Menschen dieses komplexe Thema auf locker-leichte Art und Weise und macht es so in nur einem Band auch für Medizinstudenten greifbar und verständlich. Die für den Arzt und Künstler charakteristischen bildhaften Darstellungen, welche sich in Form von klaren, vereinfachten oder realistisch-präzisen Zeichnungen bis hin zu komplex strukturierten Illustrationen durch das komplette Werk ziehen, leben von einem gelungenen Mix aus detaillierten Beschriftungen und didaktisch einprägsamen, schematischen Abbildungen. Perfekt ergänzt werden diese durch eine Vielzahl an Röntgen- beziehungsweise CT-Aufnahmen und klinischen Bildern. Die aktuell sechste Auflage enthält sieben Kapitel, von denen jedes weitere Unterkapitel enthält und die wie folgt bezeichnet sind: Kopf und Hals, Rücken und Wirbelsäule, Thorax, Abdomen, Becken und Dammregion, Obere Extremität, Untere Extremität. Somit sind sämtliche anatomische Regionen des Körpers in diesem Nachschlagewerk untergebracht.

Eine relevante Neuerung dieser Auflage ist, dass verstärkt Augenmerk auf den klinischen Fokus gelegt wird. Zudem sind Tabellen hinzugekommen, die Informationen zu den Funktionen, Ansätzen und Ursprüngen sowie der Innervation von Muskeln bereitstellen. Für Netter´s Atlas weiterhin typisch ist die klare Strukturierung jeder einzelnen Seite und die Fülle an hilfreicher Beschriftungen. Trotz alledem wirkt das Werk niemals überladen. Hervorzuheben sind außerdem die zahlreichen Perspektiven, mit denen beispielsweise Organe dargestellt werden und die mit jeder Illustration mehr und mehr ins Detail gehen. Dabei erfolgen dreidimensionale Darstellungen durch Querschnitte in der Sagittal-, Frontal- und Transversalebene. Jedes Kapitel zu einer bestimmten Region des Körpers enthält zudem Übersichten mit den jeweils relevanten Muskeln, Nervenbahnen und Gefäßen.

Alles in allem ist dieser Atlas der Anatomie schlichtweg gelungen und in seiner Machart einzigartig. Mit den Ergänzungen der neuen Auflage passt sich das detailreiche und realitätsnahe Werk den steigenden, medizinischen Anforderungen an. Nicht nur für praktizierende Ärzte, sondern auch für angrenzende Berufsgruppen, ist und bleibt der Atlas ein hilfreiches Nachschlagewerk für den beruflichen Alltag.

Ein typischer Fall für die Beauftragung eines ärztlichen Gutachters tritt ein, wenn es bei orthopädisch-unfallchirurgischen Eingriffen zu Komplikationen kommt. Mit solchen Gefahrensituationen wird im Regelfall jeder Chirurg mindestens einmal in seiner beruflichen Laufbahn konfrontiert. Sind Fehler passiert, zeigt sich der chirurgisch tätige Arzt möglichst professionell, indem er diese selbstkritisch analysiert. So hilft er sich und anderen, derartige Komplikationen zukünftig bestmöglich zu umgehen. Da solche Situationen trotz höchster Vorsicht regelmäßig auftreten, ist eine präventive Vorgehensweise für den verantwortungsvollen Chirurgen unabdingbar.

Anhand von Fallberichten, die aus Sammlungen von Schlichtungsstellen der Norddeutschen Landesärztekammern und der Ärztekammer Nordrhein sowie aus der Gutachterpraxis stammen, vermittelt dieses Buch im zunächst allgemeinen Teil einen umfassenden Einblick in die zahlreichen potentiellen Komplikationen. Darüber hinaus wird auf mögliche auslösende Fehler eingegangen und wie sich diese in der Praxis vor der Therapie, währenddessen sowie bei der Nachbehandlung grundsätzlich vermeiden lassen.

Der spezielle Teil beschäftigt sich anschließend mit den medizinisch wichtigsten, risikobehafteten Regionen und deren komplexen Anatomie, auf welche unter Berücksichtigung topografischer Gesichtspunkte detailliert eingegangen wird. Kritische Bereiche werden hervorgehoben und definiert sowie dort auftretende Präparationsfehler, Lageanomalien oder Variationen beschrieben. Neben den oberen und unteren Extremitäten werden die Wirbelsäule und die daran angrenzenden Bereiche behandelt. Darüber hinaus sind Erläuterungen zu sonstigen Regionen wie Schädel, Thorax, Abdomen und Becken enthalten.
Dank der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Anatomie und Klinik-Ärzten, die operativ tätig sind, enthält dieses Buch eine Vielzahl an maßgeblichen Hinweisen, wie Komplikationen, Fehler und Gefahrensituationen vermieden werden können. Die große Vielzahl an Abbildungen und Tabellen in diesem umfangreichen Kompendium leistet dabei einen großen Beitrag zur Übersichtlichkeit und unterstützen die Vermittlung der zum Teil äußerst komplexen Inhalte.

Der Bestseller „Begutachtung der Haltungs- und Bewegungsorgane“ ist ein fundierter und umfassender Ratgeber für jeden in den Bereichen Unfallchirurgie, Orthopädie oder Physikalische Medizin und Rehabilitation gutachterlich tätigen Arzt. Hilfreich und zugleich interessant ist dieses informative Werk ohne Zweifel ebenfalls für Mitarbeiter von Schlichtungsstellen und Versorgungsträger oder Juristen.

Neben den juristisch relevanten Begriffen an sich sind darüber hinaus deren jeweilige Auslegung bei der Rechtsprechung sowie Anspruchsgrundlagen, sozialrechtliche Maßnahmen und gesetzliche Leistungen inklusive der jeweiligen Grenzen und Voraussetzungen aufgeführt. Zudem enthält der Klassiker für die ärztliche Gutachtung auch eine medizinische Bewertung.

Begründet durch die Herren Rompe und Erlenkämper, erscheint die komplett überarbeitete und mittlerweile 6. Auflage mit einem neuen Autorenteam nicht nur in aktualisierter Form, sondern auch mit erweitertem Inhalt. Zu den neuen Kapiteln zählen die „Bewertung von Hautschwielen“, der „Einfluss der Polyneuropathie auf Unfallschäden der unteren Extremität“, die „Gutachtliche Einschätzung von Sehnenschäden“ und „Gesundheitsstörungen der Knie“ sowie der „Facharztstandard der Endoprothetik von Hüfte und Knie“.

Nicht zuletzt aufgrund der mittlerweile neu hinzugekommenen Informationen ist dieses Standardwerk der Begutachtung nahezu ein Muss für jeden ärztlichen Gutachter. Präzise, knappe Formulierungen tragen dazu bei, die mit vielen juristischen Fachbegriffen versehenen Texte für den Leser verständlicher zu machen. Zudem helfen zahlreiche Tabellen dem Mediziner, Unfallschäden für die Erstellung des Gutachtens schnell und einfach richtig einzuschätzen.

Im neunten Buch des Sozialgesetzbuches sind sämtliche Vorschriften bezüglich des Schwerbehindertenrechts enthalten. Diese sollen nicht nur die Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen regeln, sondern auch deren gleichberechtigte Teilhabe am Leben beziehungsweise in der Gesellschaft ermöglichen. Die Autoren von „Begutachtung im Schwerbehindertenrecht“, welche in ganz unterschiedlicher Art und Weise mit der Umsetzung dieses Rechts befasst sind, möchten genau das fördern, um auf diesem Weg auch die Qualität von Begutachtungen im sozialmedizinischen Bereich zu optimieren und eine Weiterentwicklung des Rechts für Schwerbehinderte zu erwirken. Mit ihrem Werk geben sie einen umfassenden Einblick in die Grundlagen des Behindertenrechts und zwar sowohl in rechtlicher als auch in medizinischer Hinsicht. Der Leser kann sich dabei über medizinische Voraussetzungen und die mögliche Vorgehensweise bei der Feststellung einer schweren Behinderung informieren. Darüber hinaus wird auf das Prozedere einer sozialrechtlichen Überprüfung von Bescheiden sowie über eventuelle Tendenzen bei der Rechtsprechung eingegangen.

Der Inhalt des Nachschlagewerks ist in drei übergreifende Kapitel unterteilt, die wie folgt benannt sind: „Teil 1: Grundlagen - Gesellschaftliche Bedeutung des Schwerbehindertenrechts“, „Teil 2:Das Schwerbehindertenrecht in der Praxis“ und „Teil 3: Begutachtung - Grundlagen, Grenzen und Fehlerquellen“. Im Anhang folgen sowohl eine umfangreiche Anlage zur Versorgungsmedizin-Verordnung mit dem Titel „Versorgungsmedizinische Grundsätze" als auch zusätzliche, weiterführende Informationen sowie ein hilfreiches Stichwortverzeichnis.

Die Zielgruppen dieses Buches sind, neben diversen Mitarbeitern in Sozialverbänden und Schwerbehindertenvertretungen sowie Versorgungsverwaltungen und Kommunen, vorwiegend Juristen und Ärzte. Dabei richtet sich unter anderem der Autor Prof. Dr. med. Klaus-Dieter Thomann, welcher selbst Orthopäde und Rheumatologe mit eigener Praxis ist, im Speziellen an die gutachterlich tätigen Instanzen.

Dieses Buch eignet sich ideal als Nachschlagewerk für Ärzte, die vor allem im Zusammenhang mit der Erstellung entsprechender Gutachten weitere Informationen zum Thema Schwerbehindertenrecht benötigen. Zu diesem Zweck liefert das Werk einen schnellen Überblick. Auf tiefergehende Details wie zum Beispiel zu weiterführenden Rechtsprechungen wird hier größtenteils verzichtet. Trotz alledem sollte der Leser ein solides Fachwissen besitzen, um mit den Inhalten dieses Buches arbeiten zu können.

Das Autorenteam von „Bildgebende Diagnostik des Fußes“ hatte sich das Ziel gesetzt, mit Hilfe dieses Buches einen effizienten und praxisnahen Leitfaden zum Thema Fußdiagnostik zu erstellen und so die Beurteilung von Fußuntersuchungen zu erleichtern. Erkrankungen des Fußes sollen schnell erkannt und dadurch auch umgehend richtig behandelt werden. Dabei ist dieses hilfreiche Nachschlagewerk, welches von führenden chirurgischen und orthopädischen Fußexperten und Radiologen verfasst wurde, vor allem auf die Bedürfnisse von praktizierenden Radiologen sowie konservativ tätigen und klinisch operativen Ärzten ausgerichtet.

Aufgrund seiner komplizierten Anatomie sowie der Vielfalt auftretender Symptome mit dennoch unterschiedlicher Ursache und entsprechenden Therapiemöglichkeiten stellt die Diagnostik des Fußes einen besonders schwierigen Bereich dar. Dank des übersichtlich gestalteten Lehrbuchs erhält der Leser prägnant formulierte Informationen zum Thema Fuß in einer bisher einzigartigen Zusammenfassung und gleichzeitig in höchst zuverlässiger Qualität. In Form einer einheitlichen Struktur werden sämtliche Krankheitsbilder präsentiert und definiert und die Methoden der Untersuchungen sowie Zeichen in der Bildgebung erläutert. Darüber hinaus wird auf eventuelle Differenzialdiagnosen, mögliche Therapien, Behandlungsverläufe und Pitfalls eingegangen. Mehr als 500 hochaufgelöste Abbildungen aus MRT, Röntgen, Ultraschall und Computertomographie inklusive zahlreicher verwendeter Untersuchungsprotokolle ermöglichen dem Leser, dieses komplexe Fachwissen zu verstehen und zu verinnerlichen.

Das Werk „Bildgebende Diagnostik des Fußes“ ist in insgesamt elf Kapitel unterteilt, die wie folgt betitelt sind und in genau dieser Reihenfolge abgehandelt werden: „Techniken der Bildgebung“, „Klinische Diagnostik“, „Sprunggelenk und Rückfuß“, „Mittelfuß“, „Vorfuß“, „Pathologien der plantaren Weichteile“, „Erkrankungen der Nerven“, „Erkrankungen ohne spezifische anatomische Lokalisation“, „Systemerkrankungen mit Beteiligung des Fußes“, „Tumorähnliche Läsionen“ sowie „Normvarianten“.

Insgesamt stellt dieses praktisch orientierte Buch eine umfassende und überaus anschauliche Alltagshilfe zum Thema Fußdiagnostik dar, in dem anhand hochwertiger Bilder, die in erster Linie durch MRT und konventionelles Röntgen entstanden sind, unterschiedliche Pathologien dargestellt werden. Die Verbindung aus Empfehlungen für das Vorgehen bei der Diagnose und den anschließend folgenden Erläuterungen bezüglich möglicher Therapien ist hierbei besonders gelungen. Dank der Hinweise zur passenden Methode der Bildgebung für die jeweilige Pathologie können letztendlich sogar Überdiagnosen und damit zusammenhängende Kosten vermieden werden.

„Der Unfallmann“ dient ärztlichen Gutachtern als fachspezifische Hilfestellung für ihre Gutachtenerstellung. Bei der Vermittlung von umfangreichen Basisinformationen sowie aktuellem Wissen zu der in den letzten Jahren geänderten Gesetzeslage liegt der Schwerpunkt hierbei auf der sogenannten Unfallbegutachtung. Da das Themengebiet unzählige Schlupflöcher und Fallstricke beinhaltet, ist dieses valide Praxiswerk ein Muss für die Bibliothek eines jeden Facharzt-Gutachters, Orthopäden oder unfallchirurgisch tätigen Arzt. In der mittlerweile 13. Auflage erleichtert das Buch die Gutachtenerstellung durch Merksätze und eine neue, übersichtliche Gliederung. Zudem trägt unter anderem der in unterschiedlichen Farben gestaltete Text zu einem gelungenen Layout mit einer prägnanten, klaren Optik bei.

Das umfangreiche Nachschlagewerk ist in vier Kapitel unterteilt. Im ersten Teil wird auf die Grundsätze eingegangen, die von einem Arzt bei der Gutachtenerstellung beachtet werden sollten und es wird erklärt, welche Informationen aus den Bereichen Recht und Medizin relevant sind. Darüber hinaus werden bezüglich sogenannter Zusammenhangsgutachten die Zusammenhänge zwischen Körperschäden beziehungsweise Gesundheitsschädigung und dem Unfallereignis erläutert. Der zweite Teil geht auf alle Rechtsgebiete ein, für die ärztliche Gutachten erstattet werden. Hierzu gehören, neben der gesetzlichen und privaten Unfallversicherung, das Dienstunfall- und das Haftpflichtrecht, das Soziale Entschädigungs- und das Schwerbehindertenrecht sowie die Gesetzliche Rentenversicherung unter Berücksichtigung der qualitativen und quantitativen Leistungsminderung. Der dritte Teil enthält diverse exemplarisch dargestellte Schadensbilder aus der Unfallchirurgie inklusive Schilderungen der spezifischen Kausalitätsprobleme. Zudem wird auf die wichtigsten Informationen für die Gutachtenerstellung auf den Gebieten der Inneren Medizinen sowie der Neurologie und Psychiatrie eingegangen. Im vierten Teil werden Chirurgisch-orthopädische Berufskrankheiten behandelt, die durch physikalische Einwirkungen verursacht wurden. Abschließend sind im Serviceteil ein Glossar, Hinweise zu ergänzender Literatur und ein Stichwortverzeichnis enthalten.


Alles in allem bietet dieses Standardwerk, weit über die Grundlagen der Begutachtung hinaus, praktikable Hilfestellungen für gutachterlich tätige Ärzte. Selbst Einsteiger werden leicht verständlich an das Thema herangeführt und erhalten einen strukturierten Überblick zum rechtlichen Bereich der gesetzlichen Unfallversicherung. Dabei wird der gesamte Ablauf der Begutachtung von Unfallfolgen in den einzelnen Fach- und Rechtsbereichen dargestellt. Neben den jeweiligen Herangehensweisen werden darüber hinaus die wichtigsten Augenmerke in diesem Zusammenhang erläutert. Dank der stets eindeutigen Begrifflichkeit und durch die Hervorhebung relevanter Punkte werden sämtliche Problempunkte der medizinischen Unfallbegutachtung präzise und anschaulich dargestellt.

„Die ärztliche Begutachtung“ gilt als der Klassiker unter den Büchern rund um das Thema medizinische Gutachten. Es enthält aktuelles gutachtliches Wissen und dient dem Mediziner in seiner Rolle als Berater, Sachverständiger und Gutachter von Gerichten und Versicherungen sowie sozialrechtlichen Institutionen als Standardwerk.

Neben Allgemeinem und Infos zu rechtlichen Grundlagen der medizinischen Begutachtung behandelt das Buch besondere gutachtliche Fragestellungen und pathophysiologische Grundlagen der ärztlichen Begutachtung. Anschließend gehen die Autoren auf die Probleme der ärztlichen Begutachtung in den folgenden Fachbereichen ein: Innere Medizin, Kardiologie, Neurologie, Psychiatrie, Chirurgie und Unfallchirurgie, Urologie, Orthopädie, Dermatologie, Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie, HNO-Heilkunde, Augenheilkunde, Frauenheilkunde, Anästhesie und Radiologie. Zudem erhält der Leser einen Einblick in die gutachtliche Beurteilung der Verkehrstüchtigkeit sowie das Gutachterhonorar.

Für die bereits fünfte Auflage wurden sämtliche Inhalte überarbeitet und gemeinsam mit Spezialisten eine Neugestaltung der rechtlichen Grundlagen vorgenommen. Darüber hinaus wurden einige aktuelle Beiträge ergänzt wie beispielsweise zu Schmerz und Sucht sowie über Transplantationsmedizin, Aufklärungspflicht und Arzthaftung.

Für Sozialgerichte und deren Urteilsfällung ist die Erstellung ärztlicher Gutachten von enormer Bedeutung und in vielen Fällen unumgänglich. Gerade deshalb ist der Sachverständige dazu verpflichtet, sich stets um eine möglichst sorgfältige und korrekte Vorgehensweise zu bemühen. Dieser hohe Anspruch an Qualität und Zuverlässigkeit ist sogar im § 25 der Berufsordnung für Ärzte festgelegt. Hier wird an die medizinischen Sachverständigen appelliert und eine durchgängige Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen gefordert. Voraussetzung für diese Qualität sind allerdings nicht nur ein tiefes Fachwissen und praktische Erfahrung in der Medizin. Wichtig sind zudem auch gute Allgemeinkenntnisse im juristischen Bereich inklusive der dazugehörigen Fachterminologie sowie ein solides Wissen bezüglich der möglichen Zusammenhänge.

Mit dem Werk „Einführung in die medizinische Sachverständigentätigkeit vor Sozialgerichten“ erhält der medizinische Gutachter ein nützliches Handbuch, das ihm in seinem beruflichen Alltag als Sachverständiger vor Sozialgerichten als Nachschlagewerk dient. Trotz des Wortes „Einführung“ im Buchtitel ist das Werk sicherlich auch noch für gutachterlich tätige Ärzte mit bereits mehrjähriger Erfahrung interessant. Da es in erster Linie darum geht, wie Sachverhalte aus der Medizin in juristischer Hinsicht zu beurteilen sind, werden mit diesem Buch zudem viele Richter und Rechtsanwälte oder auch Mitarbeiter in Verwaltungen und Sozialversicherungen angesprochen. Neben der schwerpunktmäßigen Erläuterung von Begriffen aus dem juristischen Bereich und der Definition möglicher Zusammenhänge mit den entsprechenden sozialrechtlichen Fachbereichen, gibt das Buch auch praktische Tipps bezüglich spezieller Situationen bei Begutachtungsfällen. Im Gegensatz zu anderen Werken mit ähnlichen Inhalten bietet es dem Leser außerdem einen umfangreichen Überblick zum Thema Kostenabrechnung.

Alles in allem ist das Handbuch trotz seiner Vollständigkeit und der umfassenden Behandlung sämtlicher relevanter Bereiche äußerst übersichtlich gestaltet und gut strukturiert. Die zehn Kapitel beginnen mit einem allgemeinen Teil, in welchem unter anderem einige relevante Hinweise bezüglich der möglichen Befangenheit eines Sachverständigen gegeben werden sowie über dessen Verhalten in einer mündlichen Verhandlung eingegangen wird. Im Anschluss daran folgen einige Informationen zu Urheberrecht und Datenschutz. In den Teilen zwei bis neun werden, gegliedert nach diversen Sozialrechtsgebieten, einschlägige juristische Fachbegriffe erläutert. Hierbei werden nicht nur die geläufigsten Bereiche, sondern auch Themen wie Erwerbsfähigkeit beziehungsweise Arbeitsunfähigkeit angesprochen. Speziell im fünften Teil wird auf die Kausalitätslehre sowie den Kausalitätsbegriff im sozialen Entschädigungsrecht eingegangen. Mit dem zehnten Teil erhält der Leser den bereits erwähnten wertvollen Einblick in den Kostenbereich, inklusive der notwendigen Rechtsgrundlagen sowie Informationen zu Honorarberechnung und Anweisungsverfahren, gerichtlicher Festsetzungen sowie eventuellen Rechtsmitteln der Beschwerde. Neben den zahlreichen  Hinweisen auf weiterführende Literatur enthält das Werk zu guter Letzt einige hilfreiche Anlagen zu entsprechend relevanten juristischen Grundlagen.

Jeder behandelnde Arzt oder Operateur wird in seinem beruflichen Alltag hin und wieder mit plötzlich auftretenden regionalen oder systemischen Komplikationen konfrontiert. In solchen Momenten sind vor allem Kompetenz und Souveränität gefragt, um Gefahrensituationen schnell zu erkennen und richtig zu handeln. Noch besser ist es, wenn drohende Komplikationen schon im Vorfeld erkannt und sogar vermieden werden können.

Das Buch „Komplikationen in Orthopädie und Unfallchirurgie: vermeiden – erkennen – behandeln“ widmet sich genau diesem Thema, indem es mögliche Behandlungsfehler an Knochen, Gelenken und Weichteilen analysiert und Strategien formuliert, um Komplikationen und Fehlern vorzubeugen. Darüber hinaus werden Vorschläge aufgezeigt, wie eine weiterführende Behandlung aussehen kann. Somit ist dieses Werk sowohl für den behandelnden Arzt interessant, als auch für medizinische Gutachter, die sich in ihrer Rolle als Sachverständige mit Fragen zur Arzthaftpflicht auseinandersetzen müssen. Ein Team von Spezialisten gibt dabei zuverlässige Hilfestellung und fundierte Ratschläge, um beispielsweise die medizinische Versorgung qualitativ zu verbessern oder negativ verlaufende Behandlungen in die richtigen Bahnen zu lenken. Zudem werden in diesem Kontext vermeidbare wie unvermeidbare Folgeschäden angesprochen und erläutert.

Das umfangreiche Nachschlagewerk ist in vier übergeordnete Kapitel aufgeteilt, die wie folgt benannt sind: „Grundlagen“, „Diagnostik“, „Konservative Therapie“ und „Operative Therapie“. Im ersten Kapitel werden medizinische Grundlagen erklärt und Behandlungsfehler differenziert. Darüber hinaus werden der Umgang mit Risiken und Fehlern sowie die notwendige Aufklärung von Patienten angesprochen und Informationen zum Handlungsbedarf nach dem Auftreten einer Komplikation gegeben.
Der zweite Teil befasst sich konkret mit Fehlern in der vorwiegend klinischen Untersuchung und Messung sowie in der Bildgebung durch CT, Röntgen und MRT und deren mögliche Prophylaxe. In den beiden nachfolgenden Teilen werden sämtliche relevante Therapien behandelt. Detailreich und trotzdem übersichtlich erhält der Leser Informationen zu den jeweils bekannten Komplikationen und wie diese vermieden, erkannt und therapiert werden können. Zahlreiche Abbildungen, Röntgenbilder, Tabellen sowie Fallbeispiele zu typischen Komplikationen bilden dabei die perfekte Ergänzung.

Das „Lehrbuch der Schmerztherapie“ vermittelt dem kurativen Arzt Informationen zu den wichtigsten Aspekten der schmerztherapeutischen Behandlung. Hierzu zählen beispielsweise eine detaillierte Beschreibung von Symptomen und deren Zuordnung zur Ursache und Art der Schmerzen, welche Therapien wann möglich und sinnvoll sind, wie Medikamente einzeln und kombiniert wirken, ab welchem Zeitpunkt Schmerzen chronisch werden und wie man dies verhindern kann. Somit eignet sich dieses umfangreiche Werk nicht nur zur Vertiefung für jeden in Klinik und Praxis tätigen Arzt oder Psychologen sondern auch als Lehrbuch für Medizinstudenten sowie als praktischer Leitfaden für medizinische Gutachter.
   
Da in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht wurden, wenn es um die Erforschung von Ursachen geht, die aus akuten Schmerzen chronische werden lassen, konnten neue therapeutische Ansätze für derartige Zustände entwickelt werden. Mithilfe dieses Werkes soll ein Beitrag dazu geleistet werden, Ärzten und Therapeuten nicht nur seit längerer Zeit bekannte, sondern auch einen Teil der neueren Kenntnisse zu vermitteln, sofern sich in der praktischen Anwendung bereits ein erkennbarer Mehrwert abzeichnet. Besonders wichtig ist außerdem, dass Schmerzen möglichst frühzeitig behandelt werden sollten, um einer Chronifizierung und eventuellen Folgeschäden bestmöglich entgegenzuwirken. Für eine wirksame Therapie allerdings ist eine detaillierte und eindeutige Diagnose unabdingbar. Diese Schritte sollte im Normalfall bereits der Arzt als erster Ansprechpartner durchführen, indem er zeitnahe und sinnvolle Prophylaxe betreibt und so vermeidet, dass eine Therapie durch den Spezialisten überhaupt notwendig wird.

Das umfangreiche Nachschlagewerk beschäftigt sich in erster Linie mit der therapeutischen Behandlung von Schmerzen akuter und chronischer Art und gibt einen Überblick über die aktuellen Therapiemöglichkeiten. Zu Beginn werden anatomische und physiologische Grundlagen zur Entstehung von Schmerzen erläutert, gefolgt von Informationen zu neuropathischen Schmerzen, der Messung von Schmerz und dem Schmerzgedächtnis. Nach einer Beschreibung der körperlichen Untersuchung erhält der Leser unter anderem einen Einblick in Untersuchungen auf apparative und psychobiologische Weise sowie die Dokumentation von Schmerzen. Darüber hinaus wird auf grundlegendes biopsychoziales Wissen bezüglich der Chronifizierung und auf ethische wie verhaltensmedizinische Aspekte eingegangen. Anschließend folgen ein Einblick in den Bereich Pharmakotherapie und eine Zusammenfassung zu sämtlichen aktuell eingesetzten Therapieverfahren, inklusive Informationen zur Begutachtung sowie Aspekte der Forensik. Wer einzelne Themen weiter vertiefen möchte, erhält hierfür Literaturhinweise am Ende jedes Kapitels. Dank der zahlreichen Tabellen und Grafiken und eines hilfreichen Stichwortverzeichnisses werden die Inhalte übersichtlich und verständlich transportiert.

In dem Buch „MRT des Bewegungsapparats“ wird systematisch und ausführlich auf sämtliche Themenbereiche eingegangen, die bezüglich einer Magnetresonanztherapie alle in irgendeiner Form an der Bewegung des Körpers beteiligten Regionen betreffen. Neben der korrekten Vorgehensweise, für welche die passende Untersuchungstechnik bzgl. Spulenwahl, Lagerung und Sequenzfolge gewählt werden muss, wird die normale Anatomie bei einer Magnetresonanztherapie dargestellt. Befunde aus der Pathologie werden mithilfe von bildhaften Darstellungen analysiert und erklärt. Darüber hinaus gehen die Autoren auf mögliche Fehler bei der Interpretation von Bildern ein. Anhand von Tabellen mit Befunden für unterschiedliche Bereiche des Körpers werden Programme erläutert, die für die Bildaufzeichnung verwendet werden. Tabellen mit Differenzialdiagnosen sind zusätzlich enthalten, um diverse Untersuchungsergebnisse schnell und einfach abgrenzen zu können. Zudem wird auf die klinische Wertigkeit eingegangen, angewandte Verfahrensweisen werden mit anderen relevanten Methoden verglichen und neue Techniken aus dem Bereich Magnetresonanz wie zum Beispiel die Diffusionsbildgebung und DWIBS werden vorgestellt und erklärt.

Das vorliegende Werk ist in 15 Kapitel unterteilt. Begonnen wird mit einer Beschreibung der verschiedenen relevanten Magnetresonanztechniken. In den nachfolgenden zehn Kapiteln wird auf die verschiedenen Regionen des Körpers eingegangen. Hierzu zählen neben Wirbelsäule, Schulter, Ellenbogen, Handgelenk und Finger auch die Hüftregion, das Kniegelenk, der Unterschenkel, das Sprunggelenk und der Fuß sowie das Kiefergelenk, die Muskulatur und das Knochenmark. Anschließend folgen Kapitel zu den Themen „Knochen- und Weichteiltumore“, „Osteoporose“, das „Sakroiliakalgelenk“ sowie über den „Kiefer und Zahnhalteapparat“. Knapp 2.000 Bilder in bester Qualität helfen dem Leser dabei, die Inhalte zu verstehen und zu verinnerlichen.

Die bisher vierte, vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage enthält zudem zahlreiche Neuerungen. Hierzu zählen unter anderem Informationen zu neueren Techniken und Geräten, die sowohl für den Arzt als auch für den Patienten viele Vorteile bieten. Da die angewandten Verfahren immer präziser werden, waren zahlreiche frühere Klassifikationen nicht mehr aktuell. Aus diesem Grund wurden viele Abbildungen beziehungsweise Grafiken sowie Literaturhinweise auf den neuesten Stand gebracht und einige zusätzlich ergänzt. Angaben zu gegebenenfalls hilfreichen Internetseiten helfen dabei, das erworbene Wissen weiter zu vertiefen und Tipps zur Recherche gestalten diese einfacher, schneller und effektiver.

Für den Nachweis von Leistungseinschränkungen und Gesundheitsstörungen wird ein hohes Beweismaß angesetzt. Lediglich der Vollbeweis ist gültig. Dies bedeutet, Diagnosen auf Verdacht oder durch Anamnese werden grundsätzlich nicht anerkannt. Gibt es Zweifel daran, dass eine Störung oder Einschränkung vorliegt, gehen diese zu Lasten der versicherten Person. Als Maßstab gilt der aktuelle Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse. Zudem werden die sogenannten Begutachtungsleitlinien wissenschaftlicher Fachgesellschaften wie zum Beispiel die „Leitlinie zur Begutachtung von Schmerzen“ zur Entscheidungsfindung herangezogen. Auch das Glossar und die Begutachtungsleitlinien der Deutschen Rentenversicherung dienen als Grundlage. Generell gilt die Regel, dass stets eine Gesamtbeurteilung erforderlich ist.
Bei der tatsächlichen Berufsausübung besteht im Allgemeinen das Problem, dass das Ausmaß der Einschränkung eines Leistungsvermögens sowohl nach medizinischen Kriterien, als auch nach juristischen Gesichtspunkten beurteilt wird. Dabei wird die Beweiskraft der beruflichen Tätigkeit, die tatsächlich ausgeübt wird, höherwertig eingestuft als die Feststellungen durch einen medizinischen Sachverständigen.
Einzige Ausnahme ist, falls die Ausübung einer Tätigkeit nur unter unzumutbaren Willensanstrengungen oder Schmerzen, vergönnungsweise oder auf Kosten der Gesundheit erfolgt. In diesem Fall liegt eine Notwendigkeit für die Feststellung zu einem konkreten Arbeitsplatz vor.

Liegt bei einer versicherten Person ein gesundheitlicher Schaden psychischer Natur vor, der offensichtlich durch ein bei Ausübung der versicherten Tätigkeit geschehenes Ereignis verursacht wurde, muss in jedem Fall eine konkrete Feststellung des Gesundheitsschadens durchgeführt werden. Ziel dabei ist, dass am Ende die dazugehörige Einordnung des Versicherungsfalls in das Klassifikationssystem der Gesetzlichen Unfallversicherung erfolgen kann. Ausschlaggebend für eine korrekte Einstufung sind zunächst die funktionellen Auswirkungen der individuellen Schädigung auf das Erwerbsleben der betroffenen Person. Nur aufgrund der Diagnose einer vorliegenden Störung liegt offiziell noch kein Fall einer geminderten Erwerbsfähigkeit vor. Wichtig ist in erster Linie, dass bei genauer Betrachtung der Symptome ein spezifischer Bezug zum Unfall vorhanden und nachweisbar ist. Dies können beispielsweise Ängste sein, die durch das geschehene Ereignis hervorgerufen worden. Bei eher leichten Störungen muss hingegen hinterfragt werden, ob es sich vielleicht lediglich um als normal geltende Zustände wie Trauer, Besorgnis oder Kränkung handelt. Ausschlaggebend ist in diesem Zusammenhang vor allem, inwiefern und in welchem Ausmaß die Erwerbsfähigkeit tatsächlich beeinträchtigt ist. Darüber hinaus muss für eine finale Beurteilung definitiv feststehen, welche Einwirkung den psychischen Schaden verursacht hat, welches traumatisierenden Ereignis oder welcher Umstand also für die Störung letztendlich verantwortlich gemacht werden kann.

Der Begriff Folgeschaden ist im Grunde genommen als Synonym für den Ausdruck Unfallfolgen zu sehen. Das grundsätzliche Vorliegen eines solchen Schadens und der Ausmaß desselbigen dient als Grundlage, wenn über die Genehmigung von Rentenleistungen entschieden werden muss. Lediglich ein Arzt ist dazu befugt, einen Folgeschaden durch die Sicherung der vorliegenden Befunde zu diagnostizieren.
Häufig folgt ein derartiger Schaden auf unproblematische Art und Weise auf einen bereits verursachten und eventuell schon seit längerer Zeit vorliegenden Erstschaden. Dies passiert zum Beispiel dann, wenn bei einem Arbeitsunfall ein Knochenbruch verursacht und dadurch das betroffene oder benachbarte Gelenk in seiner Bewegung beeinträchtigt wird.
Im Falle eines Folgeschadens steht übrigens vor allen Dingen im Vordergrund, welche durch den Unfall hervorgerufene Beeinträchtigung einer bestimmten Funktion vorliegt. Die alleinige Formulierung einer Diagnose ist hierbei weder aussagekräftig genug noch final entscheidend.
Verwendet man den Begriff Folgeschaden im engeren Sinne, so kann er auch als Spätschaden bezeichnet werden, also als Schaden, der eventuell auf einen Erstschaden zurückzuführen ist. Auch hier gilt allerdings wieder vorrangig die Frage nach der Kausalität.

Gibt es die Vermutung, dass ein seelischer Schaden vorliegt, der durch einen Vorfall während der beruflichen Tätigkeit oder durch Ausübung derselbigen entstanden ist, so muss hinterfragt werden, ob ein Ereignis geschehen ist, welches entsprechend auf den Körper eingewirkt hat. Da die Seele genauso ein Teil des Körpers ist, gehören zu versicherten Fällen dieser Art zum Beispiel auch psychische Traumata oder Schocks. Dabei wird in zwei mögliche Fallgruppen unterschieden, nämlich dem primären psychischen Trauma sowie dem primären physischen Trauma mit Begleitschaden psychischer Natur. Ist davon auszugehen, dass eine primäre seelische Traumatisierung vorliegt, gibt es hier ebenfalls keinerlei Beweiserleichterung, sondern es muss auch in diesem Fall der Vollbeweis erbracht werden. Hierfür ist es zwingend notwendig, dass sämtliche Dokumentationen zu Erst- und Brückenbefunden entsprechend ausgewertet werden. Sollte dennoch lediglich ein anamnestischer Beleg vorliegen, werden im jeweiligen Gutachten extrem hohe Anforderungen an die Begründung gestellt. Kein Vollbeweis ist dagegen im Falle eines seelischen Sekundärschadens notwendig. Hier geht es in erster Linie um die Frage der Kausalität.

Soll ein Unfallschaden von einer möglichen Vorschädigung abgegrenzt werden, tritt häufig ein Problem auf, nämlich wenn sich beispielsweise sämtliche nachweisliche Defekte auf ein und dasselbe Körperteil konzentrieren und nur schwer getrennt voneinander betrachtet werden können. Dabei spielt eine wesentliche Rolle, ob die Einwirkung überhaupt zu einem derartigen gesundheitlichen Schaden führen kann, dafür also geeignet ist. Auch die Wesentlichkeit wird gegebenenfalls hinterfragt, indem abgewogen wird, ob allein die aktuelle beziehungsweise letzte Einwirkung oder die bereits bestandene Schadensanlage ausreichen würde, um eine solche Schädigung hervorzurufen. Je nach Relevanz ist letztere mehr oder weniger ansprechbar, abhängig davon, welcher Teil der Verletzungen alt oder frisch ist, ob schützende Strukturen ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurden, welche Art von Einwirkung genau stattfand und ob dieses Ereignis eventuell austauschbar wäre. Dabei gilt prinzipiell, je kleiner der Vorschaden und je schwerer das neue Ereignis war, desto eher besteht ein eindeutiger Zusammenhang und umgekehrt.

Bereits im Jahr 1913 wurde in der damals gerade verabschiedeten Reichsversicherungsordnung festgelegt, dass die Unfallversicherung im Falle einer Verordnung durch die Reichsregierung auf spezielle Berufskrankheiten, die gewerblich bedingt sind, erweitert werden kann. Die RVO bildete in Deutschland bis 1992 die Grundlage des Sozialrechts. Ab 1975 wurde sie allerdings nach und nach vom Sozialgesetzbuch abgelöst wurde. Sowohl in der RVO von 1963 als auch im SGB von 1997 wird bezüglich Berufskrankheiten eine klare kausale Ausrichtung formuliert. Dementsprechend wird eine Krankheit nur in die Liste mit aufgenommen, sofern sie erwiesenermaßen aufgrund bestimmter Einwirkungen entsteht, denen die betroffenen Gruppen von Personen zweimal mehr ausgesetzt sind als die herkömmliche Bevölkerung. Zudem muss der gesundheitliche Schaden durch Tätigkeiten entstehen, die in besonders gefährdeten Bereichen stattfinden. Zwischen 1925 und 1952 gab es mehrere Verordnungen zu diesem Thema, die in ihrer Beschreibung immer konkreter wurden. Nachdem Berufskrankheiten lange Zeit nicht weiter definiert waren, wurde zunächst eine allgemeine Aussage ergänzt, dass verschiedene Regionen betroffen sein können, gefolgt von einer Aufzählung von möglichen Auslösern bis hin zur detaillierteren Formulierung, welche Körperteile in der Regel inwiefern beschädigt werden. Dabei kann die Entwicklung in folgende Phasen eingeteilt werden: Zu Zeiten von Bergbau und Industrialisierung war die Verordnung bezüglich Berufskrankheiten auf ein minimales Ausmaß beschränkt. Diese Variante wurde dann infolge der Teilung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg weiter ausgearbeitet und bei der Wiedervereinigung aktualisiert. Anschließend folgte eine Ausweitung der Verordnung auf zusätzliche Volkskrankheiten.

Wurde nun bei einer Person festgestellt, dass ihr der allgemeine Arbeitsmarkt definitiv auf irgendeine Art und Weise verschlossen ist, kann es dafür verschiedene Gründe geben. Zum einen wären für manche Tätigkeiten betriebsunübliche Arbeitsbedingungen erforderlich. Zum Beispiel könnten mehr oder längere beziehungsweise frühere Pausen notwendig sein und die täglichen Arbeitsabläufe wären dadurch eventuell gestört wenn es beispielsweise um die regelmäßigen Pausen im Rahmen von Bildschirmarbeiten geht. Sogar die Toiletten eines Betriebs spielen eine nicht unerhebliche Rolle. Deren vorgeschriebene Lage ist in der Arbeitsstättenverordnung festgelegt und sagt in erster Linie aus, dass diese von jedem relevanten Aufenthaltsort aus schnell und einfach erreichbar sein müssen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Wegefähigkeit, die als Grundvoraussetzung für einen Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt gilt. Diese ist nicht gegeben, wenn die versicherte Person nicht mehr in der Lage ist, vier Mal pro Werktag innerhalb von 20 Minuten mit oder ohne Gehhilfen mindestens 500 Meter zu Fuß zu gehen. Außerdem muss die Fähigkeit gegeben sein, zweimal täglich zu den Hauptverkehrszeiten ein öffentliches Verkehrsmittel oder ein Kraftfahrzeug zu nutzen. Mögliche Problemfelder, die in Bezug auf die Wegefähigkeit auftauchen können, sind beispielsweise die Einschränkung durch eine vorliegende Agoraphobie sowie eine  krankheits- oder therapiebedingte Fahruntauglichkeit. Genügt die Arbeitskraft wiederum nur für weniger als sechs Stunden pro Tag, spricht man von einem verschlossenen Teilzeitarbeitsmarkt und der Versicherte erhält eine sogenannte „Arbeitsmarktrente“.

Wird bei einer durch die Gesetzliche Unfallversicherung versicherten Person eine Berufskrankheit diagnostiziert, gibt es im Zusammenhang mit der notwendigen Kausalitätsprüfung einige grundlegende Probleme. Zunächst ist mit der Versicherung im Grunde genommen nur die körperliche Arbeit abgedeckt. Dabei ist es manchmal schwierig, eine eindeutige Abgrenzung zu physiologischen Belastungen festzulegen. Dies lässt sich ohnehin nicht für alle betroffenen Personen verallgemeinern. Generell beinhaltet die Abdeckung einzeln ausgewählte Beanspruchungen, die unter dem entsprechenden Versicherungsschutz stehen. Die Einwirkung derselbigen muss allerdings im Übermaß aufgetreten sein, damit der Schutz greift.
Ein weiterer schwieriger Punkt ist, dass körperliche Bewegungen und Belastungen schon immer Bestandteile menschlicher Tätigkeiten sind. Für den Erhalt des Bewegungsapparats sind diese sogar zwingend notwendig. Es kann deshalb nicht grundsätzlich behauptet werden, dass sich körperliche Belastungen negativ auf die Gesundheit auswirken. Ein gutes Beispiel hierfür sind die in den Industrieländern zunehmenden Wirbelsäulen-Erkrankungen, trotz Rückläufigkeit bei der Menge an physischer Beanspruchung. Zudem treten viele Schadensbilder häufig auch in einem Umfeld auf, in dem die vermeintlich dafür verantwortliche Belastung verhältnismäßig gering ist oder sogar fehlt. Nicht belastungsindizierte Ursachen lassen sich dagegen nur schwer bis gar nicht feststellen.

Für die Definition eines Anforderungsprofils ist der jeweilige Auftraggeber zuständig und zieht hierfür gegebenenfalls einen berufskundlichen Sachverständigen hinzu. Außerdem wird von ihm geprüft, ob Leistungsvermögen und Anforderungsprofil übereinstimmen, wofür auch hier bei Bedarf die Meinung berufskundlicher oder medizinischer Sachverständiger eingeholt wird.
Muss nun im Versicherungsfall ein Anforderungsprofil definiert werden, so kommt es in der Regel nicht darauf an, wie der letzte Arbeitsplatz konkret ausgestaltet war. Was zählt, ist einzig und allein das generelle Anforderungsprofil des bisher ausgeübten Berufs beziehungsweise der jeweiligen Verweisungstätigkeit.
Ansätze für die Ermittlung des Profils liefern zum Beispiel berufskundliche Unterlagen, die über die Bundesagentur für Arbeit erhältlich sind. Darüber hinaus werden von Gewerkschaften, Innungen und Verbänden sowie Bezirksdirektionen der Arbeitsagentur entsprechende Auskünfte erteilt. Auch Unterlagen aus anderen Verfahren oder berufkundliche Gutachten können als Hilfestellung dienen.

Der zeitliche Rahmen des Leistungsvermögens einer versicherten Person bildet die Basis für den jeweiligen Rentenanspruch. Liegt ein Leistungsvermögen von unter drei Stunden vor, während kein leidensgerechter Arbeitsplatz verfügbar ist, wird derjenige als voll erwerbsgemindert bezeichnet. Dies gilt zwar auch bei Vorhandensein einer solchen Ersatztätigkeit, hier gilt es allerdings die entsprechende Hinzuverdienstgrenze zu beachten. Wurde das Leistungsvermögen auf einen Zeitraum zwischen drei und sechs Stunden festgelegt, ist der Versicherte ohne leidensgerechten Arbeitsplatz voll erwerbsgemindert und erhält eine arbeitsmarktbedingte Rente. Im Gegensatz dazu gilt er mit einer adäquaten neuen Beschäftigung nur als teilweise erwerbsgemindert und darf auch hier nur bis zu einer bestimmten Grenze hinzuverdienen. Liegt das potentielle Leistungsvermögen bei sechs Stunden, wird diese Person in keinem Fall als erwerbsgemindert eingestuft. Trotzdem kann auch hier aufgrund von Krankheit oder Behinderung der Arbeitsmarkt verschlossen sein, wenn keine leidensgerechte Tätigkeit zur Verfügung steht. Ist ein sogenannter Schonarbeitsplatz verfügbar, wird im Normalfall keine Rente ausbezahlt. Ausnahmen gibt es, falls es sich um eine „vergönnungshalber“ zugeteilte Tätigkeit handelt.

Während für die allein kurative Tätigkeit eines Arztes fachmedizinische Erfahrungen und Kenntnisse genügen, ist für den medizinischen Gutachter die Beherrschung eines Mindestmaßes an Rechtsgrundlagen unabdingbar. Dabei zeigt sich dessen Kompetenz durch die Verknüpfung beider Wissensgebiete. Sein fachbezogenes Wissen sollte stets auf dem aktuellen Stand sein. Darüber hinaus ist eine mehrjährige und umfangreiche Erfahrung auf dem Gebiet der Gutachtenerstellung durchaus von Vorteil.

An der Verordnung bezüglich Berufskrankheiten aus den frühen 50ern wurde vieles bemängelt. Auch von Seiten F. Reischauer hagelte es damals jede Menge Kritik. So kreidete er beispielsweise an, dass zum Zeitpunkt der Ausarbeitung keinerlei Statistiken vorlagen, auf denen das Ganze basierte, und des Weiteren jegliche Grundlagenforschung fehlte. Außerdem war er der Meinung, dass durch diese Formulierung der Verordnung Gutachter vom Gesetzgeber gezwungen werden, bei einzelnen Fällen eine genauere Erforschung nachzuholen. Darüber hinaus sah er die Beurteilung als äußerst schwierig an, da schließlich auch bei einem normalem Lebensanspruch spontane Erkrankungen dieser Art möglich waren. Für ihn war die Theorie zur übermäßigen Beanspruchung lediglich eine Art Verlegenheitslösung und Eigentümlichkeiten von bestimmten Berufen wurden seiner Ansicht nach völlig ausser Acht gelassen. Auch der Zusammenhang von Ursache und Wirkung entsprach gemäß Reischauer einem klassisches Missverhältnis. Zudem merkte er an, dass die gesundheitlichen Schäden auch bei eher geistigen Berufen prozentual gesehen ähnlich häufig vorkämen.

Bezogen auf einen Versicherungsfall, bei dem sowohl ein Erstschaden als auch weitere Schäden auftreten, die genauso psychisch ausgeprägt sein können, werden von Seiten der Gesetzlichen Unfallversicherung standardmäßig diverse Leistungen erbracht. Hierzu gehören zunächst eine Heilbehandlung sowie Beiträge zur Teilhabe im Bereich Arbeit und Leben. Darüber hinaus erfolgt die Auszahlung eines Verletztengeldes. Hierfür wird allerdings vorausgesetzt, dass der versicherte Fall eine Arbeitsunfähigkeit zur Folge hatte. Zusätzlich werden Übergangsleistungen als Maßnahmen oder in finanzieller Form angeboten, falls ein Versicherungsfall diese notwendig werden lässt. Als Beispiel aus der Praxis lässt sich hier die sogenannte Wohnungshilfe aufführen.
Eine weitere mögliche Leistung der Gesetzlichen Unfallversicherung ist die Verletztenrente. Diese beträgt üblicherweise zwei Drittel des vor dem Versicherungsfall verdienten Jahreseinkommens. Relevant für die Berechnung ist der Jahresarbeitsverdienst in dem Jahr vor dem jeweiligen Unfall. Liegt lediglich eine Minderung der Erwerbsfähigkeit vor, so wird eine Teilrente ausbezahlt. Als Mindestvoraussetzung gilt hier, dass die Minderung in einem Ausmaß von 20 % oder mehr vorliegt und auch noch 26 Wochen nach dem Ereignis weiterhin besteht. Der Anspruch darauf beginnt entweder ab dem Zeitpunkt, zu dem die Arbeitsunfähigkeit eingetreten ist oder wenn 78 Wochen vergangen sind und eine erneute Arbeitsfähigkeit voraussichtlich nicht mehr eintreten wird.

Damit die Voraussetzungen für den Empfang von Leistungen zur Teilhabe erfüllt sind, muss die Erwerbsfähigkeit aufgrund von körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung oder wegen einer Krankheit gemindert oder erheblich gefährdet sein. Ist die Erwerbsfähigkeit entsprechend gefährdet, muss durch Reha-Leistungen abgewendet werden können, dass diese gemindert wird. Falls die Erwerbsfähigkeit bereits gemindert ist, sollte sie durch die Erbringung von Reha-Leistungen deutlich gebessert, erneut hergestellt oder eine weitere Verschlechterung vermieden werden können. Liegt eine teilweise Erwerbsminderung vor, ohne dass eine Aussicht auf markante Besserung der Erwerbsfähigkeit besteht, sollte ein Erhalt des Arbeitsplatzes erfolgen, indem Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erbracht werden. Als rechtliche Konsequenz daraus folgt eine gewissenhafte Festlegung bezüglich Art, Beginn, Dauer und Umfang der durchzuführenden Leistung und der dazugehörigen Rehabilitationsstätte. In diesem Zusammenhang müssen sowohl die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit, als auch die der Sparsamkeit beachtet und eingehalten werden.
Die Möglichkeit der Inanspruchnahme von Sozialleistungen und Durchführung einer Rehabilitation erfolgt nach Bewilligung des entsprechenden Antrags. Das dann ausgezahlte Übergangsgeld entspricht von der Höhe her dem Krankengeld. Wird der Antrag nicht bewilligt, weil eine Reha gar nicht notwendig ist, folgt darauf der Bezug von Sozialleistungsbezug, also Kranken- oder Arbeitslosengeld. Wird der Antrag wiederum nicht genehmigt, weil eine Reha-Therapie voraussichtlich überhaupt nicht erfolgreich wäre, was nur bei Erwerbsminderung, aber nicht bei Gefährdung möglich ist, wird aus dem Reha-Antrag schließlich ein Rentenantrag.

Wird von einer Person, die voll oder teilweise erwerbsgemindert ist, eine entsprechende Rente beantragt, muss deren konkretes Leistungsvermögen festgestellt werden.
Beruht die Ursache der Erwerbsminderung auf einer Krankheit, besteht ein sogenannter regelwidriger geistiger, körperlicher oder seelischer Zustand. Dabei kommt es nicht auf die Ursache an, selbst vorwerfbares Verhalten gilt generell als unschädlich und auch Behandlungsfähigkeit oder -bedürftigkeit spielen keine Rolle.
Handelt es sich dagegen um eine Behinderung, dann weichen körperliche Funktionen, die seelische Gesundheit oder geistige Fähigkeiten von dem für das vorliegende Alter typischen Zustand aus krankheitsbedingten Gründen ab. Der Unterschied zur Krankheit besteht in diesem Fall darin, dass die Entwicklung des Zustandes bereits abgeschlossen ist.
Liegt eine dieser Situationen vor, so bleiben andere Hindernisse, die einem Einsatz auf dem herkömmlichen Arbeitsmarkt im Weg stehen könnten, außer Betracht. Hierzu zählen beispielsweise Gründe wie soziale Schwierigkeiten, das Alter oder eine mangelnde Qualifikation.

Um die Gesetzliche Unfallversicherung in Anspruch nehmen zu können, gelten einige grundlegende Voraussetzungen. Generell besteht in Deutschland Versicherungspflicht, das heißt alle beschäftigten Personen sind auch versicherungspflichtig. Ausnahmen bilden hier beispielsweise Ärzte, die selbständig tätig sind oder Beamte. Die Versicherung einer Person erfolgt somit entweder freiwillig, kraft des Gesetzes oder gemäß einer bestimmten Satzung. Zu dem sogenannten geschützten Personenkreis zählen neben Unternehmern und Beschäftigen auch „Wie-Beschäftigte“, Pflegepersonen, Rehabilitanden und Nothelfer sowie Lernende und viele mehr.
Die Verantwortung dafür, dass eine Person angemeldet wird und die entsprechenden Beiträge gezahlt werden, liegt einzig und allein beim jeweiligen Arbeitgeber. Die Errechnung der Höhe des Beitrags erfolgt unter Berücksichtigung von Beitragssatz und Gefahrenklasse, die wiederum vom Unfallversicherungsträger festgelegt werden.
Ob eine Tätigkeit zum Zeitpunkt des Unfalls versichert ist oder nicht, wird von einer juristischen Instanz entschieden, da es sich hierbei um eine rechtliche Frage handelt. Somit ist es nicht die Aufgabe eines Sachverständigen, hierfür Beweise zu erbringen. Das Gericht, also der Auftraggeber, ist außerdem zuständig dafür, die Anknüpfungstatsachen festzustellen. Somit sollte in einem Schriftstück oder im Gutachtenauftrag selbst eindeutig beschrieben sein, welche Tätigkeit zum Zeitpunkt des Unfalls ausgeübt wurde.

Für die Anforderung von Beweisen gilt als Maßstab der sogenannte Vollbeweis. Dies bedeutet, dass vermeintlich festgestellte Tatsachen mit Gewissheit nachgewiesen werden müssen, damit keinerlei Zweifel bleiben. Grundlagen hierfür bilden häufig Dokumente aus Akten, wie zum Beispiel Behandlungs- und Befundberichte, Reha-Dokumentationen oder ein Vorerkrankungsverzeichnis. Auch Befunde aus der Radiologie oder speziell solche, die für das jeweilige Gutachten erstellt wurden, können der Sache dienlich sein.
Geht es bei der Beweisanforderung um die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit beziehungsweise Kausalität, gilt der Maßstab der hinreichenden Wahrscheinlichkeit lediglich dann, wenn die Frage nach der natürlichen Kausalität gestellt wird. In diesem Fall kann es genügen, wenn mehr Punkte für den Ursachenzusammenhang sprechen statt dagegen und ernsthafte Zweifel ausgeschlossen werden können. Dabei genügt es allerdings nicht, wenn es lediglich möglich wäre, dass ein Zusammenhang besteht. Zudem muss jedes einzelne Glied der Kausalkette separat geprüft werden, falls mittelbare Ursachen vorliegen. Der Ausdruck Wahrscheinlichkeit hat dabei hinsichtlich seiner Bedeutung nichts mit dem Begriff gemein, wie er in der Statistik Verwendung findet.
Solche Fälle rechtlich zu bewerten gehört übrigens nicht zu den Aufgaben eines Sachverständigen. Derartige Wertungen sind ein Thema, wenn nach der Unfallkausalität und dem inneren Zusammenhang, der haftungsausfüllenden oder -begründenden Kausalität gefragt wird. Dabei stellt sich bei der rechtlich wesentlichen Ursache keine Frage nach dem Beweis.

Um die Höhe der zu erbringenden Leistungen festlegen zu können, benötigt die Gesetzliche Unfallversicherung medizinische Diagnosen von Fachärzten. In diesem Zusammenhang besteht für den erkrankten Arbeitnehmer die unabdingbare Verpflichtung, sich gewissen Untersuchungen ärztlicher und psychologischer Art zu unterziehen, die zur Feststellung der Leistung erforderlich sind. Dies ist zum einen notwendig, wenn eine Heilbehandlung endet, aber auch dann, wenn eine Erhöhung, Herabsetzung, Entziehung oder Gewährung der Verletztenrente ansteht. Bei der entsprechenden Diagnostik folgt dem üblichen Abhorchen und Abtasten, dass der Versicherungsnehmer aktive körperliche Bewegungen vorzuführen und passive zu dulden hat. Darüber hinaus werden durch den Arzt Bewegungsausmaße erhoben, Reflextests durchgeführt, bildgebende Verfahren angewandt und Blutproben entnommen. 
Damit bei der Begutachtung nicht der Eindruck einer mangelnden Mitwirkung entsteht, muss der Erkrankte nicht nur Erscheinen, sondern auch aktiv mithelfen - sowohl bei der Untersuchung, als auch bei einer eventuell verordneten Heilbehandlung. An ihn ausgehändigte Fragebögen sollten außerdem stets komplett ausgefüllt und rechtzeitig zurückgegeben werden.
Einen Sonderfall stellt die Untersuchung in Form einer Obduktion dar, wenn also nach dem Tod einer Person die Berufskrankheit als Todesursache ausgeschlossen werden soll. Hinterbliebene sind nicht dazu verpflichtet, dies zu dulden oder gar mitzuwirken. Obendrein muss der Unfallversicherungsträger vorab keinen Hinweis auf mögliche Folgen geben. So kann es zum Beispiel passieren, dass die Hinterbliebenenrente nachträglich gestrichen wird.

Sollte es im Rahmen eines durch die Gesetzliche Unfallversicherung abgedeckten Arbeitsverhältnisses berufsbedingt zu einer Erkrankung des Arbeitnehmers kommen, so hat dieser gegenüber der Versicherung nicht nur Rechte, die er in Anspruch nehmen kann. Er muss auch seinen Pflichten als Versicherter nachkommen. Dadurch entsteht keinerlei Widerspruch zur sogenannten Amtsermittlungspflicht. Laut eines entsprechenden Gerichtsurteils soll dies vielmehr als eine Art Modifizierung derselbigen angesehen werden beziehungsweise greift dort, wo die Grenzen der Amtsermittlung beginnen. Die erkrankte Person ist also dazu verpflichtet, seinen eigenen Beitrag dafür zu leisten, damit der Schaden so gering wie möglich eingestuft wird. Dies gilt sowohl für die tatsächliche Laufzeit des Verfahrens, als auch im Anschluss daran.
Bei der Mitwirkung können folgende Angaben gefordert werden: Informationen zur Person selbst und über deren Angehörige, falls relevant; Details zur beruflichen Tätigkeit inklusive einer Beschreibung der einzelnen Arbeitsvorgänge und der entsprechenden zeitlichen Anteile; eine Schilderung der Gegebenheiten am Arbeitsplatz sowie eine konkrete Darstellung des Gesundheitszustands aus eigener Sicht mit Hinweisen zu eventuell damit zusammenhängenden Vorerkrankungen oder familiären Krankheitsfällen. Darüber hinaus muss der Versicherte sämtliche behandelnden Ärzte von ihrer Schweigepflicht befreien, um zur Klärung der Umstände beitragen zu können.

Geschieht während einer versicherten Tätigkeit ein Unfall, gibt es aus Sicht der Gesetzlichen Unfallversicherung diverse Möglichkeiten für die Einordnung des Geschehnisses sowie der dazugehörigen Folgen.
Spricht man von einem Ereignis, das zeitlich begrenzt ist, geht es um einen Zeitraum mit einer maximalen Dauer von einer Arbeitsschicht. Sinn und Zweck dieser Definition ist vor allem die Abgrenzung zur Berufskrankheit. Ein Beispiel dafür ist, wenn ein Arbeitnehmer aufgrund einer Verletzung am Arbeitsplatz lediglich für kurze Zeit arbeitsunfähig ist. Im Gegensatz dazu ist bei einem permanent bestehenden körperlichen Schaden, der durch eine regelmäßig durchgeführte Tätigkeit entstanden ist, der langfristige Ersatz durch eine alternative Beschäftigung notwendig.
Tritt ein ein sogenanntes „äußeres“ Ereignis ein, kommt wider Erwarten der Tatsache, dass tatsächlich eine äußerliche Einwirkung stattgefunden haben muss, nur eine geringe Bedeutung zu. Der Ausdruck hat lediglich den Zweck, eine Grenze zur „inneren Sache“ zu schaffen. Damit ist beispielsweise gemeint, wenn eine versicherte Person während der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit krank wird und dies unabhängig von den Umständen der jeweiligen Beschäftigung passiert.
Bei der Feststellung des Unfallereignisses wird dessen Hergang vom Gericht ermittelt. Ein Gutachter formuliert hierzu nur dann seine eigene Ansicht, wenn eine solche ausnahmsweise gewünscht wird. Auch die entsprechende Wertung und Beweiswürdigung liegt ausschließlich in der Hand des zuständigen Gerichts.

Die Zusammenhänge zwischen einem Unfall, der sich im Rahmen einer beruflichen Tätigkeit ereignet hat, und einem gesundheitlichen Schaden, der daraus möglicherweise entstanden sein kann, richtig einzuordnen und zu interpretieren, ist häufig kompliziert und nicht ganz eindeutig. Ein Gutachter muss im Rahmen seiner Dokumentation sehr gewissenhaft vorgehen und alle wichtigen Details erfassen.
Für eine möglichst konkrete Beurteilung müssen dabei die nachfolgenden Eckpunkte stets beachtet werden: Grundsätzlich darf der zeitliche Zusammenhang nicht als Ursachenzusammenhang angesehen werden. Tritt ein Schaden also nach einem bestimmten Ereignis ein, stellt diese Tatsache an sich noch lange keinen Beweis dar, sondern kann auch reiner Zufall sein. Selbst wenn die versicherte Person zuvor noch komplett beschwerdefrei war, können andere Ursachen nicht automatisch ausgeschlossen werden. Ist keine Alternativursache bekannt oder kann diese nicht nachgewiesen werden, so gilt auch in diesem Fall nicht automatisch, dass das Ereignis, welches versichert wäre, als solches anerkannt wird. Genauso ist die Einstufung eines Ereignisses, das nicht alltäglich und somit nicht austauschbar ist, als wesentliche und somit für den Schaden verantwortliche Ursache in keinem Fall zulässig. Die sogenannte positive Feststellung stellt somit die ausschlaggebende Grundlage für jede finale Beurteilung dar.

Rechtliche Vorschriften enthalten in der Regel zahlreiche Begriffe, hinter denen der Zweck zur Festlegung von Grenzen und somit ein spezieller juristischer Sinn steckt. Da sich diese Ausdrücke weitgehend von solchen aus dem alltäglichen Gebrauch unterscheiden, besteht häufig die Gefahr einer sogenannten Begriffsverwirrung. Bereits bei grundlegenden Bezeichnungen wie Verursachung, Ursache oder Kausalität stellt sich die Frage, ob es sich hierbei tatsächlich um rechtlich wertende oder lediglich um ganz natürliche Begriffe handelt. Auch beispielsweise die Bezeichnung „Wahrscheinlichkeit“ kann als genereller Maßstab der Überzeugung, also als Beweismaß, oder aber als mathematisch-statistischer Ausdruck fungieren.
Wird die Erstellung eines Gutachtens beauftragt, so hat dieses grundsätzlich die Funktion, Tatsachen zu belegen. Dadurch ist das Gutachten selbst ebenfalls als Beweismittel zu bezeichnen. Ein Sachverständiger ist deshalb dafür verantwortlich, die jeweiligen Tatsachen festzustellen. Hierunter können unter anderem Schäden an der Gesundheit, eventuelle Vorschäden oder eine Schadenanlage fallen. Darüber hinaus sind aktuelle Daten aus medizinischen Befunden und dem Stand der Wissenschaft relevant sowie Erfahrungswerte aus der Medizin bezüglich Ursache-Wirkungs-Beziehungen von Einwirkungen und Gesundheitsschäden. Eine wichtige Rolle nimmt außerdem die Frage nach der natürlichen Kausalität ein.

Für die Möglichkeit einer Inanspruchnahme der Gesetzlichen Unfallversicherung kommen verschiedene Situationen oder Geschehnisse in Frage. Grundsätzlich wird zwischen Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten unterschieden. Im Falle eines Arbeitsunfalls handelt es sich normalerweise entweder um einen bei der Arbeit selbst geschehen Vorfall mit Folgen oder alternativ dazu um einen sogenannten Wegeunfall. Darüber hinaus kann ein Arbeitsunfall in Sonderfällen auch bei der Verwahrung oder Beschaffung von Schutzausrüstungen oder Arbeitsgeräten passieren.
Generell wird unter einem Unfall ein Ereignis verstanden, das zeitlich begrenzt ist, von extern auf einen Körper einwirkt und dabei entweder zu einem gesundheitlichen Schaden oder im schlimmsten Fall zum Tode führt. Bei einem Arbeitsunfall hingegen geschieht dieser einer versicherten Person infolge der Ausübung einer versicherten Tätigkeit. Handelt es sich um einen Wegeunfall, muss es sich bei dem Unfallort um eine Stelle handeln, die auf Wegen liegt, die während der entsprechenden Tätigkeit oder auf dem direkten Weg dorthin und zurück passiert werden. Auch Wege zu sogenannten „dritten Orten" und zurück sind versichert.
Eine Berufskrankheit dagegen erleidet die versicherte Person als Folge der Ausübung seiner Beschäftigung. Diese „Listenerkrankung“ wird unter Berücksichtigung der dazugehörigen Verordnung definiert. Zu solchen Krankheiten zählen Beeinträchtigungen, die durch berufsspezifische Einwirkungen entstehen und welche man dadurch konkret einer bestimmten Berufsgruppe zuweisen kann.

Dank einer neuen Weiterbildungsordnung haben Ärzte seit kurzem die Möglichkeit, sich zum Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie weiterzubilden. Mit dem Werk „Praxis der Orthopädie und Unfallchirurgie“ erhalten die Mediziner ein hilfreiches Handbuch für die Zeit der Weiterbildung an sich, ein perfektes Lehrbuch zur Prüfungsvorbereitung sowie anschließend ein praktisches Nachschlagewerk für den beruflichen Alltag in der Praxis oder Klinik. Anschauliche Schritt-für Schritt-Anleitungen sorgen dafür, dass das aktuelle Wissen so verständlich wie möglich vermittelt wird. Das Buch ist nach Art der Erkrankung sowie nach Behandlungspfad aufgebaut, wodurch es trotz der hohen Dichte an Informationen eine übersichtliche Struktur erhält. Unter Verwendung einer modernen Didaktik geben die renommierten Autoren aus dem Fachgebiet Orthopädie und Unfallchirurgie dem Leser außerdem zahlreiche Praxistipps und Merksätze an die Hand.

Das Buch gliedert sich in einen allgemeinen und einen speziellen Teil. Ersterer enthält neben den Grundlagen und einem Überblick zur allgemeinen konservativen Therapie Fakten zu angeborenen Erkrankungen des Haltungs- und Bewegungsapparats, zu Erkrankungen, Verletzungen und Folgeschäden von Knochen und Gelenken, von der Haut, dem Bindegewebe und der Muskulatur sowie von Gefäßen und Nerven. Zudem ist ein Kapitel zum Thema Begutachtung enthalten. Im speziellen Teil findet der Leser Details zu den Bereichen Kopf und Hals, Rumpf sowie untere und obere Extremitäten. Auch in diesem Werk darf das wie üblich zum Schluss angefügte Sachverzeichnis nicht fehlen.

Im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem Referenzwerk „Praxis der Orthopädie“, erfüllt das Buch „Praxis der Orthopädie und Unfallchirurgie“ nicht nur seinen Zweck als passendes Lehrbuch für die Weiterbildung zum neuen Facharzt, sondern glänzt nahezu in seiner Rolle als würdiger Nachfolger. Trotz der zusätzlichen Inhalte bleiben sämtliche Informationen übersichtlich angeordnet, anschaulich dargestellt und hervorragend strukturiert. Mehr als 1.400 Abbildungen und knapp 300 Tabellen finden in dem 1.000-seitigen Nachschlagewerk Platz, wobei Zeichnungen überarbeitet und Fotos entsprechend erneuert wurden. Alle Kapitel zu den einzelnen Erkrankungen sind nach demselben System aufgebaut, inklusive der relevanten Diagnostik- und Theraphie-Pfade. Speziell in Bezug auf die Nutzung zur Vorbereitung für die Facharztprüfung werden weitere Möglichkeiten zur Weiterbildung berücksichtigt wie zum Beispiel die Notfall- und Sportmedizin, die orthopädische Rheumatologie und die Kinderorthopädie sowie Handchirurgie und Physikalische Medizin.

Bei der Feststellung von Berufskrankheiten sowie der Anerkennung derselbigen stoßen Gutachter immer wieder auf einige Probleme. So ist es zum Beispiel häufig nicht möglich, ein Krankheitsbild zu definieren, das für eine Belastung typisch ist. Deshalb beschränkt man sich in der Regel darauf, belastungskonforme Schadensbilder festzulegen. Dabei werden sowohl die Art und die Intensität der Einwirkung einer beruflichen Belastung als auch deren gesamte Dauer berücksichtigt. Erkenntnisse aus dem Bereich der Epidemiologie können ebenfalls hilfreich sein, wenn es darum geht, mithilfe statistischer Daten eine Kausalitätsbeziehung herzustellen. In diesem Zusammenhang werden beispielsweise Gruppenrisiken beleuchtet und die mögliche Verkettung von Ursache und Wirkung wird unter naturwissenschaftlich-philosophischen Aspekten hinterfragt.
Um dagegen auf Indizien für den Wahrscheinlichkeitsbeweis einer Kausalitätsverknüpfung zu treffen, wird außerdem nach belastungsindizierten Befundindikatoren gesucht. Ohne einen solchen Beweis erhält eine Berufskrankheit zumindest keinerlei Zulassung zur Anerkennung. Zu den grundlegenden Voraussetzungen, damit die Krankheit anerkannt wird, zählen vor allem, dass tatsächlich besondere Einflüsse stattfanden und diese dazu in der Lage sind, ein solches Krankheitsbild zu verursachen. Außerdem müssen hierzu aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen und der Wahrscheinlichkeitsbeweis sollte unbedingt führbar sein. Somit ist das gesamte Verfahren aus rechtlicher wie medizinischer Sicht nicht nur schwierig, sondern auch sehr aufwändig.

Ist eine Person in ihrem Leistungsvermögen eingeschränkt, muss festgestellt werden, ob diese grundsätzlich noch in der Lage ist, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig zu sein oder nicht. Um diese Frage zu beantworten, werden die individuellen Umstände nach einer bestimmten Prüffolge ermittelt. Zunächst wird hinterfragt, ob das Restleistungsvermögen noch Verrichtungen und Tätigkeiten wie Kleben, Verpacken und Sortieren, Reinigen, Zureichen und Abnehmen sowie das Zusammensetzen von Teilen, Transportieren oder Bedienen von Maschinen erlaubt. Ist dies der Fall, so kann in der Regel gar nicht erst angezweifelt werden, dass eine Einsatzfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt immer noch besteht. Können derartige Tätigkeiten nicht mehr ausgeübt werden, muss man feststellen, ob das restliche Leistungsvermögen so weit gemindert ist, dass eine schwerwiegende spezifische Leistungsbehinderung vorliegt. Gegebenenfalls muss darüber hinaus auch eine sogenannte Summierung ungewöhnlicher Leistungsbeschränkungen ausgeschlossen werden. Besteht keines von beiden, ist die jeweilige Person wiederum eindeutig dazu fähig, weiterhin auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig zu sein. Trifft eine der zwei oder sogar beide Definitionen zu, muss die Benennung einer leidensgerechten Verweisungstätigkeit erfolgen, für welche eine maximale Einarbeitungszeit von drei Monaten notwendig sein darf. Damit sollte der oder die Versicherte wieder am allgemeinen Arbeitsmarkt teilnehmen können. Ist es allerdings nicht möglich, eine solche Tätigkeit zu benennen, gilt der allgemeine Arbeitsmarkt für diese Person als verschlossen.

Der ärztliche Gutachter muss über eine überdurchschnittliche Qualifikation verfügen. Fachliche Grundlage für seine Tätigkeit bildet in der Regel ein Medizinstudium mit anschließender Approbation sowie eine Facharztausbildung mit Anerkennung. Wichtig ist außerdem ein breit gefächertes medizinisches Allgemeinwissen. In der beruflichen Praxis sollte er sein Fachgebiet adäquat beherrschen und zu fachübergreifendem Denken und Kommunizieren fähig sein. Regelmäßige Fortbildungen sind hierfür unumgänglich. Seine persönlichen Stärken sollten außerdem in der Fähigkeit zu gründlichem Arbeiten und systematischem Denken liegen. Zusätzlich angeeignete Grundkenntnisse auf diversen Rechtsgebieten optimieren seine Qualifikation.

Generell sind durch die Gesetzliche Unfallversicherung nicht nur Unfälle bei den jeweiligen Tätigkeiten an sich, sondern auch Vorkommnisse auf den damit zusammenhängenden Wegen abgedeckt. Diesbezüglich gibt es allerdings einige grundlegende Rahmenbedingungen zu beachten. Ohne Zweifel sind die direkten Hin- und Rückwege versichert, also solche Wege, die mit der versicherten Tätigkeiten in Verbindung stehen und unmittelbar zum Ort der Tätigkeit führen und zurück. Hierbei kann der Arbeitnehmer eine vorübergehende Unterkunft oder die ständige Familienwohnung als Start- beziehungsweise Zielpunkt wählen. Auch abweichende Wege über den Kindergarten, die Schule oder zu Betreuungspersonen sind abgedeckt, solange die Umwege dazu dienen, die eigenen Kinder in fremde Obhut zu geben. Zudem darf man zum Zwecke einer Fahrgemeinschaft Wege nutzen, die nicht der direkten Route entsprechen, um sich mit anderen ein Fortbewegungsmittel und die dazugehörigen Ausgaben zu teilen. Ausschlaggebend ist dabei in jedem Fall, dass am Beginn und Ende des Weges das Passieren der äußeren Haustür des entsprechenden Gebäudes steht. Einen Sonderfall stellt der Weg zu oder von einem sogenannten dritten Ort dar, der weder dem Betrieb noch einer privaten Unterkunft zuzuordnen ist. Hier sind Wegeunfälle nur dann versichert, wenn die zurückgelegte Route nicht wesentlich länger als der übliche Weg nach Hause ist. Außerdem darf die Motivation für denselbigen nicht rein privat sein. Solch ein Fall liegt zum Beispiel dann vor, wenn der Arbeitnehmer ausnahmsweise nicht von zuhause, sondern von einer anderen Unterkunft aus anreist.

Benötigt die Versicherung eine Einschätzung der Minderung zur Erwerbsfähigkeit, so wird der jeweilige Fall stets separat bewertet. Es werden niemals verschiedene Unfallvorkommnisse gemeinsam betrachtet oder zusammengefasst. Die einzige Ausnahme bildet hierbei der mittelbare Unfall, auch Folge-Unfall genannt. Um die Minderung zu definieren, wird die Erwerbsfähigkeit vor dem Ereignis als Maßstab herangezogen und gilt für die Errechnung von Versicherungsleistungen grundsätzlich als Ausgangssituation mit hundertprozentiger Leistungsfähigkeit. Dabei ist egal, ob bereits Vorschäden vorlagen oder nicht, da die jeweilige Minderung immer am vorherigen Zustand gemessen wird. In sehr seltenen Fällen ergibt sich durch das Unfallereignis keinerlei Minderung mehr und zwar dann, wenn die versicherte Person bereits zuvor als komplett erwerbsunfähig eingestuft war. Übrigens kann selbst zum Zeitpunkt einer bestehenden Arbeitsunfähigkeit eine verminderte Leistungsfähigkeit vorliegen. Dabei gibt es weder für bestimmte Berufsgruppen oder spezielle Tätigkeitsbereiche gesonderte Beurteilungen oder Zuschläge. Theoretisch gibt es zwar die Möglichkeit, dass eine Person durch die individuelle berufliche Situation besonders betroffen ist. Hierbei handelt es sich allerdings in erster Linie um eine Form der rechtlichen Bewertung, für die die notwendigen Bedingungen in der Regel nicht erfüllt werden.

Ergänzend zu seiner Fachkompetenz sollte ein ärztlicher Gutachter unbedingt Kenntnisse diverser Rechtsgrundlagen aufweisen.
Hierzu zählen u.a.

  • Basiswissen im Sozial- und Haftungsrecht

und

  • Kenntnisse der unterschiedlichen Kausalitätstheorien

sowie

  • zu Beweisregeln und deren Anwendung

Eine wichtige Grundlage bildet auch die Beachtung der Unterschiede in den einzelnen Rechtsgebieten. Häufig geht es hier vor allem um die Bereiche Sozialrecht, Verwaltungsrecht, Zivilrecht wie z.B. private Haftpflicht-, Berufsunfähigkeits- und Unfallversicherung sowie Arbeitsrecht und Strafrecht zur Klärung von u.a. Schuld- oder Verhandlungsfähigkeit.

Darüber hinaus sollte der Gutachter einige vertragliche Regelungswerke kennen. Hierbei handelt es sich in erster Linie um die Allgemeine Unfallversicherungsbedingung, das Bedingungswerk der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung sowie das der privaten Krankenversicherung. Unter Einbezug dieser zusätzlichen Kenntnisse ist sichergestellt, dass die entsprechenden rechtlichen Rahmenbedingungen beachtet werden und in die Beurteilung mit einfließen.

Im Rahmen der Erstellung eines Gutachtens gibt es bei der Beauftragung durch die Gesetzliche Unfallversicherung bestimmte Richtlinien, die vorab und währenddessen befolgt werden müssen. Regeln, die sich auf den Zeitraum vor der Erstellung beziehen, betreffen ausschließlich die zuständige Verwaltung. Zum Beispiel dürfen Gutachten grundsätzlich nur dann veranlasst werden, wenn diese auch tatsächlich erforderlich sind. Darüber hinaus müssen die für den Gutachter relevanten Informationen aufbereitet und entsprechend zur Verfügung gestellt werden. So muss der Sachverhalt genau vorgeben und sowohl der Unfallhergang als auch die Exposition detailliert beschreiben werden. In diesem Zusammenhang ist es besonders wichtig, dass das Beweisthema und die dazugehörigen Beweisfragen ganz klar formuliert sind. Gegebenenfalls darf auch ein weiteres, zusätzliches Gutachten beauftragt werden. Dies gilt zum Beispiel dann, wenn spezielle Fachrichtungen von dem Fall betroffen sind.
Für den beauftragten Gutachter, der zur persönlichen Gutachtenerstattung verpflichtet ist, gilt es dagegen, die Befundlange umfassend zu erheben beziehungsweise zu klären. Hierfür muss er maßgebliche Gesichtspunkte abwägen und alle gestellten Fragen komplett und ohne Widersprüche beantworten. Dabei gilt es, die entsprechenden Beweismaßstäbe zu beachten und fachliche Grenzen voll und ganz zu respektieren. Zudem muss er sich stets objektiv distanziert und unbefangen verhalten.

Die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für den Erhalt einer Rente wegen Erwerbsminderung können auf unterschiedliche Weise gegeben sein. Normalerweise muss die allgemeine Wartezeit erfüllt sein, welche fünf Beitragsjahren entspricht. Bei der sogenannten 3/5-Belegung wiederum gelten drei Jahre mit Pflichtbeiträgen, die innerhalb der letzten fünf Jahre, bevor die Erwerbsminderung eintrat, erbracht wurden. Im Ausnahmefall ist die Erfüllung einer der beiden Voraussetzungen entbehrlich - zum Beispiel wenn eine Erwerbsminderung durch einen Arbeitsunfall vorliegt. Je nach Gegebenheit wird der Versicherungsfall dann zu einer teilweisen oder vollen Erwerbsminderung.
Teilweise erwerbsgemindert ist eine Person, die aufgrund von Krankheit oder Behinderung für einen nicht absehbaren Zeitraum nicht mehr in der Lage ist, unter den üblichen Arbeitsmarktbedingungen mindestens sechs Stunden pro Tag erwerbstätig zu sein. Liegt der Wert unter drei Stunden, spricht man von einer vollen Erwerbsminderung. Im Umkehrschluss bedeutet dies auch, dass jemand, der in der Lage ist, täglich sechs oder mehr Stunden unter den üblichen Bedingungen des Arbeitsmarktet zu arbeiten, in keiner Form erwerbsgemindert ist. Somit gibt es in diesem Bereich keinerlei Berufsschutz.

Üblicherweise beginnt die Auszahlung einer Rente in dem Monat, von dem ab sämtliche Voraussetzungen erfüllt werden. Hierfür muss sie allerdings unbedingt rechtzeitig beantragt werden, also spätestens bis zum letzten Tag des dritten Monats nach dem vermeintlichen Beginn. Andernfalls startet die Rentenzahlung ab dem jeweiligen Antragsmonat. Handelt es sich um eine zeitlich befristete Rente, beginnt die Auszahlung derselbigen allerfrühestens nachdem ein halbes Jahr nach Eintreten der Erwerbsminderung vergangen ist.
Zu den erwähnten Voraussetzungen, die aus versicherungsrechtlicher Sicht erfüllt werden müssen, zählen folgende: Zunächst muss die allgemeine Wartezeit abgelaufen sein. Diese entspricht im Normalfall fünf Jahren mit eingezahlten Beiträgen. Ersatzweise kann die sogenannte 3/5-Belegung gelten. Dies bedeutet, dass in den letzten fünf Jahren, bevor der Versicherungsfall eingetreten ist, drei Jahre lang Pflichtbeiträge entrichtet wurden.
Wichtig ist, dass eventuelle Änderungen des Leistungsvermögens so konkret wie möglich dokumentiert werden müssen und zwar indem vorliegende Vorbefunde entsprechend ausgewertet werden. Als Maßstab für den Beweis gilt in einem solchen Fall der sogenannte Vollbeweis.

Das sogenannte Restleistungsvermögen des Versicherten muss für Tätigkeiten ausreichen, die nach entsprechendem Anforderungsprofil auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Diese wiederum müssen generell jedem zugänglich und in ausreichender Zahl vorhanden sein, wobei in der Regel 300 Arbeitsplätze genügen. Wichtig ist außerdem, dass hier die üblichen Bedingungen des Tarif- und Arbeitsrechts wie z.B. arbeitsmarktübliche Arbeitspausen eingehalten werden, dass man den Anforderungen eines „billig“ und vernünftig denkenden Arbeitgebers gerecht wird und kognitive Mindestanforderungen erfüllt werden. Dabei wird die sogenannte Umstellungsfähigkeit vorausgesetzt, sich also in einem Zeitraum von nicht mehr als drei Monaten auf eine neue Tätigkeit einstellen zu können. Außerdem wird die sogenannte Wegefähigkeit ebenfalls als Grundvoraussetzung eingestuft. Man sollte somit in der Lage sein, den Weg zur Arbeit zurückzulegen – zu Fuß oder mithilfe öffentlicher oder privater Verkehrsmittel.
Liegt eine Summierung ungewöhnlicher Leistungseinschränkungen oder eine spezifische Leistungsbehinderung vor, so besteht die Pflicht, dass eine konkrete Tätigkeit benannt wird, die der Versicherte weiterhin ausüben kann.
Übliche Leistungseinschränkungen in Form eines Ausschlusses von Tätigkeiten wie beispielsweise Akkordarbeiten oder solche die mit Zwangshaltungen verbunden sind, Arbeiten auf Leitern sowie das Tragen schwerer Lasten fallen nicht unter diese Begriffe. Darüber hinaus besteht keinerlei konkrete Benennungspflicht, wenn die besagte Person weiterhin körperlich leichte Tätigkeiten mit Einschränkungen sechs Stunden pro Tag verrichten kann und es auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt Bereiche mit entsprechenden Arbeitsplätzen gibt, die für das Restleistungsvermögen in Frage kommen.

Ein Gutachten wird erstellt, um objektive Tatsachen bzw. medizinische Sachverhalte für den verständigen Menschen in nachvollziehbarer Form zu erläutern, um dann wiederum einer dritten Person, z.B. einem Juristen, als Entscheidungsgrundlage zu dienen. Bei der Gutachtenqualität wird wie folgt unterschieden.

Zum einen gibt es die bloßen Feststellungsgutachten, zu denen u.a. das Führerscheingutachten, die Feststellung der Flugtauglichkeit, die Gesundheitsprüfung vor Übernahme als Beamter, das Musterungsgutachten, das Belastbarkeitsbegutachtung für das Arbeitsamt bzw. das Arbeitsgericht, die Feststellung der Haft- und Verhandlungsfähigkeit, die Prüfung einer bestimmten Behandlungsnotwendigkeit, das Renten- und das Invaliditätsgutachten, das vertrauensärztliche Gutachten, das Zustandsgutachten sowie die Behindertenfeststellung durch das Versorgungsamt gehören.

Zum anderen spricht man von den umfangreicheren Zusammenhangsgutachten, die z.B. für Unfallversicherer, Dienstherrn, Haftpflichtversicherer, private Kranken- und Rentenversicherung, Reiserücktrittsversicherer und die Rückholversicherung sowie Vaterschaftsgutachten benötigt werden.

Die Höhe und Art der Sozialleistungen errechnet sich nach dem vorliegenden Leistungsvermögen. Als Grundlage dient zunächst das Anforderungsprofil des allgemeinen Arbeitsmarktes, also die üblichen Bedingungen, unter denen der Versicherte noch erwerbstätig sein kann. Dabei wird von einer Arbeitszeit von mindestens 15 Stunden pro Woche beziehungsweise drei Stunden pro Tag ausgegangen.
Kann die volle Leistung erbracht werden, so dient die zuletzt ausgeübte Tätigkeit oder Beschäftigung als Maßstab für die Errechnung. Dann wird laut Arbeitsrecht das bisherige Entgelt fortgezahlt oder es erfolgt die Auszahlung von Krankengeld.
Tritt eine Arbeitslosigkeit ein, erhält die Person ebenfalls eine entsprechende Leistung, je nach Dauer und Einstufung entweder Arbeitslosengeld oder Arbeitslosengeld II.
Im Falle einer Berufsunfähigkeit dagegen zählt das Anforderungsprofil des bisherigen Berufs und es wird eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung ausgezahlt.
Kann die Mindestleistung nicht erbracht werden, erhält der Antragssteller entweder eine Grundsicherung, falls eine Erwerbsminderung vorliegt oder eine Rente bei voller Erwerbsminderung.
Grundsätzlich wird eine Rente wegen Erwerbsminderung nicht als Ausgleich für Beschwerden und Schmerzen, für den Verlust des Leistungsvermögens oder die Nachteile in der Karriere ausgezahlt, sondern als Ausgleich für den Verlust des Erwerbseinkommens.

Der Zusammenhang zwischen der versicherten Tätigkeit und der Einwirkung mit schadhaften Folgen wird üblicherweise als Unfallkausalität bezeichnet. Ausschlaggebend für diese Betitelung ist, dass das Unfallereignis eine Folge der Durchführung eben dieser Tätigkeit ist oder war. Äußere und innere Umstände der gesamten Situation werden in diesem Zusammenhang aus rechtlicher Sicht bewertet. Die finale Wertung über die Gesamtsituation obliegt allein der Instanz, die das dazugehörige Gutachten beauftragt hat.
Bei der sogenannten haftungsbegründenden Kausalität dreht sich dagegen bereits alles um den eventuell auftretenden Erstschaden nach dem Unfallereignis und dient somit dazu, den Versicherungsfall grundlegend festzustellen. Der vorliegende gesundheitliche Schaden muss also eindeutig durch den Unfall verursacht worden sein.

Wird eine Vorschädigung diagnostiziert, so liegt eine sogenannte Schadensanlage vor. Dies bedeutet, dass bereits psychische oder physische Veränderungen vorhanden sind, die in klinisch-funktioneller Hinsicht keine offensichtlichen Folgen oder Nebenwirkungen haben. Trotz alledem können solche Veränderungen den vorliegenden gesundheitlichen Schaden begünstigen oder dessen Ausmaß verschlimmern. In einem solchen Fall erfolgt eine Entschädigung nach dem „Alles-oder-nichts“-Prinzip. Einige Beispiele für Schadensanlagen sind ein schadengeneigter Zustand, eine latente Störung, eine Disposition sowie eine asymptomatische Degeneration.
Liegt dagegen ein Vorschaden vor, handelt es sich dabei um einen klinisch manifesten Gesundheitsschaden, der mit Funktionsbeeinträchtigungen oder Veränderungen einhergehen, die objektivierbar sind. In einer derartigen Situation erfolgt dann nur die Entschädigung des Verschlimmerungsanteil wird. Beispiele hierfür sind, wenn eine bereits vorliegende Beeinträchtigung nach einem Arbeitsunfall stärker ausgeprägt ist oder ein Körperteil, das zuvor operiert wurde, der Belastung nicht stand hält.
Bei der Verstärkung eines Vorschadens wird darüber hinaus in vorübergehende und richtunggebende Verschlimmerungen unterteilt. Im ersten Fall wird der Anteil der Verschlimmerung für den Zeitraum derselbigen als geminderte Erwerbsfähigkeit eingestuft. Im zweiten Fall wird der Vorschaden grundsätzlich verändert. Somit ist das Unfallereignis selbst langfristig als ausschlaggebend für das Schadenbild einzustufen und der Verschlimmerungsanteil erhält für unbegrenzte Zeit die Bewertung mit einer Minderung.

In der Gesetzlichen Unfallversicherung wird je nach Betrachtungsweise beziehungsweise Einordnung von Ursache und Folge der entsprechende Zusammenhang benannt. Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise in Bezug auf den Unfall und die versicherte Tätigkeit von der Unfallkausalität gesprochen wird. Geht es um ein Unfallereignis und den daraus entstandenen Gesundheitsschaden oder -erstschaden, dreht sich alles um die haftungsbegründende Kausalität. Werden die Zusammenhänge von Gesundheitsschaden oder gesundheitlichem Erstschaden und den Folgen des Unfalls beleuchtet, spricht man von der sogenannten haftungsausfüllenden Kausalität. Dabei gilt in jedem Fall die „Theorie der wesentlichen Bedingung“.
Laut den Grundsätzen der Verordnung zur Versorgungsmedizin handelt es sich bei der Ursache im naturwissenschaftlich-philosophischen Sinn um eine Bedingung, die zum Eintreten des Erfolgs maßgeblich beigetragen hat. Hat ein bestimmter Umstand gegenüber anderen Ursachen mehr Tragweite und dadurch auch eine größere Bedeutung, wird dieser allein als die Ursache für den Eintritt angesehen.

Ob bei einem Unfall während der Arbeitszeit oder im Zusammenhang mit einer beruflichen Tätigkeit die Gesetzliche Unfallversicherung greift, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Grundsätzlich wird zwischen eigenwirtschaftlichen und versicherten Tätigkeiten unterschieden. Solche, die dem Privatleben zuzuordnen sind, gelten somit als unversichert. Dagegen sind Tätigkeiten, deren Zweck allein der Dienst gegenüber dem Unternehmen ist, versichert. Eine Sonderstellung nimmt der Betriebssport ein, da dieser nur dann als versichert gilt, wenn er durch den Betrieb selbst organisiert wird. Geht es hierbei allerdings vorrangig um die Ausübung eines Wettkampfes oder um den Wettbewerb an sich, greift die Versicherung nicht. Auch Ausflüge und Betriebsfeiern sowie die Wege dorthin sind Sonderfälle. Diese sind ausschließlich dann versichert, wenn sie zum einen vom Unternehmer gebilligt, von seiner Autorität getragen und von ihm veranstaltet werden. Zum anderen darf sich die Veranstaltung ausnahmslos an Beschäftigte wenden und sie muss zudem der betriebsinternen Verbundenheit dienen.

Um herauszufinden, wie eine Berufskrankheit konkret entstanden ist, müssen sämtliche Umstände und mögliche Einflussfaktoren untersucht und hinterfragt werden. Zunächst ist zu klären, in welchem Verfahren bei der Produktion, mit welchen Stoffen und Gemischen sowie mit welchen Mengen gearbeitet wurde. Hierfür werden sowohl Vorgesetzte und Kollegen, als auch der Betriebsarzt und die Fachkraft für Arbeitssicherheit befragt. Dabei wird gemeinsam mit der versicherten Person vor Ort ermittelt. Weitere Fragen, die beantwortet werden müssen, sind beispielsweise die Dauer und Häufigkeit der relevanten ausgeübten Tätigkeit innerhalb einer Schicht, ob eine sofortige Gegenmaßnahme wie zum Beispiel eine Absaugung erfolgte oder eine persönliche Schutzausrüstung verwendet wurde. Auch das Verzeichnis der Krankenkasse mit sämtlichen Vorerkrankungen wird in die Ermittlung mit einbezogen. Hinzu kommt das Einholen von Arztbriefen, Befundberichten, Audiogrammen und sonstigen ärztlichen Unterlagen.
Entsprechend der Befunde werden diverse Maßnahmen getroffen. So gibt es zum einen spezialisierte Aufsichtspersonen für extrem schädigende Stoffe oder Sonderbeauftragte für bestimmte schwere Erkrankungen, Betriebe und Anlagen werden geschlossen und die Großindustrie erfährt eine Umstrukturierung. Darüber hinaus werden vergleichbare Arbeitsplätze mit ähnlich gesundheitsgefährdenden Bedingungen ermittelt und dokumentiert sowie entsprechend nachgestellt. Problematische Punkte sind in diesem Zusammenhang unter anderem, dass Wissensträger durch demografische Umbrüche verloren gehen und zu lange Latenzzeiten auftreten können.

Zur Prüfung der Berufsunfähigkeit wird nach einem bestimmten Fragenkatalog vorgegangen. Ist der Versicherte in seinem bisherigen Beruf noch mindestens sechs Stunden erwerbsfähig, gilt er definitiv nicht als berufsunfähig. Als bisheriger Beruf gilt grundsätzlich die zuletzt auf Dauer ausgeübte versicherungspflichtige Tätigkeit oder Beschäftigung.
Ist eine Tätigkeit in diesem Umfang nicht mehr möglich, wird hinterfragt, ob er für dieselbe Zeit in einer sogenannten Verweisungstätigkeit noch erwerbsfähig wäre. Darüber hinaus wird abgewogen, ob dies zumutbar ist und zwar in subjektiver Hinsicht, nach Stufenschema, oder objektiv gesehen, also gemäß seinem Leistungsvermögen und mit höchstens drei Monaten notwendiger Einarbeitung. Ist der Arbeitsmarkt für diese Person außerdem nicht verschlossen, gilt sie wiederum als „nicht berufsunfähig“. Werden dagegen sämtliche Fragen mit „nein“ beantwortet, so liegt eine Berufsunfähigkeit vor.
Zur Feststellung derselbigen beurteilt ein Sachverständiger vorliegende Gesundheitsstörungen und das entsprechende Leistungsvermögens unter qualitativen und quantitativen sowie positiven und negativen Gesichtspunkten.

Im Jahr 150 wurden in den Vorschriften zu Berufskrankheiten der DDR folgende gesundheitliche Schäden festgehalten: Neben Ermüdungsbrüchen und beschädigten Schleimbeuteln, körperlichen Beeinträchtigungen durch die Erschütterung von Pressluftwerkzeugen sowie Krankheiten aufgrund von Tätigkeiten in Druckluft, wurden dort auch chronische Defizite an Muskel- und Sehnenansätzen, Menisken und Bandscheiben sowie den Sehnenscheiden aufgeführt. Hierzu lagen zwar keinerlei wissenschaftliche Erkenntnisse vor, es sollte damit aber die Überlegenheit des Sozialismus demonstriert werden. Während die Arbeitsnormen erhöht wurden, sollte dadurch das Schützen der sozialistischen Bürger in den Vordergrund treten. Demzufolge zog der Verordnungsgeber im Jahr 1952 nach. Zu diesem Zeitpunkt erweiterte nämlich die BRD ihre Liste der Berufskrankheiten, indem sie - ebenfalls ohne dem Vorliegen entsprechend medizinisch-wissenschaftlicher Erkenntnisse - weitere gesundheitlich Schäden in die Verordnung mit aufnahm. Hierzu gehörten zum einen druckgelähmte Nerven, chronisch erkrankte Schleimbeutel und Sehnenscheiden sowie überbeanspruchte Muskel- und Sehnenansätze, zum anderen aber auch der sogenannte Bergmannsmeniskus und die Schipperkrankheit. Darüber hinaus wurden die möglichen Ursachen definiert. So gehörte hierzu beispielsweise die Überbelastung oder wiederholt starke Beanspruchung, verursacht durch eintönige Bewegungen, die über einen längeren Zeitraum stattfinden. Aber auch eher ungewohnte Tätigkeiten zählten dazu. Begründet war dieser Schritt damals einerseits durch die chronischen Beschäftigungstraumen und der sozialpolitischen Motivation. Andererseits spielte aber auch die vermehrte Erkrankung an Epicondylitis eine Rolle, die nach dem zweiten Weltkrieg durch viele ungewohnte Betätigungen, eine höhere Arbeitsintensität sowie die soziale Umschichtung entstand.

Damit aus einer scheinbar herkömmlichen Krankheit eine Berufskrankheit wird, muss sie mehrere grundlegende Bedingungen erfüllen. Hierfür werden zunächst die Voraussetzungen für den Tatbestand aus der Listennummer der Anlage zur Berufskrankheiten-Verordnung mit den vorliegenden Tatsachen verglichen. Stimmen diese miteinander überein, wird untersucht, ob die gegebenenfalls dafür verantwortlichen Einflüsse am Arbeitsplatz der betroffenen Person aus rechtlicher Sicht wesentlich zur Entstehung dieser Krankheit beigetragen haben. Diese Faktoren werden in ihrer Gesamtheit häufig als sogenannte Exposition bezeichnet.
Zur offiziellen Ernennung einer Erkrankung zur Berufskrankheit sowie Aufnahme derselbigen in die Berufskrankheiten-Liste ist letztendlich nur die Bundesregierung ermächtigt. Dafür wird wiederum vorausgesetzt, dass eine solche Krankheit durch spezielle Einwirkungen verursacht wird, denen nur bestimmte Personengruppen ausgesetzt sind und zwar in einem höheren Maße als normalerweise üblich. Aus medizinischer Sicht muss dies sogar wissenschaftlich belegt sein. Derartige wissenschaftliche Begründungen können zum Beispiel in Form von epidemiologischen Studien oder Begutachtungen vorliegen. Weitere Belege werden unter anderem durch die Untersuchung von Pathomechanismen, Gefahrenquellen, Personengruppen oder konkurrierenden Faktoren sowie Krankheitsbildern geliefert. Darüber hinaus spielt auch die gegenseitige Beeinflussung von beruflichen und privaten Faktoren eine Rolle. In zweifelhaften Fällen hingegen erfolgt eine Beratung durch den Ärztlichen Sachverständigenbeirat beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Ein medizinisches Gutachten soll in erster Linie der Vermittlung von Überzeugungen dienen, um letzten Endes Rechtsfrieden zu erwirken und dadurch einen entscheidenden Beitrag zum Ziel der Rechtsprechung zu leisten.

Für den Probanden ist dies notwendig, falls dessen persönliche Auffassung nicht nachvollziehbar ist, bei dem Erbringer der Leistung, wenn diese begründet werden muss oder bei einer gerichtlichen Instanz, da diese ihre Entscheidung mit Hilfe des Gutachtens zu fällen hat.

Der Sachverständige leistet seinen Beitrag, indem er mit alleiniger Orientierung an Fakten und gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen völlig neutrale Beurteilungen ausarbeitet. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, ist es ihm grundsätzlich verboten, tendenziell einseitig aufzutreten oder lediglich vage Spekulationen und Vermutungen zu äußern.

Nachdem also nun die natürliche Kausalität genau hinterfragt wurde, dreht sich in der zweiten Stufe alles um die sogenannte „Theorie der wesentlichen Bedingung“ und somit um die rechtliche Kausalität. Durch eine Wertung der Ursachen und anschließenden Festlegung auf die tatsächlich ausschlaggebenden Bedingungen, kann letztendlich der Umfang des Versicherungsschutzes festgelegt werden. Aus juristischer Sicht sind dabei diejenigen Ursachen relevant, welche einen maßgeblichen Teil zum Eintreten des Gesundheitsschadens beigetragen haben. Sinn und Zweck ist es, dadurch zwischen Ursachen zu unterscheiden, die aus rechtlicher Sicht die Verantwortung für den gesundheitlichen Schaden tragen, wesentlichen Ursachen, die grundsätzlich wichtig oder maßgeblich für den Gesundheitsschaden sind sowie rechtlich unerheblichen Auslösern.
Das Bundessozialgericht wägt dabei nach folgenden Kriterien ab: die Schwere beziehungsweise das Ausmaß und die Art der Einwirkung sowie einer eventuell konkurrierenden Ursache, das Verhalten des jeweiligen Verletzten direkt nach dem Unfall und der zeitliche Ablauf, Diagnosen und Befunde des Arztes, der die Erstbehandlung übernimmt sowie die dazugehörige Krankengeschichte. Laut der offiziellen Anwendungsleitlinien des BSG kann es durchaus sein, dass rein rechtlich mehrere Ursachen ausschlaggebend, also „wesentlich“ sind. Im Endeffekt ist allerdings nur relevant, ob der Versicherungsfall selbst wesentlich ist, was wiederum der Fall ist, wenn es sich bei der wesentlichen Bedingung um den Auslöser des versicherten Ereignisses handelt. Dabei ist eine positive Feststellung des Ursachenzusammenhangs unabdingbar.

Zum Seitenanfang